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Erstaunliches aus der Tierwelt: Eine Liebesheirat unter Zebrafinken bringt mehr Nachwuchs

Turtelnde Zebrafinken: Zwangsheirat tut dem Nachwuchs nicht gut. 
Turtelnde Zebrafinken: Zwangsheirat tut dem Nachwuchs nicht gut. 
Bild: Shutterstock

Erstaunliches aus der Tierwelt: Eine Liebesheirat unter Zebrafinken bringt mehr Nachwuchs

16.09.2015, 21:43

Eine Liebesheirat kommt bei Zebrafinken dem Nachwuchs zugute. Die Vögel haben mehr Nachkommen, wenn sie ihren Lebenspartner frei wählen können. Das teilte das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Bayern mit.

Ist die Partnerschaft der Vögel erzwungen, blieben häufiger Eier unbefruchtet. Zebrafinken sind sozial monogam, suchen sich also einen Partner fürs Leben und betreiben eine intensive, gemeinsame Brutpflege. 

Auch Zwangsheiraten dauern meist lebenslang

Für ihre Untersuchung liessen die Wissenschaftler Zebrafinken-Singles zunächst einen Partner selbst aussuchen. Die Hälfte dieser Paare trennten sie dann wieder und brachten die Vögel mit einem anderen Partner zusammen. Dann hielten die Forscher die Tiere einige Zeit zu zweit. In dieser Zeit verfestigte sich die Paarbeziehung. Das war auch bei den Partnern der Fall, die sich nicht gegenseitig gewählt hatten. Zurück in der Kolonie trennten sich zwar erzwungene Paare häufiger wieder als freiwillig verpaarte Tiere, aber meistens blieben auch sie ein Leben lang zusammen.

Alle Paare legten zwar gleich viele Eier. In den Nestern der unter Zwang verpaarten Vögel verschwanden aber mehr Eier oder sie waren unbefruchtet. «Ausserdem starben mehr Küken nach dem Schlüpfen, die meisten innerhalb der ersten 48 Stunden», sagt Malika Ihle, Erstautorin der Studie.

In dieser Zeit hat der Vater die meiste Verantwortung für das Nest. Männchen in erzwungenen Partnerschaften schenkten den Jungen in dieser entscheidenden Zeit weniger Aufmerksamkeit.  

Weniger mit Fremden turteln

Die Wissenschaftler beobachteten die Paare über 1700 Stunden lang und stellten fest, dass sich die Männchen in der Balz nicht unterschieden. Die Weibchen mit einem zugewiesenen Partner waren dagegen weniger paarungsfreudig. Freiwillige Paare verhielten sich darüber hinaus harmonischer: Beim gegenseitigen Kraulen und einander Folgen verhielten sie sich synchroner, sassen näher beieinander und turtelten weniger mit Fremden als erzwungene Paare. (dhr/sda/dpa)

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