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Bild: unsplash

Der Staat, dein Feind?

Wer ist dieser viel verfluchte Staat eigentlich? Und sind nicht vielmehr wir selbst das Problem? Das fragen wir uns im dritten Teil dieser Freiheits-Serie.

06.09.18, 10:04 07.09.18, 16:04


Freiheits-Serie

Diese vierteilige Serie wird sich der grossen Frage widmen, was Freiheit in der heutigen Welt alles bedeuten kann. Eins sei schon mal vorausgeschickt: Es ist viel. Es ist ein eher waghalsiges Unterfangen, das mit ein bisschen Philosophie, Staatstheorie, Rechtskunde, aktuellen Abstimmungen und meiner eigenen Meinung (stets an der kursiven Schrift zu erkennen) versucht – und die Betonung liegt auf «versucht» – ein bisschen Ordnung in dieses wichtige Thema zu bringen. Und vielleicht führt es ja zu regen Diskussionen in der Kommentarspalte, was mich ausserordentlich freuen würde. 
Die Serie umfasst die folgenden Artikel:
Teil I: Die Freiheit ist ein verzwicktes Zwitterwesen
Teil II: Der ewige Kampf zwischen Gleichheit und Freiheit
Teil III: Der Staat, dein Feind?
Teil IV: Zwischen Empörungs-Hashtags und wahrer Unmenschlichkeit

«Auf seine Freiheit verzichten, heisst auf seine Menschenwürde, seine Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.»

Jean-Jacques Rousseau

Der Genfer Philosoph meint mit Freiheit die Nutzung des eigenen Willens. Auf diesen zu verzichten würde nichts Geringeres bedeuten, als seiner Natur zu entsagen. Es ist also unsere Pflicht als Menschen, ihn auch zu benutzen, uns nicht einfach führen zu lassen. Schliesslich haben wir uns nicht umsonst gegen die Gesslers dieser Welt gestemmt! 

Aus freiem Willen haben die Schweizer sich zusammengeschlossen. Wir sind eine Willensnation und unser gemeinsamer Wille richtet sich heute wie damals vor allem auf eines: unsere Freiheit. Und mögen die kühnen Schlachten und Kämpfe unserer Vorfahren für Freiheit und Unabhängigkeit auch ein Mythos sein, Wirkungsmacht haben sie trotzdem entfaltet.

Die alten Geschichten von heroischen Helvetiern prägen seit Jahrzehnten unser Selbstbild, sie sind unser kulturelles Erbe und sie werden immer wieder gern politisch ausgeschlachtet – Fiktion hin oder her.

Eine Kopie der Wilhelm-Tell-Statue von Altdorf in New York, 2016. bild: gerry hofstetter

Wir ertragen die Vorstellung eines übermächtigen Staates nicht,  wir lieben unsere kleinflächigen Strukturen, in denen wir selbst bestimmen können. Wir sind Föderalisten in einem nichtzentralisierten Land. Und die Freiheit ist das Heiligtum, das wir mit unseren Fäusten verteidigen.

Darauf ist wohl dieser generelle Schweizerische Abwehrreflex gegen den Staat zurückzuführen. Wenn dieser wieder einmal so väterlich von oben in unsere Freiheit hineinfingern will. Das macht er im Namen der Gerechtigkeit (vgl. Teil II), aber auch im Namen der Sicherheit – oder unserer Gesundheit zuliebe, die von der Tabak- und Zuckerindustrie bedroht wird. 

Die vom Neuenburger Parlament gewünschte Zuckersteuer wurde von National- und Ständerat im Frühling dieses Jahres klar abgelehnt. Dem neuen Nachrichtendienstgesetz haben wir 2016 allerdings mit deutlichen 65,5 % zugestimmt.

bild: unsplash

Die Schweizer wünschen sich offenbar beim Thema Übergewicht und Gesundheit Eigenverantwortung und setzen lieber auf Aufklärung als auf staatliche Massnahmen. Für unsere Sicherheit aber darf der Geheimdienst nun unsere Telefone abhören, unsere Zimmer verwanzen und in unsere PCs eindringen, sprich, in unsere intimsten Bereiche vorstossen.

Dieser Entscheid ist wohl in hohem Masse der vorherrschenden Angst vor Terror geschuldet. Denn, so mag man sich denken, wenn wir nicht mehr sicher sind, dann verlieren wir unsere Freiheit sowieso.

Für das Gefühl von Sicherheit lässt sich die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung also in ihre Privatangelegenheiten linsen. 

«Zum einen will ich in Ruhe meine Pornos glotzen können ohne dass jemand mitschneidet, andererseits mag ich's nicht, wenn der Flieger explodiert, in dem ich gerade sitze. Und dass der Flieger nicht explodiert, fordert halt seine Opfer.»

