Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das Cern gibt grünes Licht für Jagd nach «Dunklen Photonen»



epa05825334 A handout photo made available by CERN on 02 March 2017, showing works in progress to upgrade the Compact Muon Solenoid or CMS that is part of CERN’s Large Hadron Collider. CERN officials said the upgrade, the first major upgrade of LHC, is used to replace a central component inside the Compact Muon Solenoid or CMS. Officials hope the upgrade, so-called pixel detector, will help them in gathering information on new particles.  EPA/CERN HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/CERN

Die Forschungskommission des Cern hat grünes Licht für ein neues Experiment gegeben, das nach neuen Teilchen suchen soll. Das «Faser»-Experiment wird das Physikprogramm der Organisation ergänzen und das Potenzial für Neuentdeckungen erhöhen.

Das «Faser»-Experiment (für «Forward Search Experiment») soll nach leichten, extrem schwach wechselwirkenden Teilchen suchen, die der Forschung bisher entgangen sind: Die vier Hauptdetektoren des Large Hadron Collider (LHC) können diese Teilchen nicht erkennen. Es könnte sein, dass sie aus den Detektoren entlang des LHC entweichen und nicht bemerkt werden, schrieb das Cern.

Zu den gesuchten Teilchen gehören beispielsweise «Dunkle Photonen», quasi Doppelgänger normaler Lichtteilchen, die mit Dunkler Materie assoziiert sind. Dunkle Materie macht rund 80 Prozent der gesamten Masse des Universums aus. Ihre Beschaffenheit ist jedoch ein grosses Rätsel: Sie wurde noch nie direkt nachgewiesen und im Labor untersucht.

Licht per Satelit

abspielen

Video: srf

Das Dunkle-Materie-Problem zeige, dass wir nicht wissen, woraus der Grossteil unseres Universums besteht, liess sich «Faser»-Coleiter Jonathan Feng von der University of California Irvine in einer Mitteilung seiner Hochschule zitieren. «Wir sind also sicher, dass es da draussen neue Teilchen gibt.»

480 Meter hinter «Atlas»

Der «Faser»-Detektor soll 480 Meter vom «Atlas»-Detektor entfernt platziert werden - dem Instrument, mit dem die Cern-Forschenden das Higgs-Boson nachgewiesen haben. Wenn die Protonenstrahlen den Interaktionspunkt des «Atlas»-Instruments passieren, entstehen allenfalls die neuen gesuchten Teilchen.

Anders als die Protonenstrahlen, die durch die LHC-Magnete auf eine geschwungene Bahn gelenkt werden, setzen die leichten, schwach wechselwirkenden Teilchen ihre Flugbahn in gerader Linie fort. Ihre «Zerfallsprodukte» würden dann vom «Faser»-Detektor erkannt, der immer dann aktiviert sein soll, wenn das «Atlas»-Experiment läuft.

Die neuen Teilchen würden nur wenig gestreut, weshalb es möglich sei, sie mit einem relativ kleinen und kostengünstigen Detektor mit hoher Empfindlichkeit nachzuweisen, schrieb das Cern. Das «Faser»-Instrument soll weniger als fünf Meter lang werden und einen Durchmesser von rund einem Meter haben. Es ist also ziemlich kompakt im Vergleich zum riesigen «Atlas»-Instrument.

Daten ab 2021

Das neue Instrument wird während der derzeitigen Wartungspause des LHC gebaut und in einem Seitentunnel entlang einer ungenutzten Übertragungsleitung installiert, die den LHC mit seinem Vorbeschleuniger, dem Super Proton Synchrotron verbindet. Um «Faser» schnell und kostengünstig bauen zu können, werden Detektor-Ersatzteile verwendet, die von den «Atlas»- und «LHCb»-Experimenten kostenlos bereitgestellt werden, so das Cern.

Das neue Instrument soll von 2021 bis 2023 Daten sammeln. In einer weiteren langen Wartungspause des LHC von 2024 bis 2026 wollen die CERN-Forschenden den noch grösseren «Faser 2»-Detektor installieren, der eine noch grössere Bandbreite bisher unbekannter Teilchen nachweisen könnte. (aeg/sda)

«Professoren und Professorinnen besitzen sehr viel Macht.»

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Mehr Science Porn (Wissenschaftspornografie)

Das ist der Querschnitt einer Nabelschnur – und 17 weitere Bilder zum Staunen

Link zum Artikel

19 Bilder und GIFs mit geilem Science Porn für Natur-Fetischisten

Link zum Artikel

17 GIFs & Bilder mit geilem Science Porn für den spitzen Wissenschaftler in dir

Link zum Artikel

Jetzt geht's an die Eier! 19 Bilder & GIFs für geilen Science Porn

Link zum Artikel

Jep, das ist ein Foto eines einzelnen Atoms. Es ist Zeit für geilen Science Porn!

Link zum Artikel

Science Porn! 21 Bilder, die beweisen, dass Wissenschaft auch ein bisschen geil macht

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Neue ETH-Studie zeigt: So simpel lässt sich der Klimawandel stoppen (eigentlich)

Bäume speichern riesige Mengen CO2. Das Crowther Lab der ETH Zürich forscht an naturbasierten Lösungen für den Klimawandel und hat nun im Fachblatt «Science» eine beeindruckende Berechnung präsentiert.

Es läuft harzig. Die Versuche der Menschheit, weniger CO2 auszustossen, fruchten nicht. Jahr um Jahr werden global mehr Treibhausgase ausgestossen. Umso stärker setzt die Welt ihre Hoffnungen in die Speicherung von CO2. Riesige Pumpen sollen das Gas aus der Luft filtern und im Boden verlochen, so die Zukunftsträume. Aber nicht nur ist der Effekt verschwindend klein, auch die Speicherung funktioniert noch nirgends.

Nun soll uns der Wald retten. Und in der Theorie könnte er das tatsächlich. Das …

Artikel lesen
Link zum Artikel