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Dank einer vorbeiziehenden Galaxie: Schweizer Astronomen entdecken abgelegensten Stern



Ein internationales Forschungsteam mit Schweizer Beteiligung hat einen Stern entdeckt, der neun Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Damit ist er der abgelegenste bisher bekannte Stern.

Der Stern, dem die Forscher den Übernamen Ikarus gaben, konnte nur dank dem Gravitationslinseneffekt überhaupt beobachtet werden. Sein Licht wäre unter normalen Umständen zu schwach, um von der Erde aus erhascht zu werden, wie die Universität Genf am Montag mitteilte.

Der Gravitationslinseneffekt kommt zustande, wenn ein Objekt mit grosser Masse wie etwa eine Galaxie zwischen dem Beobachter und dem Stern, den dieser anvisiert, vorbeizieht. Die Masse der Galaxie verstärkt dabei das Licht, das der Stern abstrahlt. So ist dieser besser sichtbar.

ZUM 25. JAHRESTAG DES STARTS DES HUBBLE-WELTRAUMTELESKOPS HST AM FREITAG, 24. APRIL 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - The Hubble Space Telescope is shown in this February 19, 1997 photo. After two months of aggravating launch delays and shuttle problems that never seemed to end, astronauts are about to embark on a mission to save the crippled telescope Saturday, December 4, 1999, in Cape Canaveral, Fla. (KEYSTONE/AP Photo/NASA/Str)

Der Stern wurde mit Hilfe des Hubble-Teleskops entdeckt. Bild: AP NASA

Dies machten sich der Astronom Patrick Kelly der Universität Minnesota und seine Kollegen der Universität Genf und der ETH Lausanne zunutze. Eine Anhäufung von Galaxien rund fünf Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt verhalf dazu, dass die Wissenschaftler den Stern mit dem hochauflösenden Hubble-Teleskop erkennen konnten. Die Forscher berichteten darüber in der Fachzeitschrift «Nature Astronomy».

«Wir haben zum ersten Mal einen Stern beobachtet, der um die neun Milliarden Lichtjahre weit weg ist», wird Jean-Paul Kneib, Professor im Astronomie-Labor der ETH Lausanne, in der Mitteilung zitiert. Ikarus «befindet sich mindestens 100 Mal weiter weg, als der bisher entlegenste Stern, den wir bis anhin studieren konnten, abgesehen von den Explosionen der Supernovae», so Kelly.

Im Fall von Ikarus, dessen offizielle Bezeichnung «MACS J1149+2223 Lensed Star 1» lautet, verstärkten die Galaxien das Licht des Sterns um den Faktor 2000 statt um den Faktor 600, wie zu erwarten gewesen wäre. Deshalb gehen die Forscher davon aus, dass die Galaxien nicht alleine für diesen Effekt sorgten. Es sei anzunehmen, dass ein anderer Stern den Effekt verstärkt habe.

Ein solch seltenes Phänomen zu beobachten ist für die Wissenschaftler ein Glücksfall. «Wir haben dadurch enorm viele Informationen über den Stern und seine Umgebung sammeln können», wird Antonio Cava vom Departement für Astronomie der Universität Genf zitiert. So konnte Ikarus als Blauer Überriese klassifiziert werden, der mehrere tausend Mal stärker leuchtet als die Sonne. (sda)

«Alles ist einfacher, wenn man schwebt»

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • StealthPanda 03.04.2018 16:10
    Highlight Highlight Mich würde es interessieren wie der stern heute aussieht schliesslich ist das bild das wir empfangen haben 9Mia. Jahre alt. Aber um diese frage zu beantworten müssen wir hoffentlich nicht solange warten.
    • velolove 04.04.2018 23:13
      Highlight Highlight Doch müssen wir. Das Licht braucht eben so lange um von diesem Stern zu uns zu kommen. Eine schnelle Möglichkeit Informationen zu bekommen als die Lichtgeschwindigkeit gibt es nicht. Es wurde ja nicht eingefangen, ein paar Milliarden Jahre eingelagert und erst dann von Hubble empfangen.

      Man könnte auch sagen, dass der Stern jetzt so aussieht wie wir ihn jetzt sehen (für uns). das hat dann, so weit ich weiss, mit "die Zeit ist relativ" zu tun. nach Einstein gibt es kein einheitliches "jetzt".
  • Toto 02.04.2018 20:33
    Highlight Highlight Potztausend welch ein Fortschritt !!!
    Dabei sterben x-tausend Kinder jeden Tag...
    • MeineMeinung 02.04.2018 21:36
      Highlight Highlight Was hat das bitte miteinander zu tun?
    • Toto 02.04.2018 22:07
      Highlight Highlight Was bringt das Ihnen???
    • bokl 02.04.2018 22:37
      Highlight Highlight @Toto
      Und während sie diesen Artikel gelesen und kommentiert haben ist auch ein Kind gestorben, welches Sie hätten retten können, wenn sie es mit all ihren finanziellen und physischen Mitteln bei den Ärmsten der Welt versucht hätten ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • LacrimDeCartie 02.04.2018 18:52
    Highlight Highlight Leider kenne ich mich in diesem Thema nicht aus und bin eventuell genau deswegen immer wieder do verblüfft wenn man zum einen einen Stern in dieser Entfernung ausmachen und dann auch noch kategorisieren kann, aber auf der Erde selber keine Ahnung davon haben was war und was es noch alles gibt, was noch unentdeckt ist. Gratuliere den SternenGuxer :-)
  • Zeit_Genosse 02.04.2018 18:11
    Highlight Highlight Das sind
    9‘000‘000‘000 x 9’460’730’472’580,8 Km.
    Und das mit einem in die Jahre gekommen und stetig upgedateten Weltraumteleskop. Da mutete es manchmal schon befremdlich an, bei welchen technischen Hürden wir im Alltag scheitern 😀
    • Klirrfactor 02.04.2018 19:02
      Highlight Highlight Vor allem wenn man bedenkt, dass das Hubble Teleskop seine Startschwierigkeiten hatte.

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