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Er war der letzte Mann seiner Art: Breitmaulnashorn Sudan ist tot 



Nun gibt es kaum noch Hoffnung für das seltenste Grosssäugetier der Welt: Am Montag ist das letzte männliche Exemplar des nördlichen Breitmaulnashorn gestorben. Das Tier mit dem Namen Sudan musste eingeschläfert werden. Es litt laut dem Ol-Pejeta-Reservat in Kenia an Altersschwäche. Jahrelang hatten Forscher versucht, mit Hilfe von Sudan die Spezies zu retten. 

Sudan wurde 1973 im heutigen Südsudan, damals noch Sudan, geboren. Er wurde gefangen genommen und zusammen mit weiteren Nashörnern in einen Zoo in Tschechien gebracht. Als jegliche Versuche der Fortpflanzung scheiterten, wurden vier der Nördlichen Breitmaulnashörner, darunter Sudan, 2009 nach Ol Pejeta gebracht. Doch auch hier klappte die natürliche Reproduktion nicht.

Jetzt existieren weltweit nur noch zwei Nördliche Breitmaulnashörner. Zwei Weibchen. Auch sie leben im Ol-Pejeta-Reservat. Die Forscher haben noch eine letzte Hoffnung: Sie wollen sie mit dem eingefrorenen Sperma anderer verstorbener Jungbullen befruchten.

epa04764211 US model and Bollywood actress Nargis Fakhri (L) poses next to Sudan, the last male northern white rhino in the world, upon her visit to Ol Pejeta Conservancy in Nanyuki, Kenya, 23 May 2015. The visits of Fakhri and Egyptian actor and UNICEF Goodwill Ambassador Khaled Abol Naga (not pictured), who is expected to visit the conservancy on 26 May, is aimed to raise international awareness of the plight of the northern white rhino, a subspecies whose future now depends solely on artificial methods of reproduction.  EPA/DANIEL IRUNGU

US-Model und Bollywood-Schauspielerin Nargis Fakhri posiert im Jahre 2015 neben «Sudan». Bild: EPA

Die Art ist beliebtes Ziel von Wilderern, die es auf die Hörner der Tiere abgesehen haben. In Asien werden dafür hohe Preise gezahlt, weil den Hörnern heilende Wirkung zugeschrieben wird. Angeblich helfen sie gegen alles – vom Kater nach durchzechten Nächten bis hin zu Krebserkrankungen.

Das Nördliche Breitmaulnashorn gilt als seltenstes Grosssäugetier der Welt und als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es war ursprünglich in einem Gebiet vom Kongo über Uganda und den Sudan bis hinein in den Tschad verbreitet. Der Bestand des Südlichen Breitmaulnashorns liegt dagegen nach Angaben der Umweltorganisation WWF bei mehr als 20'400 Tieren. (mlu/sda)

Das sind einige der am meisten gefährdeten Tierarten

Nashörner noch immer bedroht und gejagt

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Video: srf/SDA SRF

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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gustav Echtzeit 20.03.2018 17:35
    Highlight Highlight Es ist einfach unfassbar (und traurig) wie Menschen im 21. Jahrhundert noch immer an irgendwelche Heilwirkungen von solchen Hörnern glauben.
  • mrgoku 20.03.2018 13:21
    Highlight Highlight Was für ein prächtiges Tier!!! RIP :(((
  • Hugo Wottaupott 20.03.2018 11:24
    Highlight Highlight Wie bei den Homsapiens, die Weibchen überleben alles.
    • Raembe 20.03.2018 16:45
      Highlight Highlight Völlig deplaziert...
  • Knety 20.03.2018 10:25
    Highlight Highlight Alles nur wegen einem Aberglauben.
  • Rumbel the Sumbel 20.03.2018 10:23
    Highlight Highlight Der Mensch kann ohne Tier und Natur nicht leben, umgekehrt aber schon. Warum zerstören wir beides? Es braucht nicht viel, davon abzukommen!
  • Adumdum 20.03.2018 10:21
    Highlight Highlight Die Art WAR beliebtes Ziel von Wilderern... Menschen sind mit das dümmste was die Evolution hervorgebracht hat...
  • Lamino 420 20.03.2018 09:58
    Highlight Highlight Diese Tragödie steht stellvertretend für den Umgang mit vielen Tieren: Menschen jagen die Tiere oder zerstören ihren Lebensraum.
    Die UNO hat 2010 zum "Internationalen Jahr der Biodiversität" erklärt, um darauf aufmerksam zu machen, dass die biologische Vielfalt von Tieren und Pflanzen weltweit stark bedroht ist. Jetzt 8 Jahre später machen wir einfach so weiter.