Ein ehrlicher watson-Mitarbeiter

Und damit sind wir auch schon wieder bei der eigentlichen Uraufgabe des Staates angelangt: Er muss den Frieden wahren. Durch Armee, Polizei und nun eben auch durch einen mit sehr weitreichenden Kompetenzen ausgestatteten Geheimdienst soll er für die Sicherheit seiner Bürger sorgen. 

bild: EPA/SALVATORE DI NOLFI

Ist dieser Staat unser Feind? 

In erster Linie ist er das genaue Gegenteil. Er ist der Hüter unserer Freiheit. Er ist die Instanz, die Recht festlegt und dessen Befolgung sichert. Denn ausserhalb dieser Ordnung, ausserhalb dieser möglichst gewaltfrei gehaltenen Zone, ist überhaupt keine Freiheit möglich (vgl. Teil I).

«Die Freiheit ist das Recht, alles tun zu dürfen, was die Gesetze erlauben.»

Montesquieu

Die Frage ist nur, wie man Sicherheit definiert – und ob man sich nicht sicher oder bereits bevormundet fühlt. 

Wir können also nicht ohne den Staat, sonst verlören wir unsere rechtlich garantierte Freiheit. Da er dadurch aber in einer sehr starken Position ist, muss sein Handeln auch stets auf Freiheit hin orientiert bleiben.

«Wer stark genug ist, alle zu schützen, ist auch stark genug, alle zu unterdrücken.»

Thomas Hobbes

Gewährleistet wird diese Orientierung auf die Freiheit durch die Gewaltenteilung, die Unabhängigkeit der Gerichte, die freie Presse und die politische Teilnahme der Bürger am staatlichen Leben.

Ist dieser Staat unser Feind?

Ernst-Wolfgang Böckenförde, seines Zeichens ehemaliger Richter des deutschen Verfassungsgerichts und Rechtsphilosoph, meint, dass dieser Dualismus von Gesellschaft und Staat, der für ein solches Feindbild nötig ist, im Grunde überholt sei. Denn da ist nicht einfach der über alle Köpfe hinweg entscheidende Staat auf der einen und die befehlsempfangende Gesellschaft auf der anderen Seite. Das war im Spätabsolutismus so, als das Königtum mit seinem Beamtenstab und dem Heer den Staat alleine trug und vom Bürgertum institutionell getrennt war.

Heute aber sind Staat und Gesellschaft viel enger miteinander verbunden, ein Staatsbeamter ist immer auch Teil der Gesellschaft. Zwischen den beiden besteht eine Wechselbeziehung – und vor allem ein Konsens. Ohne diesen wäre ein Staat nicht wirkungsmächtig.

Der Grad dieses Konsenses ist abhängig von der jeweiligen Staatsform und ihrer Ausgestaltung. In der Schweiz mit ihrer halbdirekten Demokratie müsste er ziemlich hoch sein, während er in Nordkorea gegen Null tendiert. Ganz entbehren kann ihn jedoch nicht einmal eine Diktatur.

Universitätsstudenten tragen nordkoreanische Fahnen unter Bronzestatuen der verstorbenen Führer Kim Il-sung und Kim Jong-il, Pjöngjang, 2017. bild: ap/bearbeitung watson

In totalitären Staaten ist die staatliche Zuständigkeit unbegrenzt, sie reicht mitten hinein in die privaten Lebensräume des Individuums. Laut Hannah Arendt macht genau dies den flächendeckenden Terror aus: Die Grenzen zwischen Zivilem und Militärischem lösen sich gänzlich auf, und die totale Gewalt zerstört sogar die intimsten zwischenmenschlichen Bande. Im Dritten Reich geschah dies durch die gesetzliche Regulierung von Eheschliessungen, das Ausspionieren und Denunzieren von Nachbarn, Freunden und Familienmitgliedern.

Ein solcher Staat ist nur noch das Vollzugsorgan einer Partei oder einer Gruppe, und hat seine Ausrichtung auf die Allgemeinheit vollends verloren. 

In einem demokratischen System aber muss sich am Ende alle Entscheidungsgewalt aufs Volk zurückführen lassen. Im Grunde heisst das: Die Gesellschaft ist auch der Staat. Aber eben nicht in allen Bereichen. Die Religions- und die Meinungsfreiheit beispielsweise sind individuelle Freiheiten, in die der staatliche Regulierungsarm möglichst nicht hineingreifen sollte. 

