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Diese Frau glaubt, Mondstaub zu besitzen – und verklagt deshalb die NASA



Es klingt wie eine Geschichte aus einem Märchen. Der Vater der damals neunjährigen Laura Cicco war mit Neil Armstrong befreundet – jenem Mann, der im Jahr 1969 als erster Mensch einen Fuss auf die Oberfläche des Mondes setzte.

Bild

Laura Cicco glaubt, im Besitz von Mondstaub zu sein. screenshot: youtube/cbs this morning

Als Armstrong aus seinem Trip ins Weltall zurückkehrte, überreichte er Ciccos Vater eine Visitenkarte, die er für dessen Tochter mit «Für Laura mit Liebe, Neil Armstrong, Apollo 11» unterzeichnete. Dazu legte er ein Glasfläschchen, das mit Mondstaub gefüllt sein soll.

Aufgrund dieses Glasfläschchens sieht sich Cicco nun, mehrere Jahrzehnte nachdem sie das Geschenk bekommen hatte, gezwungen, die NASA zu verklagen, berichtet CBS.

Denn die Weltraumorganisation betrachtet alles Material, das ursprünglich vom Mond stammt, als Eigentum des Staates und ist dafür bekannt, solche Gegenstände aufzuspüren und einzusammeln.

Cicco will ihren Mondstaub allerdings behalten und sieht keinen Grund, weshalb sie ihr Geschenk dem Staat abgeben sollte.

Die Geschichte im Video:

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quelle: youtube/cbs this morning

Ist der Mondstaub echt?

Noch nicht geklärt ist, ob es sich beim grauen Staub im Glasfläschchen tatsächlich um Mondstaub handelt. Ciccos Anwalt, Christopher McHugh, liess deshalb Untersuchungen am Staub durchführen.

Diese haben ergeben, dass zumindest die Signatur Armstrongs auf der Visitenkarte authentisch ist. Labortests am Staub konnten allerdings nicht eindeutig belegen, woher dieser stammt. Während ein Test besagte, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass es sich dabei um Mondstaub handelt, kam ein anderer zum Schluss, dass seine Zusammensetzung jener der Erdkruste stark ähnelte. 

McHugh spekuliert, dass es sich bei der Probe um Staub handelt, der von einem Weltraumanzug abgesaugt wurde. Das allein reiche laut dem Anwalt für die NASA als Grund, den Inhalt des Glasfläschchens zu konfiszieren.

Die Klage gegen die NASA wurde daher vorsorglich eingeleitet. «Wir wollten nicht, dass sich Frau Cicco in einer Situation befindet, in welcher sie glaubt, sich verstecken zu müssen», sagt er.

Experte ist skeptisch

Der Weltraum-Experte Robert Pearlman ist allerdings nicht davon überzeugt, dass es sich beim Staub tatsächlich um Material vom Mond handelt. «Grossen Behauptungen müssen auch grosse Beweise folgen», sagt er. Das sei aber nicht geschehen. 

FILE - In this July 20, 1969 file photo provided by NASA, astronaut Neil A. Armstrong, Apollo 11 commander, smiles for a photo inside the Lunar Module while it rested on the lunar surface. Armstrong was first out the lunar module, Eagle, onto the dusty surface of Tranquility Base. (AP Photo/NASA, File)

Er war der erste Mann auf dem Mond: Neil Armstrong. Bild: AP/NASA

Pearlman vermutet daher, dass es sich nicht um echten Mondstaub handelt. Er sagt: «Soweit wir wissen, gab Armstrong keinen Mondstaub an seine eigenen Söhne oder seine erste oder zweite Frau. Er gab auch nichts an seine Crew weiter – nicht einmal Buzz Aldrin besitzt Mondstaub.»

Dennoch schwört Cicco, dass es sich um echten Mondstaub handelt. Ein US-Bundesgericht muss nun entscheiden, wie es mit dem Fall weitergehen soll. (doz)

Auf den Spuren der Dunklen Materie

Mondstaub zum Schnäppchenpreis verärgert die Nasa

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • happygoalone 06.07.2018 12:21
    Highlight Highlight Ich würd mal sagen, sieht definitiv nach Sand aus der Wüste Arizonas aus. So, und jetzt muss ich noch Ausschau nach Chemtrails halten und die Fläche (Fläche!! In km2 versteht sich!) der Erde berechnen. Ach ja, und die neue Weltordnung will auch noch verteidigt sein.
  • JoJodeli 05.07.2018 17:32
    Highlight Highlight Ach, ihr Papa wollte ihr mit dem Selbst gefüllten Gläschen doch nur eine Freude machen, statt der kleinen Tochter nur eine beschriebene Visitenkart von ihm mitzubringen 🤷‍♀️
  • HerrWeber 05.07.2018 14:17
    Highlight Highlight Vermutlich wäre nie jemand auf den Gedanken gekommen, dass die Dame "Mondstaub" von Armstrong bekommen hat. Aber da Sie das mit der Klage jetzt an die grosse Glocke hängt, dürfte die NASA hellhörig werden.