    :-(
    • murrayB 21.03.2018 12:50
      Highlight Highlight Die Tragödie ist auch, dass der Mensch glaubt sich immer weiter reproduzieren zu müssen, obwohl die Zukunftsaussichten für viele ausserhalb von Westeuropa, Australien, Nordamerika und einzelner asiatischer Staaten düster sind!

      Eine globale Ein-Kind-Politik für Länder mit einer höheren Reproduktion als 2,5 Kinder würde der Natur gut tun! Und den Menschen auch...
  • Steven86 20.03.2018 09:43
    Highlight Highlight Unglaublich diese Nachricht. Traurig, da fehlen einfach die Worten.
  • bigfish 20.03.2018 09:18
    Highlight Highlight Traurig, muss gehen weinen 😢😢😢😢
  • Raembe 20.03.2018 09:14
    Highlight Highlight Traurig, einfach nur traurig
  • lilie 20.03.2018 09:10
    Highlight Highlight Mit zwei Weibchen und den eingefrorenen Zellen von verstorbenen Bullen die Art retten? Das wird hart. 😣

    Leider sind auch Kreuzungen mit der südlichen Unterart bisher fehlgeschlagen. Die Weibchen wollen einfach nicht trächtig werden.

    Wenigstens gibt es noch genügend südliche Breitnashörner. Vielleicht wäre es zielführender, von diesen im nördlichen Verbreitungsgebiet auszuwildern.

    Und den Handel mit den Hörnern strikt zu unterbinden, damit die Population sich wieder ausbreiten kann.
    • Real John Doe 20.03.2018 10:10
      Highlight Highlight Gibt es (Hobby-) Biologen hier? Kann man mit nur noch zwei Weibchen überhaupt etwas machen? Hat man bei so einer kleinen Population nicht früher oder später ein Inzucht Problem?
    • lilie 20.03.2018 11:42
      Highlight Highlight @Real John Doe: Ich bin zumindest Tochter zweier Biologen. 😉

      Ich bin der Meinung, dass die Art nicht mehr zu retten wäre ohne Einkreuzung anderer Unterarten.

      Da aber weder das eine noch das andere bisher funktioniert hat, ist es irgendwie Hans wie Heiri.

      Auf Wikipedia kannst du die Bemühungen der letzten Jahrzehnte zur Rettung der Unterart nachlesen - ein wirklich trauriges und frustrierendes Unterfangen.
    • demokrit 20.03.2018 12:35
      Highlight Highlight Der kleine Genpool ist schon ein Problem. Sieht man auch beim Schweizer Luchs (derzeit ca. 190 Exemplare), der auf eine kleine Ursprungspopulation aus den Karpaten zurück geht, nachdem er hier Ende des 20. Jahrhunderts hier ausgerottet wurde. Eine Auffrischung des Genpools ist da ständig ein Thema. Auch bei den Bartgeiern ist der Flaschenhals am Anfang immer wieder ein Thema.

      Der Hörnerhandel ist schon strikt unterbunden. Das Problem sind halt die Globuli-Chinesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pinhead 20.03.2018 09:04
    Highlight Highlight Wie traurig!
  • stimpy13 20.03.2018 08:51
    Highlight Highlight Traurig ='(
  • de_spy 20.03.2018 08:42
    Highlight Highlight traurigste Nachricht seit langem.. 😢
  • bcZcity 20.03.2018 08:25
    Highlight Highlight Der Mensch und die Gier, eklig! Zum Glück lässt sich die Natur nicht auf Emotionen ein, sondern geht einfach ihren Weg. Und irgendwann sind wir es, die ausgerottet werden!
  • Stirling 20.03.2018 08:10
    Highlight Highlight Liebe Menschheit... ihr habts so richtig verkackt! Punkt!
    • jhuesser 20.03.2018 10:27
      Highlight Highlight *wir

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