Demonstration gegen den Staatsbesuch des iranischen Präsidenten Hassan Rohani in Bern, Juli 2018. bild: keystone/bearbeitung watson

Dann wiederum gibt es notwendig staatliche Aufgaben wie das Rechtswesen, oder öffentliche Aufgaben, die staatlich organisiert sein können, aber nicht müssen. Hierzu gehören beispielsweise das Spital- oder das Schulwesen und die Pflege und Einrichtung von Spielplätzen. 

Wir brauchen die Unterscheidung Gesellschaft vs. Staat also, um unsere gesellschaftlichen und individuellen Freiheiten vom staatlichen Aufgabenbereich zu trennen. 

Wir kommen so in den Genuss einer politischen Freiheit, die darin besteht, wählen zu dürfen, und einer bürgerlichen Freiheit. Ohne diese zweite Freiheit herrschte die totale Demokratie, in ihr würden stets alle über alles beschliessen. So ähnlich ging das im antiken Griechenland zu und her, wo jeder als «Idiot» (griech. idiotes, nicht wertende Bezeichnung für einen Privatmann) galt, der sich aus den Angelegenheiten der Polis heraushielt oder keine politischen Ämter wahrnahm. 

Bei uns herrscht kein Zwang zur politischen Teilnahme, wir sind frei. Und zwar im demokratischen Prozess (wen wählen wir, wofür stimmen wir?) wie auch gegenüber diesem (will ich wählen/abstimmen oder nicht?).

Ein Plakat der Gegner der Vollgeld-Initiative, die im Juni 2018 vom Schweizer Stimmvolk abgelehnt wurde. bild: keystone

Dadurch, dass wir nicht mehr nur in einem Rechtsstaat, sondern ebenso in einem Sozialstaat leben, hat die Interventionsfreude des Staates notwendigerweise zugenommen. Er versucht zu regulieren, auszugleichen und umzuverteilen, um soziale Ungleichheiten möglichst zu beseitigen.

Er muss das tun, weil sonst die rechtlich garantierte Freiheit für viele Menschen zum leeren Versprechen würde. Um frei leben zu können, muss auch eine gewisse finanzielle Sicherheit gewährleistet sein. Und hier wären wir wieder beim Grundproblem unseres liberalen Systems angelangt: der Ausbalancierung von Gleichheit und Freiheit (vgl. Teil II). Denn die vor allem wirtschaftliche Freiheitsbetätigung schafft immer wieder neue Ungleichheiten und der Staat muss diese möglichst ausgleichen. Seine Aufgabe ist es, die individuelle und gesellschaftliche Freiheit genauso real zu halten wie die rechtliche Gleichheit. 

Staatliche Eingriffe sind also im Einklang mit unserer Verfassung, solange sie im Bestreben vorgenommen werden, den allermeisten Gliedern der Gesellschaft zu einem freien Dasein mit den gleichen Chancen zu verhelfen. Dabei ist die Massbestimmung entscheidend. Weder ein reiner Wohlfahrtsstaat noch ein dem Prinzip des Laissez-faire folgender Nachtwächterstaat sind die Lösung. 

Und bei dieser Massfrage scheiden sich für gewöhnlich die Geister: Manche sehen im Rauchverbot auf den Perrons der SBB eine Bevormundung im Namen der Gesundheit, andere erleben es als Beschneidung ihrer Freiheit, wenn sie fremden Zigarettenqualm in die Nase bekommen. 

bild: unsplash

Unerlässlich scheint mir bei der ganzen Sache, dass staatliche Bestimmungen stets die Freiheit im Sinne haben. Folgt der Staat stattdessen irgendeinem weiterreichenden politischen Ziel, wird es gefährlich. Seine Handlungen müssen möglichst gesinnungsfrei sein. Denn sobald er eine klare Gesinnung verrät, die über die Verfassungsgrundsätze hinausgeht, ist er schwach. Und wenn er schwach ist, ist es ebenso die Gesellschaft, die er in sich organisiert.

Eine solche Gesellschaft ist nicht mehr konsensfähig. In ihr walten zu viele Widersprüche, sie erträgt die Freiheit nicht mehr. Das müssen wir unbedingt verhindern. Und zwar möglichst ohne unsere Freiheit dafür zu opfern. Gesetze, die aus einer bestimmten Gesinnung heraus entstehen, sind ganz sicher nicht die Lösung. Damit bringen wir uns bloss selbstverschuldet in die Unmündigkeit zurück. Ebenso wenig dürfen durch gescheiterte Integration «Parallelgesellschaften» entstehen, die dann nach ihren eigenen Regeln leben. Und bisher haben wir das in der Schweiz doch ganz gut hingekriegt.

