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Der Juli hat alle Rekorde geknackt – so heiss war es auf der Erde seit Messbeginn noch nie



Der vergangene Juli war weltweit der heisseste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das teilte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels am Montag mit.

Dessen Chef Jean-Noël Thibaut erklärte, der Juli sei üblicherweise weltweit der heisseste Monat des Jahres. Die Temperaturen im Juli 2019 hätten aber noch knapp über denen im bisherigen heissesten Monat Juli 2016 gelegen.

Erst kürzlich hatte der Copernicus-Dienst verkündet, dass die Welt dieses Jahr den heissesten Juni seit Beginn der regelmässigen Messungen erlebt habe. Die Schweiz und weite Teile Europas ächzten unter einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen. Bei einer weiteren Hitzewelle im Folgemonat wurden erneut zahlreiche Rekorde geknackt.

Die vergangenen vier Jahre waren weltweit die heissesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter stiegen die Temperaturen weltweit bereits um ein Grad an. Im Pariser-Klimaabkommen von 2015 hatten sich die Unterzeichnerstaaten darauf verständigt, den Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

Auch in der Schweiz war es warm

Der Monat Juli war auf beiden Seiten der Alpen im Vergleich zum klimatischen Mittel zu warm. Vielerorts fiel zudem weniger Regen als sonst üblich.

Je nach Region lagen die Temperaturen um 1.5 bis 2.6 Grad über dem Durchschnittswert aus den Jahren 1981 bis 2010. In Genf wurde der viertwärmste und in Lugano der zweitwärmste Juli seit Messbeginn verzeichnet. In Lugano wurden 14 Tropennächte, also Nächte in denen das Thermometer nicht unter 20 Grad fiel, gemessen.

Badende bei der Flussmündung des Cassarate im Luganersee. (Archivbild)

Badende bei der Flussmündung des Cassarate im Luganersee: In Lugano wurde der zweitwärmste Juli seit Messbeginn registriert. Bild: TI-PRESS

Verantwortlich für die überdurchschnittlichen Zahlen sei vor allem die Hitzewelle vom 22. bis 26. Juli gewesen, meldet Meteonews. In Luzern liegt das Temperaturmittel im Juli 2019 bei 21.4 Grad. Der Juli in den Jahren 1983, 2006 und 2015 sei aber teilweise noch deutlich wärmer gewesen als der vergangene, so Meteonews. Im Jahr 2006 lag das Temperaturmittel für Luzern beispielsweise bei 22.8 Grad.

Dennoch fielen in einigen Ortschaften die bisherigen Rekorde. So wurde beispielsweise in Sitten am 24. Juli 38 Grad gemessen. Der bisherige Höchstwert von 37.8 Grad stammte aus dem Jahr 2015. Hinsichtlich der Sonnenscheindauer ist gemäss Meteonews im Flachland verbreitet ein Überschuss von 15 bis 30 Prozent verzeichnet worden.

Verbreitet zu wenig Regen

Die Niederschläge seien verbreitet unterdurchschnittlich ausgefallen im Vergleich zu anderen Juli-Monaten. In den südlichen Landesteilen fiel weniger als die Hälfte der sonst üblichen Regenmenge. Auch in Chur, Aarau und in Genf fehlen 40 bis 50 Prozent der sonst üblichen Menge. Erst der Regen vom letzten Juli-Wochenende habe aber die grosse Trockenheit etwas lindern können.

Wegen kräftiger lokaler Gewitter verzeichneten ein paar Ortschaften jedoch auch höhere Niederschlagsmengen als für den Juli üblich. Dazu zählen beispielsweise Sitten, Visp, Grächen und Zermatt. Und im bernischen Frutigen fielen wegen eines Gewitters am 25. Juli innerhalb von rund 50 Minuten 60.2 Millimeter Regen von insgesamt rund 179. Die durchschnittliche Regenmenge im Juli läge in Frutigen bei 148 Millimeter. (cma/pd/spe)

