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Annäherung auf 6 Kilometer

Sturzflug geplant: Bald kann die «Rosetta»-Sonde den fauligen Eier-Geruch auf Tschuri riechen

Bislang umkreist die Sonde den Kometen Tschuri in 26 Kilometer Abstand. Doch schon bald soll «Rosetta» in einen Sturzflug übergehen und sich dem Brocken bis auf sechs Kilometer nähern. 

05.02.15, 09:53 05.02.15, 11:06

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Drei Monate nach dem spektakulären Absetzen eines Mini-Labors auf dem Kometen Tschuri will sich die Raumsonde «Rosetta» den Brocken bei einem Sturzflug aus nächster Nähe ansehen. Für den 14. Februar sei geplant, dass sich «Rosetta» bei ihrer Begleitung bis auf sechs Kilometer heranwagt, teilte die europäische Weltraumorganisation ESA mit.

Freude herrscht im Kontrollraum der ESA in Darmstadt: Der Roboter ist am 12. November 2014 auf dem Kometen gelandet.  Bild: EPA/DPA / ESA - J.Mai

Der aktuelle Abstand beträgt 26 Kilometer. Die geplante Annäherung erfordert ein kompliziertes Flugmanöver, in dessen Verlauf sich die Sonde zunächst bis auf 142 Kilometer vom Kometen entfernt. Dies wird am 7. Februar geschehen. Eine Woche später beträgt die Distanz dann nur noch sechs Kilometer.

«Das wird uns einzigartige wissenschaftliche Beobachtungen ermöglichen.»

Wie «Rosetta» aus dem Tiefschlaf erwachte

«Das wird uns einzigartige wissenschaftliche Beobachtungen ermöglichen», sagte «Rosetta»-Wissenschaftler Matt Taylor. Die Sonde wird vom ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt aus gesteuert. Hochauflösende Messungen sollen den Kometen auch «schmecken oder schnuppern». Bekannt ist, dass es bei Tschuri wegen des ausgegasten Kohlenwasserstoffs nach faulen Eiern riecht.

Tschuri rast Richtung Sonne, der er im August am nächsten sein wird. Dem Tiefflug soll auch der Schweif des Kometen Geheimnisse verraten. Kometen sind Überbleibsel aus der Entstehung des Sonnensystems vor 4.6 Milliarden Jahren.

Das Labor «Philae» macht wegen Strommangels Sendepause. Es ist im November auf der Oberfläche des Kometen gelandet, seinen genauen Standort kennen die Forscher allerdings nicht. Im Mai, so hoffen die Forscher, könnte das Mini-Labor aber nicht mehr im Schatten sein – die Batterie könnte dann von der Sonne wieder Energie tanken und das Minilabor aus dem Dornröschenschlaf aufwachen.

(hda/dpa)



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