Dafür brauche ich aber kein Burkaverbot in unserer Verfassung noch eine Gesellschaft, die das Verurteilen von «Tätern» und Beschützen von «Opfern» selbst übernommen hat und mit Hashtags und Shitstorms ihre schablonenhafte Empörung im Stundentakt ins Internet körbelt.

Was ist das nur für eine Gesellschaft, die mit jedem Kopftuch den Untergang des Abendlandes näherrücken sieht und hinter jedem Witz eine rassistische Beleidigung wittert? 

Die einen wollen die Freiheit aus Angst, die anderen wollen sie im Namen der Korrektheit beschneiden. Ja, wir sind verschieden. Darum müssen wir uns verständigen. Oder sind wir vor lauter individualistischer Entfaltung unfähig geworden, auch Gattungswesen zu sein? Was ist nur aus dem guten alten «leben und leben lassen» geworden?

Wir müssen wieder konsensfähig werden!

Das ist wohl die grosse Herausforderung unserer pluralistischen Gesellschaft.

Der Nationalstaat des 19. Jahrhunderts hat versucht, homogene Gesellschaften herbeizuideologisieren, er verkündete eine Leitkultur und eine Leitgruppe, an die sich der Rest angleichen musste. Wo das hingeführt hat, wissen wir. Andererseits scheint es schwer vorstellbar, eine Gesellschaft zu vereinen, wenn sie vor lauter Gegensätzen keinen gemeinsamen Wertehorizont mehr teilt. 

Und was sollen diese vielbeschworenen Werte überhaupt sein? Was eint uns noch?

Hach.

Alles ist so schwierig.

Darum gönnen wir uns doch eine Pause und wenden uns den Werten im nächsten Teil zu.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • whatthepuck 07.09.2018 17:52
    Highlight Ich glaube, das Verhältnis Staat-Gesellschaft ist immer schwierig, weil in einer starken Regierung verschiedene, zwangsläufig auch gegensätzliche Meinungen abgebildet sind, die in unterschiedliche Richtungen politisieren. Was dabei herauskommt ist letztlich oft ein Kompromiss und das, was man im Nachhinein dann als "den Konsens" bezeichnet. Quasi ein nie endender Iterationsprozess.

    Was rauer geworden ist, ist mMn vielmehr das globale politische und wirtschaftliche Klima. Die Wohlfühljahre des grenzenlosen Wachstums der Nachkriegszeit sind vorbei. Es wird enger und ungemütlicher.
    2 0 Melden
  • Liselote Meier 06.09.2018 18:30
    Highlight "Aus freiem Willen haben die Schweizer sich zusammengeschlossen".

    Die Schweiz ist durchaus eine Willenensnation, das mit dem freien Willen ist aber mehr Mythos als geschichtliche Realität.

    Die alte Eidgenossenschaft hat sich militärisch Gebiete einverleibt, freie Bürger waren nur einige Talschaften und die städische Oberschicht, ein grossteil waren Untertanen und Leibeigene.

    Der Staatsgründung Schweiz 1848 ging der Sonderbundskrieg voraus. Die Konservativen lehnten einen Bundesstaat kategorisch ab, da dieser libaral dominiert wäre. Wurden schliesslich geschlagen und gezwungen.


    14 2 Melden
    • Liselote Meier 06.09.2018 18:58
      Highlight Ein Beispiel aus 2 Sonderbundskantonen. Bei der ratifizierung der Bundesverfassung zählte die liberal eingesetzte Regierung in Luzern die Nein Stimmen zu den Ja Stimmen, im Kanton Freiburg verbot die liberal eingestzte Regierung die Abstimmung sogar.

      Die Staaten Frankreich, Preussen und Österreich-Ungarn, welche die Sonderbundskantone unterstützen, erwogen sogar eine Intervention falls ein Bundesstaat ausgerufen würde, da der Vertrag von 1815 es ausdrücklich Verbot.

      Dazu kam es aber nicht der Sonderbund rasch militärisch bezwungen wurde und die Februar und Märzrevolution sie banden.





