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Vom Aussterben bedrohte Tiere

Good News vom chinesischen Forstamt: Den Pandas geht es besser

Mit grossflächigen Rodungen rottete China den Pandabären vor Jahrzehnten fast aus, nun wächst die Population wieder an: In freier Wildbahn leben 17 Prozent mehr der seltenen Tiere als vor zwölf Jahren. 

02.03.15, 10:00 02.03.15, 10:21


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Den vom Aussterben bedrohten Grossen Pandas in China geht es besser. Die Population der in freier Wildbahn lebenden Tiere ist in den vergangenen rund zehn Jahren um 268 auf 1864 Pandabären gestiegen, wie das chinesische Forstamt in Peking mitteilte. Im Vergleich zur vorigen Zählung der Tiere bis Ende 2003 ist ihre Zahl damit um rund 17 Prozent gewachsen. 

«Das ist ein wichtiger Erfolg», sagte Chen Fengxue, Chef der Forstbehörde. Ein Grund für die Entwicklung liege in den 27 neuen Schutzgebieten, die für die Tiere eingerichtet worden seien. Insgesamt gibt es in China damit 67 Reservate für die Grossen Pandas. 

 «Es gibt einen fundamentalen Konflikt zwischen dem Schutz der Pandas und ihren Lebensgewohnheiten auf der einen Seite und den wirtschaftlichen Interessen auf der anderen Seite.»

Chen Fengxue, Chef der Forstbehörde

Die Tierschutzorganisation WWF zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. «Das Überleben der Pandabären ist in China zu einer Herzensangelegenheit geworden und wird als nationale Aufgabe begriffen», sagte Volker Homes vom WWF Deutschland

Aber nicht alle Tiere leben in den Schutzgebieten. Die meisten wilden Pandabären leben in den Wäldern und Bergen von Chinas südwestlicher Provinz Sichuan. Sie haben sich auf ein Areal von rund 2,6 Millionen Hektar ausgedehnt, wo sie in mehr als einem Viertel des Gebietes noch grossen Gefahren ausgesetzt sind: Strassen und Schienen zerschneiden die Gebiete, Wälder werden abgeholzt und Städte breiten sich aus. 

Schutz der Pandabären ist nationales Anliegen

Laut der chinesischen Forstbehörde sind wegen dieser Faktoren 223 Grosse Pandabären akut bedroht. «Es gibt einen fundamentalen Konflikt zwischen dem Schutz der Pandas und ihren Lebensgewohnheiten auf der einen Seite und den wirtschaftlichen Interessen auf der anderen Seite», sagte Chen Fengxue. Er zählte die konkreten Gefahren für die Tiere auf: 319 Wasserwerke und Staudämme, 1339 Kilometer Strasse, 268,7 Kilometer Starkstromleitungen, 984 Siedlungen, 479 Minen und 25 Touristenattraktionen. 

China hat den Schutz der Pandabären zu einem nationalen Anliegen erklärt. Nachdem die Tiere aufgrund von Rodungen für die Landwirtschaft einen Grossteil ihres Lebensraums verloren hatten, liess die chinesische Regierung seit den Siebzigerjahren Aufzuchtstationen einrichten, in denen mittlerweile mehr als 200 Tiere leben. Vor wenigen Wochen waren mehrere Pandabären bei einem Ausbruch des Staupe-Virus in einer Zuchtanlage in Sichuan gestorben. Die Seuche gilt mittlerweile als eingedämmt. (mxw/dpa/afp)

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