Die Schweiz und Mitteleuropa im Griff der Hitze, Juli 2019

Schweizer Forschungsstation in Grönland ist besorgt

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    Alle Leser-Kommentare
  • UHauser 06.08.2019 01:27
    Highlight Highlight Der heisseste Juli weltweit seit Messbeginn? ...äähh...also hier in Indonesian war es der kälteste Juli den es seit Messbeginn jemals gegeben hat!!
  • Todesstern 05.08.2019 21:31
    Highlight Highlight Zum Glück genau zur richtigen Zeit Ferien gehabt. 🍻
  • hauruck 05.08.2019 17:21
    Highlight Highlight Seit Messbeginn ...
    Hei, wie beeindruckend!!!
    Das sind noch nicht einmal ein Promille eines Promills der Erdgeschichte.
    Es war s chon über 10° wärmer auf Eurem Planeten. Und da gab es Euch noch gar nicht.
    • Z.enox 05.08.2019 17:44
      Highlight Highlight Toll das du das als Echsenmensch mit uns teilst
    • Fritz N 05.08.2019 18:28
      Highlight Highlight Das Eozän hat den Menschen aber herzlich wenig betroffen...
    • lilie 05.08.2019 18:49
      Highlight Highlight @hauchruck: Tja, und wenns so weitergeht, wirds uns auch nicht mehr lange geben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 05.08.2019 17:05
    Highlight Highlight Und die volks- und umweltfeindliche SVP so:

    "Alles linke Hysterie! Viel wichtiger ist es die Steuern für die Reichen und Abzocker zu senken!"
    • Froggr 05.08.2019 19:13
      Highlight Highlight Und die SP so: Geil jetzt können wir die Steuern weiter erhöhen.
    • AnnaFänger 05.08.2019 20:08
      Highlight Highlight 🙄Das eine macht doch das andere nicht unwichtiger.
  • Gipfeligeist 05.08.2019 15:22
    Highlight Highlight Rekord-Juni. Rekord-Juli. Der August kann kommen :/
  • AnnaFänger 05.08.2019 14:55
    Highlight Highlight 🧐
    Benutzer Bild
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 05.08.2019 15:17
      Highlight Highlight Wunderbar zynisch. 👍😂
  • Posersalami 05.08.2019 14:37
    Highlight Highlight Ach, das waren sicher diese raffinierten Chinesen! Oder Putin? Der Iran?

    Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!
    • 19th Hole 05.08.2019 17:50
      Highlight Highlight Löpfe würde aus Trump Derangement Syndrom zustimmen: Die Russen haben das Klima beeinflusst und Trump ist wie immer an allem Schuld 😁
  • Jesus Quintana 05.08.2019 14:17
    Highlight Highlight Highway to hell... 🔥
  • Züzi31 05.08.2019 14:17
    Highlight Highlight Und swird noch heisser... Versprochen.
    • Ad Sch 05.08.2019 14:59
      Highlight Highlight in Portugal ist es kälteste und nässeste Sommer seit Jahren...
    • Gipfeligeist 05.08.2019 15:24
      Highlight Highlight @Ad Sch
      Sorry, versehentlich geherzt. Jegliche Veränderung an unserem einst (relativ) stabilen Klimazustand sollte ein Grund zu Sorge sein
    • m. benedetti 05.08.2019 16:56
      Highlight Highlight @Ad Sch
      In den USA gab es den letzten Winter über 280 Wetterstationen mit den kältesten je gemessenen Temperaturen und zusätzlich Rekordschneemengen an vielen Orten. Kann man aus den Statistiken der USHCN Stations herauslesen.
      @Gipfeligeist
      Wir leben gerade in einem relativ stabilen Klima. Seit der letzten Eiszeit ist der Meeresspiegel um über 120 METER gestiegen. Momentan bewegen wir uns im Bereich von wenigen Zentimetern pro Jahrzehnt und manchmal sinkt er sogar etwas.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dä dingsbums 05.08.2019 14:16
    Highlight Highlight Ich bin nur hier wegen der Girls im aufmacher Bild.
    • Hoodie Allen 05.08.2019 15:10
      Highlight Highlight Du Schlingel du🙊
    • Kruk 05.08.2019 15:31
      Highlight Highlight Das Sinnbild für heisse Tage sind halbnackte Frauen.
      Das ist westlicher feminismus.

      Hast du gedacht im Artikel gibts noch mehr Bilder.
    • Licorne 05.08.2019 18:30
      Highlight Highlight Ich mag ti-press.
  • abuladze 05.08.2019 14:13
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.

Ein Paar in Brasilien pflanzte 20 Jahre lang Bäume – und lebt jetzt in einem Wald

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