      7 0 Melden
    • AenduF 08.09.2018 09:23
      Highlight Danke für die sehr intressante Kurzexkursion in die Entstehungsgeschichte dr Schweiz.
      0 0 Melden
  • Hey Lucinda 06.09.2018 14:43
    Highlight Auf der Welt ist alles strukturiert. Auch unsere Vorstellung und Definition von Freiheit. Was sie ist, was sie darf und was nicht. Wir leben noch keine bedingungslose, uneingeschränkte Freiheit. Dazu fehlt uns das Vertrauen! Wir fragen uns stets „Wo beginnt es, wo hört es auf“ und manifestieren es in Form von Grundrechten in unserem Gesetzbuch. Diese Wertung, dieses Urteil von Gut + Böse ist aber nie rational sondern stets emotional (dort wo wir noch nicht hinsehen wollen). Ps: Der Begriff Ur-Teil weist darauf hin dass es einen Urzustand gibt. Dieser Urzustand lautet „Wir sind alle gleich“.
    5 2 Melden
  • P.Rediger 06.09.2018 13:02
    Highlight Das Statement mit den Pornos und dem explodierenden Flieger zeigt sehr gut auf, wie irrational Entscheidungen, welche tiefgreifende Einflüsse haben, vielfach getroffen werden. Da stimmt man dem staatlichen Eingriff in die Privatsphäre zu, weil man mehr Sicherheit will und ist gleichzeitig gegen mehr Tempokontrollen auf den Strassen, weil das ein zu grosser Eingriff und Abzocke sei. Obwohl die Statistiken genau aufzeigen, dass die Chance im Strassenverkehr ums Leben zu kommen um ein vielfaches grösser ist, als bei einem Terroranschlag getötet zu werden. Aber Schuld ist dann immer der Staat.
    19 2 Melden
    • Hey Lucinda 06.09.2018 15:37
      Highlight Alle politischen Seiten ergreifen Massnahmen die einer stärkeren Kontrolle, Überwachung und Zensur dienen. Egal ob es die Demokratie, das Internet oder Bargeld betrifft. Liberalismus tut dasselbe wie Populismus. Man will die Gesellschaft den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen anpassen. Man vertraut und baut nicht darauf, dass man genügend Leute für seine Sache gewinnen und anziehen wird, also lügt, manipuliert, droht man um seine Ziele zu erreichen. Chaos schaffte das Bedürfnis nach Kontrolle. m.E. ist es genau umgekehrt: Kontrolle schafft Chaos. Vertrauen schafft Ordnung.
      5 0 Melden
  • ruskan 06.09.2018 12:40
    Highlight Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

    Und ich warte bis das Kartenhaus einbricht...

    Was bringt uns eine 50% Freiheit? Können wir überhaupt mit freiheit umgehen? Beispiel Drohnen. Die Leute fliegen mit den Dingern an Flughäfen rum und in Naturschutzzonen. Ist gefährlich bzw nicht gerade sehr achtsam somit muss man eingreifen. Wenn der Menschenverstand versagt hat man also kein recht auf freiheit. Meine schlussfolgerung...
    8 7 Melden
  • The Origin Gra 06.09.2018 12:25
    Highlight Danke für einen weiteren Staatsphilosophischen spannenden Teil.

    Der Text lädt zum Nachdenken über Freiheit und Staat ein.

    Vielen Dank :)
    12 1 Melden
  • swisskiss 06.09.2018 11:51
    Highlight Liebe Anna. Schöner Text, aber für mein Empfinden etwas zu negativ.
    Die Diskussion zur Konsensfähigkeit gibts seit 50 Jahren und ist aktuell durch die FDP/SVP Dominanz in BR und NR etwas schärfer.
    Das Verhältnis Sicherheit/Freiheit wird seit 68 geführt und kocht immer auf, wenn vermeintliche Gefahren die Staatsordnung und Gesellschaft zu bedrohen scheinen.

    Trotz allen Unkenrufen, glaube ich nicht, dass die Freiheiten in unserem Staat gefährdet sind. Neben dem Regulativ des Volkswillens wirkt immer noch Kants kategorischer Imperativ als Leitlinie der meisten Schweizer Politiker.
    15 6 Melden
    • Anna Rothenfluh 06.09.2018 12:48
      Highlight Ja, da hast du wohl recht, ich hab ganz schön schwarz gemalt. Ich bin nur manchmal etwas beunruhigt, mich dünkt der Ton ist irgendwie schärfer geworden, die politischen Positionen so radikal und die gesellschaftlichen Diskussionen so gehässig. Aber umso besser, wenn ich mich täusche und das alles nicht wirklich ein Grund zur Sorge ist.
      15 1 Melden
    • The Origin Gra 06.09.2018 12:58
      Highlight Also auch ich finde das der Ton extrem Scharf geworden ist und das in Bern nur noch Ideologische Fähneriche Unterwegs sind die Stramm der Partei- und Ideologienfahne nachspazieren.
      9 2 Melden
    • swisskiss 06.09.2018 13:52
      Highlight Anna Rothenfluh: Du hast es richtig wahrgenommen. Der Ton ist schärfer geworden und der Respekt vor dem Gegenüber samt Meinung ist geschwunden.