    Ob es denn nun Mondstaub ist oder nicht, wird sich dann noch rausstellen.
  • Olaf! 05.07.2018 14:12
    Highlight Highlight So kann man seine Steuergelder auch ausgeben.
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 05.07.2018 13:36
    Highlight Highlight Und dann kommt die Putzfrau, und schmeisst das Röhrchen zusammen mit dem vollen Staubsaugerbeutel in den Müll.
  • MeineMeinung 05.07.2018 12:46
    Highlight Highlight Die wollen den Mondstaub von dieser Frau einsacken?!?! Das kann nur bedeuten, dass der Staub nicht echt ist und das ein Beweissmittel dafür ist, dass die Mondlandung nur gefakte war!! Wenn man den Staub genauer untersuchen würde, würde man merken dass es nur Sand ist!
    So und wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet. Ich muss nämlich noch etwas Alufolie im Müll suchen gehen. Mein Hut hat einen gwfährlichen Riss, den ich reparieren muss.
    • skankhunt42 05.07.2018 19:53
      Highlight Highlight Shit mein Hut ist auch gerade gerissen, weil ich mir ob all den Kuriositäten am Kopf kratzen wollte. Jetzt wurde ich der Gedankenkotvajkö CIA uädkjr aaaahhhbeb #÷€^%%
  • KXXY 05.07.2018 11:27
    Highlight Highlight Raucht oder snifft man den Mondstaub? Ich komme jetzt irgendwie nicht ganz draus ....
  • D(r)ummer 05.07.2018 11:26
    Highlight Highlight Alle Mondstaubproben sind dermassen (Erd-)kontaminiert, dass sie sich nicht mehr gross von Erdmaterial unterscheiden.

    Man ging zu wenig sorgsam um.
    • goschi 05.07.2018 17:59
      Highlight Highlight Das stimmt nicht

      Die meisten sind sehr wohl, sehr gut isoliert worden.
    • D(r)ummer 06.07.2018 17:27
      Highlight Highlight Das Detail liegt an der Aussenseite vom Handschuh des Astronauten.

      Ok, die meisten Proben liegen heute in vielen Laboren (relativ ungeschützt) einfach zugänglich herum.

      Da hat die NASA zu wenig unternommen.

      Egal, es ist schwierig in diesem Fall nachzuweisen, dass es vom Mond stammt (da dieser sehr stark der Erde gleicht).

    • goschi 06.07.2018 19:03
      Highlight Highlight Nein, die meisten Proben liegen noch immer in ihren Containments in denen sie auf dem Mond verpackt wurden im NASA-Lager
      Nur ein Bruchteil der Proben wurde überhaupt je geöffnet und noch weniger herausgegeben.
  • MikoGee 05.07.2018 11:08
    Highlight Highlight Cave Johnson for the win
    Benutzer Bild
  • Ms. Song 05.07.2018 10:48
    Highlight Highlight So ein Theater um ein bisschen Staub vom Parkplatz des Filmstudios?
  • Clife 05.07.2018 10:30
    Highlight Highlight Wieso bitteschön, gehört alles Material aus dem Weltall dem Staat? Was für eine verschwendete Panikmache. Ist doch wurscht, ob das echter Mondstaub ist oder nicht, wirklich etwas machen kann man damit nicht
    • MikoGee 05.07.2018 10:56
      Highlight Highlight Die NASA betrachtet alles vom MOND mitgebrachte Material als Staatseigentum weil der Staat dafür bezahlt hat, was ja auch logisch ist. Ausserdem ist der Wert für die Wissenschaft sicherlich grösser als für eine Privatperson, egal wie sentimental dieser sein mag.
    • ARoq 05.07.2018 11:10
      Highlight Highlight Weil der Staat dafür aufgekommen ist.
      Minenarbeiter dürfen beispielsweise Gold das sie gefunden haben in der Regel auch nicht behalten oder weitergeben.

      Indes wäre es mit der richtigen Methode recht einfach, Mondstaub zu identifizieren. Hier wurde aber nur eine Massenspektrometrie durchgeführt. Daher ist davon auszugehen dass die Probe nicht echt ist.
    • goschi 05.07.2018 11:56
      Highlight Highlight nein, alles Material, das im Rahmen der Apollo-Missionen vom Mond geholt wurde gehört der NASA.

      Was auch korrekt ist, schliesslich war das eine (wissenschaftliche) staatliche Mission, finanziert vom Staat, ergo gehören alle Ergebnisse davon dem Staat.
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