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Schweiz

Umwelt: Die Wolfspopulation in Europa wächst rasant.

ZUM ENTSCHEID DES STAENDERATS, DEN SCHUTZ DES WOLFS NICHT AUFZUHEBEN, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 9. MAERZ 2016 FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Two wolf cubs born end of May eat under the  ...
Bild: KEYSTONE

98 Rudel im Alpenraum – die Wolfspopulation in Europa ist rasant am Wachsen

03.11.2018, 04:5203.11.2018, 07:27

Die Wolfspopulation im Alpenraum ist innerhalb eines Jahres um knapp einen Drittel gewachsen. Laut der neusten Auswertung der Gruppe Wolf Schweiz lebten von Mai 2017 bis April 2018 in den Alpenländern nachgewiesenermassen 98 Rudel, vier davon in der Schweiz.

Dies entspreche einer Zunahme von insgesamt 23 Rudeln gegenüber dem Vorjahr, teilte die Gruppe Wolf Schweiz am Samstag auf ihrer Webseite mit. Als Rudel gelten Gruppen mit drei oder mehr Tieren.

Insgesamt lebten im Alpenraum im biologischen Jahr 2017-18 demnach 800 bis 1000 Wölfe. In der Schweiz lag der Bestand zwischen 30 und 40 Tieren. Die Auswertung basiert auf Monitoringdaten aus mehreren Ländern und Kantonen.

Stärkeres Wachstum erwartet

Die Zahl der Wölfe in der Schweiz dürfte in den kommenden Jahren stärker zunehmen als dies bisher der Fall war, wie es in der Mitteilung heisst. Das derzeitige Wachstum sei signifikant höher als das sonstige langjährige Mittel zwischen zehn und fünfzehn Prozent im Alpenraum. Das Tempo der Vermehrung zeige, dass sich die Wolfspopulation mittlerweile in der Phase des exponentiellen Wachstums befinde.

Der Schwerpunkt der bisherigen Rudelverbreitung lag gemäss der Analyse in den Südwestalpen in Frankreich sowie Italien und reichte bis in die Schweiz hinein. Für Frankreich zählt die Auswertung 57 Rudel, davon vier grenzüberschreitend mit Italien. In Italien lebten 40 Rudel. In Slowenien wurde ein Rudel nachgewiesen.

Für die Schweiz existiert der Nachweis von zwei Rudeln im Wallis, einem Rudel in Graubünden und einem im Tessin. In Graubünden hat sich in der Nähe des Ferienortes Flims laut den kantonalen Jagdaufseher Adrian Arquint möglicherweise in der Zwischenzeit ein zweites Rudel gebildet. Ein gesicherter Nachweis fehle aber noch, sagte er Mitte Oktober.

Auffällig sei die deutliche Zunahme der Wolfsrudel in den Ostalpen in der italienischen Provinz Venezien, wo sich offenkundig ein neues zusammenhängendes Wolfsvorkommen bilde. Die Präsenz mehrerer Paare im vergangenen biologischen Jahr habe bereits auf diese neue Rudelbildung hingedeutet.

Seit 1995 wieder in der Schweiz

In Westeuropa wurde der Wolf im 20. Jahrhundert fast vollständig ausgerottet. In die Schweiz wanderten 1995 wieder die ersten Wölfe ein. Immer wieder greifen sie dabei bei der Nahrungssuche auch Nutztiere wie Schafe an. Dies sorgt regelmässig für Konflikte mit Bauern und gelegentlich für ordentlich bewilligte Abschüsse der Raubtiere.

Wolfsrudel im Wallis

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Wolfsrudel im Wallis
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Der Bund will, dass der Wolf künftig in Europa nicht mehr «streng geschützt» sondern nur noch «geschützt» ist. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) reichte bei der Berner Konvention einen Antrag auf die Rückstufung des Raubtiers ein. Über den Antrag soll noch im November entschieden werden.

Würde der Antrag gutgeheissen, bliebe der Wolf zwar geschützt. Die Vertragsstaaten hätten aber beim Umgang mit ihm einen grösseren Spielraum. Sie würden indes verpflichtet bleiben, Schutz- und Interventionsmassnahmen gesetzlich zu regeln und mit nationalen Programmen den Wolfsbestand zu kontrollieren. (sda)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Thurgauo
03.11.2018 08:01registriert November 2017
Erstmal direkt wieder ans abknallen denken, typisch ... Bitte, als ob der Wolf in der Schweiz ein Problem wäre. Selbst wenn er jährlich ein paar hundert Nutztiere reissen würde, der entstandene finanzielle Schaden kann ja durch den Bund ersetzt werden. Der Betrag wäre im Vergleich zum Bundesbudget geradezu lächerlich!
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Eskimo (Inuit für die Selbstgerechten)
03.11.2018 09:06registriert Februar 2015
Schön. Hoffentlich schaffts auch der Bär.
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Nelson Muntz
03.11.2018 08:05registriert Juli 2017
Fehlt nur noch der Bär...
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Die Walser­zü­ge
Um 1150 bis 1450 wanderten die Walser in die rauen Hochlagen der Alpen aus, um die dortigen unkultivierten Weideflächen zu besiedeln und zu bewirtschaften. Es war eine der letzten grossen Völkerwanderungen im Mittelalter. Das Erbe des Walser Einfallsreichtums ist in der Schweizer Kultur noch immer von grosser Bedeutung.

Üblicherweise mieden die Römer die hohen Berge der Alpen, die sie «terra maledicta», also «verfluchte Erde» nannten. Die von feindseligen, barbarischen Völkern bewohnten unbarmherzigen Landschaften der Alpen schienen den Römern eine Welt weit abseits der ihnen vertrauten bestellten Felder und städtischen Zentren. Nach dem Rückzug der Römer aus dem Gebiet der heutigen Schweiz besiedelten die Alemannen das Mittelland, während sich die Burgunder im fünften Jahrhundert im Wallis niederliessen.

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