      Nichtsdestrotz ist der Inhalt entscheidend, was eine Aussage ausmacht, ohne das man zuviel Gewicht auf die Form legt. Vielleicht ist dies auch eine Auswirkung der (a)sozialen Medien, wie auch anderer Erzeugnisse unserer Zeit.

      Für mich ist nicht die Frage, ob der Mensch die neuen technischen Möglichkeiten braucht, sonder ob er in der Lage ist, emotional und intellektuell mit der Entwicklung mitzuhalten.
      9 1 Melden
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 06.09.2018 11:46
    Highlight Ich will frei sein, frei wie der Wind wenn er weht.
    Ich will frei sein, frei wie ein Stern der am Himmel steht.


    Da wird ein Auto angezündet und ein Viertel zerstört.
    Die Freiheit nehm ich mir, denn ich kann sie mir nicht leisten.
    5 5 Melden
    • aglio e olio 06.09.2018 12:10
      Highlight So frei ist der Wind aber nicht. Er muss sich u.a. der Corioliskraft unterwerfen. ;)
      9 0 Melden
  • Rhabarber 06.09.2018 11:45
    Highlight Warum ist der Text nach dem Rauch-Bild kursiv und vorher nicht? Entgeht mir hier eine versteckte Bedeutung? Oder ist es nur ein Versehen? Falls Letzteres zutrifft, könnt ihr diesen Kommentar hier einfach löschen :-)
    3 1 Melden
    • Anna Rothenfluh 06.09.2018 12:49
      Highlight Der kursive Text ist meine ganz persönliche Meinung; ich hab das in der Infobox oben noch reingeschrieben, aber gut möglich, dass das Ganze etwas verwirrlich daherkommt, sorry dafür.
      12 1 Melden
    • Rhabarber 06.09.2018 13:33
      Highlight Kein Problem. War nur unsicher. Das Schöne bei Watson ist doch, dass man nachfragen kann und auch Antworten erhält. Danke :-)
      8 1 Melden
  • aglio e olio 06.09.2018 11:07
    Highlight "Was ist nur aus dem guten alten «leben und leben lassen» geworden?"
    Gab es das denn jemals wirklich?
    Ich meine, es war und ist eher eine Minderheit die tatsächlich nach dieser Prämisse handelte, und diese nicht nur zitiert wenn es um Eigenes geht.
    Gerade in der "guten alten Zeit", war gesellschaftliche Konformität doch viel bedeutsamer um Teil der Gesellschaft sein zu können.
    In den letzten Jahrzehnten gab es eine Entwicklung hin zu mehr Akzeptanz individueller Eigenheiten, in den letzten Jahren erkenne ich aber eine abnehmende Toleranz gegenüber individuellen Eigenheiten von Gruppen.
    35 5 Melden
    • schuldig 06.09.2018 12:23
      Highlight @aglio e olio
      dabei gehört diese Toleranz zu den
      Eckpfeilern der "Grundwerte" der
      Schweiz, anders wäre der Föderalismus nicht möglich.
      Liegt das Problem vllt. darin, dass wir Vorteile nur noch der Minderheit gönnen, der wir selbst angehören?
      7 2 Melden
    • aglio e olio 06.09.2018 14:01
      Highlight "Liegt das Problem vllt. darin, dass wir Vorteile nur noch der Minderheit gönnen, der wir selbst angehören?"

      Es ging mir nicht um Vorteile. Vielleicht spielt das aber eine Rolle.

      Eher darum, dass die Einstellung "leben und leben lassen", wie von Frau Rothenfluh bemerkt, etwas am dahinsiechen ist. Allerdings wie ich finde, weniger auf das Individuum bezogen, dafür mehr gruppenbezogen.
      Grund dafür könnte eine mehr oder weniger bewusste Abgrenzung sein, welche aus der Suche nach Identität entspringt.
      Damit landen wir hier:
      "Was eint uns noch?"


      5 0 Melden
  • pascii 06.09.2018 11:06
    Highlight Auch wenn das Linksaussen nie verstehen wird ist der Staat das letzte Bollwerk welches uns vor dem galoppierenden Irrsinn der freien Marktwirtschaft retten kann.

    Lieber mitmachen statt Gurkensalat. Oder Gurkensalat und mal was Konkretes.
    9 34 Melden
    • swisskiss 06.09.2018 11:29
      Highlight pascii: Nicht nur Linksaussen, sondern die gesamte Bandbreite des politischen Spektrums versteht sehr gut die Aufgaben des Staates. Ich verorte ein Nichterkennen der Zusammenhänge bei rechten Anhängern, wie das jüngste Beispiel der Waffenexporte wieder mal deutlich gezeigt hat.

      Genauso wie den Staat über die Ideologie zu setzen, ist kein Problem linker Politik, wenn man sieht, wer gegen Transparenz in Parteieninanzierung ist.

