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China will als erste Nation auf der Rückseite des Mondes landen und dort Gemüse anbauen 🤔



Fast 50 Jahre nachdem der erste Mensch den Mond betrat, schickt China die weltweit erste Sonde auf die Rückseite des Erdtrabanten. Die Kommunikation im Funkschatten wird die grösste Herausforderung.

In China laufen die letzten Vorbereitungen zur Reise «hinter den Mond». Der Start der Sonde «Chang'e 4» ist für Freitagabend (MEZ) vom Weltraumbahnhof im westchinesischen Xichang geplant, wie Quellen im Umfeld des chinesischen Raumfahrtprogramms gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigten.

Gelingt die Mission, wäre China die erste Nation, die auf der Rückseite des Mondes landet. «Chang'e 4» soll mit einem Roboterfahrzeug nahe des Südpols des Erdtrabanten aufsetzen, von wo der Rover dann seine Erkundung startet.

Chinesische Mondfee

«Das hat noch nie jemand gemacht. Es wird von Bedeutung sein», sagte Ouyang Ziyuan, leitender Wissenschaftler des chinesischen Mondprogramms. Wie schon bei der Reise der «Chang'e 3», die erste chinesische Sonde, die 2013 auf dem Mond aufsetzte, werde es zwei Wochen oder ein paar Tage länger dauern, bis die «Chang'e 4» die Mondoberfläche erreicht. Die Raumschiffe des Mondprogramms sind nach der legendären chinesischen Mondfee «Chang'e» benannt.

Die grösste technische Herausforderung der Mission ist laut Ouyang Ziyuan die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum. Da sich Sonde und Rover auf der Mond-Rückseite im Funkschatten zur Erde befinden, hatte China im Mai einen Übertragungssatelliten auf den Weg gebracht, der als Relais-Station dienen soll.

Gemüse auf dem Mond

An Bord von «Chang'e 4» befindet sich auch Saatgut, mit dem geprüft werden soll, ob Gemüseanbau in einer geschlossenen Umgebung bei der niedrigen Schwerkraft der Mondoberfläche möglich ist.

Während andere Nationen ihre Raumfahrtprogramme kürzen, verfolgt China ehrgeizige Pläne im All. So ist nicht nur der Bau einer eigenen Raumstation geplant, sondern auch eine weitere Erkundung des Mondes. Nach der Landung auf der Rückseite des Mondes könnte möglicherweise schon im nächsten Jahr eine Mission starten, bei der auch Gestein zur Erde zurückgebracht werden soll. Nach den chinesischen Plänen soll bis 2030 erstmals ein Chinese auf dem Mond landen.

Die USA hatten zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Erdtrabanten gebracht. 1976 war die sowjetische Sonde «Luna 24» auf dem Mond, 37 Jahre später Chinas «Chang'e 3». (whr/sda/dpa)

So nah war der Mond seit 68 Jahren nicht mehr – die besten Bilder des «Supermonds» 2016

Erstmalig Eis auf dem Mond nachgewiesen

Video: srf/SDA SRF

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lörrlee 06.12.2018 16:49
    Highlight Highlight «Das hat noch nie jemand gemacht. Es wird von Bedeutung sein»

    Haha, Ich mag diese Argumentation. In diesem Falle zwar ok, aber man stelle sich nur vor, wenn alle menschlichen-Entscheidungen nach einem solchen Motto gefällt werden würden.
  • knight 06.12.2018 13:36
    Highlight Highlight ist dort nicht schon die reptiloiden raumstation von wo die welt regiert wird?
    • Randy Orton 06.12.2018 14:35
      Highlight Highlight Und die Mondnazis!
    • Murminat0r 06.12.2018 14:40
      Highlight Highlight Nicht mehr,... die wurden von den Nazis vertrieben 😜
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.12.2018 11:54
      Highlight Highlight War mir doch so, als ob da einen Regimewechsel gab und die Mondnazis die Macht übernommen haben. Aber die Mondkommunisten sind, so glaube ich, immer noch auf dem Mars inhaftiert.
  • äti 06.12.2018 13:04
    Highlight Highlight Tippe auf Chinakohl.
  • Bynaus 06.12.2018 12:58
    Highlight Highlight China macht vieles richtig im Weltall: sie haben ein Programm mit einem richtigen Ziel, einem langsamen, methodischen Aufbau - und das hat sich bisher ausbezahlt, sie haben einen Erfolg an den nächsten gereiht, mit nur wenigen Rückschlägen. Das Experiment mit dem Gemüseanbau macht in diesem Kontext absolut Sinn - will man langfristig auf dem Mond leben (und das will China), wird alles einfacher, wenn man Nahrungsmittel vor Ort anbauen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass China nicht nur im Weltall, sondern auch auf der Erde (Stichwort: Freiheit und Demokratie) Fortschritte machen kann.
  • D(r)ummer 06.12.2018 12:16
    Highlight Highlight Warum auf der Rückseite?

    Ich meinte, dass die Oberfläche dort rauer ist...
    • Amateurschreiber 06.12.2018 12:59
      Highlight Highlight Vielleicht hat es da mehr/länger Sonnenlicht, weil die Erde nicht "im Weg" ist und Schatten wirft?
    • Bynaus 06.12.2018 13:00
      Highlight Highlight Wissenschaftlich ist die Rückseite interessant, weil wir da keine verortbaren Proben haben (wir haben nur Mondmeteoriten, aber bei denen können wir nicht sagen, von wo genau sie kommen). Weiter befindet sich die Rückseite im "Radioschatten" der Erde, das heisst, man kann dort astronomische Beobachtungen (im Radio-Bereich) machen, die auf der Erde oder in der Erdumlaufbahn nicht möglich wären. Und schliesslich: sie wollen auch mal bei etwas die ersten sein! :)
    • D(r)ummer 06.12.2018 13:12
      Highlight Highlight Interessant, danke Bynaus.



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