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This image shows the south-facing rim of a pit crater at 68°S in the Sisyphi Planum region of Mars. It is a colour composite made from images acquired on 2 September 2018 by the Colour and Stereo Surface Imaging System, CaSSIS, onboard the joint ESA-Roscosmos ExoMars Trace Gas Orbiter, when the southern hemisphere of Mars was in late spring.

The image measures 20 x 8 km and the resolution is 4.5 m/pixel. North is 45° on the upper left. The image was taken at 07:22 AM local solar time and assembled from the RED, PAN and BLU filters.

Das Bild zeigt den Rand eines Kraters in der Sisyphi-Planum-Region auf dem Mars. Die Ausmasse des Bildes sind 20 x 8 km. Bild: ESA/Roscosmos/CaSSIS

Diese grossartigen Bilder liefert eine Berner Kamera nach einem Marssturm

Die an der Universität Bern entwickelte Mars-Kamera an Bord der ExoMars-Sonde hat neue Bilder vom roten Planeten geliefert. Sie zeigen Spuren, die ein gewaltiger Sturm auf seiner Oberfläche hinterlassen hat.



Die an der Universität Bern entwickelte Mars-Kamera an Bord der ExoMars-Sonde hat neue Bilder vom roten Planeten geliefert. Sie zeigen Spuren, die ein gewaltiger Sturm auf seiner Oberfläche hinterlassen hat.

ExoMars Trace Gas Orbiter showing the region where the ancient Uzboi Vallis enters Holden crater in the southern hemisphere of Mars. The valley begins on the northern rim of the Argyre basin and was formed by running water. The fluvial deposits are clearly visible in the impact cratered terrain.

The image was taken by the orbiter’s Colour and Stereo Surface Imaging System, CaSSIS on 31 May 2018 and captures an approximately 22.7 x 6.6 km segment centred at 26.8ºS/34.8ºW. North is to the bottom left in this orientation.

Der Bildausschnitt zeigt eine Region in der südlichen Hemisphäre auf dem Mars. Bild: ESA/Roscosmos/CaSSIS

Ein gewaltiger Staubsturm fegte wochenlang über den Mars und legte den Mars-Rover Opportunity der US-Raumfahrtagentur Nasa zeitweise lahm. Auch 400 Kilometer über der Oberfläche hatte die Mars-Sonde der europäischen Raumfahrtagentur ESA und des russischen Pendants Roskosmos mit dem Staub zu kämpfen. Die unter Leitung der Universität Bern gebaute Kamera an Bord der ExoMars-Sonde war für die meiste Zeit während des Sturms abgeschaltet. Seit kurzem liefert sie wieder gestochen scharfe Bilder, auf denen die Auswirkungen des Sturms zu sehen sind.

Die Wissenschaftler um Nicolas Thomas von der Universität Bern präsentierten die Bilder diese Woche am European Planetary Science Congress in Berlin, wie die europäische Raumfahrtagentur ESA mitteilte. Vereinzelte Bilder, die das Team während des Sturms aufnahmen, zeigen nur eine unscharfe «Suppe». Seit dem 20. August ist die Kamera CaSSIS (Colour and Stereo Surface Imaging System) jedoch wieder im Normalbetrieb und liefert seit Anfang September wieder Bilder mit hoher Qualität.

Dunkle Striche durch Staubteufel

Eines der Bilder vom 2. September zeigt dunkle Striche auf der Marsoberfläche, welche auf Bildern der Nasa-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter vom März noch nicht zu sehen waren. Die Aufnahme zeigt eine hügelige Gegend namens Ariadne Colles auf der südlichen Hemisphere.

The Colour and Stereo Surface Imaging System, CaSSIS, onboard the joint ESA-Roscosmos ExoMars Trace Gas Orbiter imaged the Ariadne Colles region at 34ºS on 2 September 2018.

The image shows an unusual terrain type – sometimes referred to as chaotic blocks – but what is particularly striking are the large number of dark streaks. One possible interpretation is that these features were produced during the recent dust storm: they could have resulted from dust devils stirring up the surface dust.

Die Aufnahme zeigt eine hügelige Gegend namens Ariadne Colles auf der südlichen Hemisphere. Bild: ESA/Roscosmos/CaSSIS

Vermutlich handele es sich bei den Strichen um Strukturen, die durch Staubteufel, also kleinräumige Wirbelwinde, entstanden sein könnten, hiess es in der Mitteilung der ESA. Diese Winde könnten loses Material aufgewirbelt und entsprechend abgelagert haben, so dass die dunklen Spuren entstanden.

Aber auch die unscharfen Bilder aus der Sturmperiode waren nicht für nichts: Laut Thomas eignen sie sich hervorragend, um die Kamera zu kalibrieren. Sie habe ein kleines bisschen Streulicht und mithilfe der Sturm-Bilder wollen die Wissenschaftler nun versuchen, dessen Quelle zu finden, um es mit Algorithmen zu entfernen.

This beautiful dune field lies inside a crater near the south polar region of Mars. 
The image was taken by the ExoMars Trace Gas Orbiter’s Colour and Stereo Surface Imaging System, CaSSIS, on 18 May 2018, at the beginning of martian southern spring, when a thin layer of seasonal carbon dioxide ice was still covering the surface. Over the winter, the ice grains in this thin layer appear to grow enough that the ice becomes almost transparent, letting light through and heating up the surface from the bottom of the ice. As the ice begins to sublimate from the bottom up, pressure builds up, and it is released through instabilities and cracks in the ice layer, in what scientists think are geyser-like processes of carbon dioxide gas that push out martian sand. The black streaks seen all across this image are examples of the darker sand being propelled out through the ice cracks and down the slip face of the dunes.
The ExoMars programme is a joint endeavour between ESA and Roscosmos.

Ein Dünenfeld in der Nähe des Südpols. Bild: ESA/Roscosmos/CaSSIS

Massive Strahlungsbelastung

Auch andere Teams der ExoMars-Mission präsentierten am Kongress erste Ergebnisse. So berichten Forschende um Jordanka Semkova von der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, dass Mars-Reisende alleine auf der Hin- und Rückreise 60 Prozent der Strahlung abbekommen würden, der Astronauten während ihrer ganzen Karriere ausgesetzt sein dürfen.

Der Strahlungssensor - das Liulin-MO Dosimeter - an Bord der Sonde sammelte bereits seit dem Start im März 2016 und auf der gesamten sechsmonatigen Reise zum roten Planeten fleissig Daten. Aus diesen können die ExoMars-Forschenden schliessen, wie stark die Belastung durch kosmische Strahlung während einer bemannten Mars-Mission wäre. Auf der Erde sind wir durch das Magnetfeld unseres Planeten geschützt vor diesem Teilchenbombardement, das dem Organismus grossen Schaden zufügen kann. Ausserhalb des Magnetfelds fehlt dieser Schutz. (sda)

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