      "Mehr Freiheit weniger Staat" ist der Schlachtruf der liberalen Kräfte, die den Irsinn der freien Marktwirtschaft noch fördern wollen.
      27 4 Melden
  • Blog Chain 06.09.2018 11:06
    Highlight In der Schweiz ist das Volk der Staat, welcher wiederum aus vom Volk gewählten Vertretern besteht.
    Also wer gegen den Staat schimpft, beschimpft sich nicht zuletzt selbst.
    Unsere gern hochgehaltene Neutralität schützt uns nach aussen. In vielen Dingen brauchten wir lange keine Meinung und Aktionen. Natürlich haben wir bei international profitablen Entscheiden gerne unsere Gesetze angepasst. Z. B. Bankgeheimnis oder Steuerfüsse, die kaum ein anderes grösseres Land bieten kann. Viele glauben, wir seien besonders fleissig gewesen als andere. Mehrheitlich Glück. Dies ist vergänglich.
    43 22 Melden
    • Dominik Treier (1) 06.09.2018 11:17
      Highlight Das stimmt! Die Schweiz hat von den Entwicklungen seit dem 2. Weltkrieg massiv profitiert, vor allem weil man vom Wachstum aussen profitieren konnte, selbst aber verschont blieb. Diese Entwicklung gereichte uns um vom Armenhaus Europas ohne nennenswerte natürliche Ressourcen, zu einem reichen Land aufzusteigen. Dem Schweizer würde manchmal ein wenig bewusstsein, seines Glücks besser stehen, statt zu denken, dass hänge mit Fleiss und Eigenleistung zusammen! Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit inder Schweiz um 1900 wahren 60 Stunden, heute 42 und es feht uns viel besser...
      18 3 Melden
  • bürgervier 06.09.2018 11:05
    Highlight Der Staat und doe Gesellschaft sind eins. Ohne Staat keine Gesellschaft, ohne Gesellschaft kein Staat. Doch wie spielt die Politik da mit? Braucht es Politik? Wieso kann mit Politik so viel Geld verdient werden und ist das dann die Politik des Volkes oder die Politik der Konzerne? Müssen sich einzelne profilieren und dürfen diese dann sagen „ich weiss was das Volk will“? Persönlich würde ich es begrüssen, wenn der Anreiz ein politisches Amt zu übernehmen weder Machtgier noch Geld wäre. Aber ob irgendein System hierzu führen kann?
    14 2 Melden
  • Olmabrotwurst 06.09.2018 11:04
    Highlight Guter Text gefällt mir sehr :)
    8 2 Melden
  • Flow_04 06.09.2018 11:03
    Highlight jaja klar... wir sollen für unsere "SICHERHEIT" alles zu lassen und uns überall dem staat unterordnen, damit die Sicherheit gewährt ist. (absoluter bullshit) ich fühle mich eher unsicher wenn ich bei allem beobachtet werde...

    Sie versprechen uns Sicherheit aber wollen Waffen in Kriegsländer exportieren... na klar!?
    13 4 Melden
  • Denk nach 06.09.2018 10:56
    Highlight "Die einen wollen die Freiheit aus Angst, die anderen wollen sie im Namen der Korrektheit beschneiden. Ja, wir sind verschieden. Darum müssen wir uns verständigen. Oder sind wir vor lauter individualistischer Entfaltung unfähig geworden, auch Gattungswesen zu sein? Was ist nur aus dem guten alten «leben und leben lassen» geworden?

    Wir müssen wieder konsensfähig werden!"

    Toll geschrieben. Leider ist gerade dieser Konsens extrem unter Beschuss, obwohl das m. E. immer die Stärke der Schweiz war. Leider ist dieser durch die links und rechts Pole in der Politik arg gefährdet!
    9 1 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 06.09.2018 10:41
    Highlight Hm... Rousseau war mir immer zu kollektivistisch.
    4 3 Melden
  • Madison Pierce 06.09.2018 10:37
    Highlight Was mich zum Thema Staat aktuell am meisten beschäftigt, ist das aufkommende Gefühl, das sich der Staat nicht an die Gesetze hält. Dabei wäre das die Grundlage für einen Rechtsstaat.

    Es geht bei uns zum Glück nicht um willkürliche Hinrichtungen, sondern um eigentlich banale Sachen, die in der Menge aber störend sind.

    Zwei Beispiele:

    Kunsteisbahn Aarau: Keller zu klein geplant für Lüftung, Lüftung illegal auf Dach montiert, zu laut, bleibt "bis auf Weiteres" in Betrieb.

    Bayern: Politiker setzen Umweltschutzgesetze nicht durch, Justiz prüft Beugehaft (!) für die Regierung.
    7 15 Melden
    • Mitz en place 06.09.2018 12:39
      Highlight Beim zweiten Beispiel siehst du ja gerade, dass der Staat gut funktioniert: Gewaltentrennung
      2 0 Melden
    • Madison Pierce 06.09.2018 13:50
      Highlight Wie meinst Du das mit der Gewaltentrennung? Die Exekutive hat sich an Gesetze zu halten, auch ohne dass ihr die Judikative Zwangsmittel androht.

      Es ist sogar noch schlimmer: es wurde in dem Fall schon ein Bussgeld verhängt. Dieses wurde bezahlt (wohl aus der Staatskasse), aber weiter passiert ist nichts.

      In nächster Zeit wird wohl auch nichts passieren, denn anscheinend darf die Exekutive nicht in Beugehaft genommen werden. (Wohl ein Gesetz, das nach der Nazi-Zeit einen Missbrauch der Justiz verhindern soll.)
      2 0 Melden
  • Dafuq?! 06.09.2018 10:33
    Highlight Tolle Serie!! Freue mich auf den nächsten Teil.
    Es geht leider fast zu schnell zu ende :).

    Ich persönlich sehe, durch unser heutiges Parteienkonstrukt ein Problem in der Gesinnungsfreien Politik.

    Man fühlt sich beinahe verpflichtet sich nach einer Partei zu orientieren, will man den Überblick zwischen den Politikern und deren Richtung behalten. Aber Partei heisst immer auch Gesinnung.
    Die heutige Diskussionskultur tut sein übriges.

    Da frage ich mich, wie kann man die Menschen dazu anregen Gesinnungsfrei abzustimmen und über den Tellerrand seines Umfelds zu blicken?
    18 1 Melden
    • Z&Z 06.09.2018 12:33
      Highlight Ich schliesse mich an, interessante und schöne Serie. Auch ich habe Mühe mit der Parteiaufstellung in der heutigen Form. Ich persönlich kann mich absolut keiner Partei zuordnen. So gar nicht. Denn Keine hat eine Linie, mit der ich mich identifizieren kann. Weder links noch rechts. Und trotzdem interessieren mich Themen auf beiden Seiten. Also was bin ich ?
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    • Anna Rothenfluh 06.09.2018 12:57
      Highlight @Confused Dingo: Vielen Dank für deine lieben Worte, ich find es grad sehr grossartig, wie wunderbar hier in den Kommentaren diskutiert wird. Ohne Herumhässeln, alle schreiben einfach ihre Gedanken zum Thema.
      @Z&Z: Es geht mir genau gleich, und ich hab das Gefühl, es gibt immer mehr Schweizer, die keine wirkliche politische Heimat mehr haben.
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    • The Origin Gra 06.09.2018 20:54
      Highlight @Z&Z: Du denkst also bist Du 😉

      Nein im ernst, ich bin auch irgendwo dazwischen, berall und Niergends
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  • LibConTheo 06.09.2018 10:25
    Highlight Wen man sich die Frage beantworten will, ob der Staat unser (die Gesellschaft) Feind ist, sollte man sich, nebst den Ausführungen wie gut Sozial- und Rechtsstaat in einer halbdirekten Demokratie funktionieren, auch damit befassen, was der "Tiefe Staat" ist und wie sich dieser auf uns auswirkt / auswirken könnte.

    Das wäre mal ein spannendes Thema!
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  • Dschonnie 06.09.2018 10:23
    Highlight Gut geschireben.
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  • Petersilly 06.09.2018 10:18
    Highlight
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  • Watcher 06.09.2018 10:14
    Highlight Systemrelevant sind wir frei.
    Als Mensch müssen wir einiges und dürfen vieles nicht. Frei ist relativ, wir müssen Systemrelevant sein, frei und unabhängig kann man erst, wenn man sich vom System abkoppelt zum geistig sittlichen Wesen wird, dann ist man frei.
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Warum mir beim Dokfilm «Expedition Happiness» leider ein bisschen schlecht wurde

Meine Kollegin und ich haben gestern einen gravierenden Fehler begangen. Nein, wir waren nicht bis vier Uhr saufen, obwohl wir um sieben aufstehen und raus mit dem Hund müssen – sondern brav zuhause. Auf der Couch, wo wir die Doku «Expedition Happiness» auf Netflix angefangen haben – und aus dem Staunen über den deutschen Durchschnittstraum gar nicht mehr rausgekommen sind.  

Schon die ersten fünf Minuten brachten uns in Wallungen. Da sitzen zwei privilegierte Anfang-Zwanziger – Felix …

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