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epa00969413 A Black Mamba attacks during a private exhibition in Sofia ,Bulgaria on Wednesday, 28 March 2007. The black mamba (Dendroaspis polylepis) is the largest venomous snake in Africa and the second largest venomous snake in the world, behind the King Cobra. The black mamba is the fastest moving snake in the world, capable of moving up to 20 km/h.  EPA/VASSIL DONEV

Der Biss einer Schwarzen Mamba endet meistens tödlich. Bild: EPA

Schlangen-Invasion in Nigeria – Schwarze Mambas töten hunderte Menschen



Ob Schwarze Mambas oder Teppich-Vipern: Tausende hochgiftige Schlangen durchstreifen seit Beginn der Regenzeit die Felder und Dörfer Zentral-Nigerias, um zu jagen und sich zu paaren. 

Dabei treffen sie immer wieder auf Menschen. Mit fatalen Folgen: Innert drei Wochen sind in der zentralnigerianischen Provinz Gombe mindestens 250 Personen durch einen Schlangenbiss gestorben. Viele davon waren Bauern. 

«Wir können oftmals nichts machen, ausser den Leuten beim Sterben zuzusehen. Es fehlt uns schlicht und einfach das Gegengift», sagt ein Arzt zu CNN

«Wir können oftmals nichts machen, ausser den Leuten beim Sterben zuzusehen.»

Seit August sei keine Lieferung des lebensrettenden Gegenserums mehr eingetroffen.«Das ist ein Notstand, eine humanitäre Krise», so der Doktor weiter. Es gebe schlicht und einfach kein Konzept in Nigeria zur Verteilung des Gegengifts. 

In this photo taken Saturday, July 8, 2015, Akuel, 48, who was bitten twice in his right leg by a saw-scaled viper while working his garden and received injections of anti-venom and tetanus treatment, convalesces at Agok hospital, South Sudan. Doctors Without Borders said Monday, Sept. 7, 2015 that the world will run out of one of the most effective treatments for snakebites next year, risking the lives of tens of thousands of people, mostly in developing countries. About 5 million people are bitten by snakes every year, including 100,000 deaths and several hundred thousand others who suffer amputations or other disabilities. (Pierre-Yves Bernard/MSF via AP) MANDATORY CREDIT

Dieser Mann erhielt rechtzeitig ein Gegengift, nachdem ihn eine Viper in sein Bein gebissen hatte. Bild: AP/Medecins Sans Frontieres

Über 30'000 Tote

Jährlich sterben in ganz Nigeria 32'000 Menschen an einem Schlangenbiss. Über 100'000 überleben die Bisse zwar, bleiben  aber oftmals schwer behindert. Die Dunkelziffer dürfte jedoch sehr hoch sein. 

Mit ein Grund für die hohe Opferzahl sei, dass sich die Leute oftmals zuerst bei lokalen Heilern wegen der Schlangebisse behandeln liessen. «Eine fatale Entscheidung. Das Schlangengift tötet innert Stunden», sagt Jean-Philippe Chippaux, Präsident einer afrikanischen Organisation für Schlangen-Gegengift. 

Besonders betroffen ist die arme Landbevölkerung, die sich eine Behandlung nicht leisten kann. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Schlangenbisse dieses  auf die Liste von «gefährlichen Tropenkrankheiten» gesetzt und eine Task-Force eingesetzt. «Schlangenbisse sind eine völlig vernachlässigte Plage, die vor allem arme Bauern treffen. Und die haben keine Unterstützung», so Chippaux weiter. 

(amü)

Schlange im Flugzeug

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Video: watson

Mark Beaumont: In 42 Tagen 10'000 km von Nord nach Süd durch ganz Afrika

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • GreenBerlin 22.12.2017 21:49
    Highlight Highlight : (
    1 0 Melden
  • Neemoo 21.12.2017 16:33
    Highlight Highlight Die Schlange ist eigentlich ein Polizist. Sie reduziert Träger (Mäuse , Ratten...kurz Nagetiere) gefährlicher Krankheitsträger, wie Pest, Cholera, Tollwut etc.
    Aber wo fängt dieses Dilemma an, stell ich mir die Frage?!
    11 1 Melden
    • ExtraTerrestrial 21.12.2017 23:05
      Highlight Highlight Cholera hat, so viel ich weiss, keinen Träger, sonder eher verschmutztes Wasser oder kontaminierte Lebensmittel. Die Bakterien sind im Ganges-Delta heimisch.
      1 4 Melden
  • Tropfnase 21.12.2017 14:25
    Highlight Highlight Krass, ist dies das erste Mal oder ein Jährlich widerkehrendes Ereignis! Wieso über nimmt nicht dass SRK uder MSF die Verteilung des Serums? An logistischer Erfahrung wird es nicht mangeln.
    In Bankok gibt es auch so eine Schlangenplage.
    7 8 Melden
  • weisse Giraffe 21.12.2017 13:58
    Highlight Highlight Ist es wirklich eine "Schlangen-Invasion" oder gibt es einfach mehr Todesfälle, weil "schlicht und einfach kein Konzept in Nigeria zur Verteilung des Gegengifts" besteht?
    Also, gibt es mehr Schlangen oder weniger Gegengift oder mehr Menschen oder alles davon auf einmal?
    38 0 Melden
  • Gummibär 21.12.2017 09:45
    Highlight Highlight Es sind Bisse der Westafrikanische Teppich-Viper, der Schwarzhals-Kobra und der Puffotter welche in Nigeria am häufigsten zum Tod führen.
    Studien beziffern giftige Schlangenbisse auf etwa jährlich 500 pro 100'000 Personen Landbevölkerung,12% davon tödlich.
    Eine Minderheit, etwa 8% erreichen ein Spital wo leider selten ein polyvalentes Schlangenserum vorhanden ist.
    Wer in Nigeria "up-country" unterwegs ist trägt gute Schuhe und besorgt sich EchiTab-Plus-ICP für alle Fälle.

    P.S. Die schwarze Mamba ist in Westafrika noch ganz selten identifiziert worden.




    39 1 Melden
  • John M 21.12.2017 08:00
    Highlight Highlight Mich hat es seit Kindheit schon immer verwundert das viele "1. Welt" Bewohner keine Angst vor Schlangen haben, sie sogar als Haustiere halten und als "süß" bezeichnen. Viele Afrikaner haben Angst vor Schlangen weil fast alle jemanden kannten der durch einen Schlangenbiss gestorben ist. Ich musste als Kind mitansehen wie meine Großmutter am Biss einer schwarzen Mamba gestorben ist weil es nicht rechtzeitig ins Spital geschafft haben. Heute komme ich sogar beim Anblick einer Blidschleiche ins schwitzen.
    128 14 Melden
    • ExtraTerrestrial 21.12.2017 22:59
      Highlight Highlight das frage ich mich auch, ob es überhaupt noch "wilde, gefährliche" Tiere für Menschen in der "ersten Welt" gibt. In den Tropen floriert halt das Leben seit je und eh und ist traumhaft. (Evolution halt)

      Noch mehr frage ich mich, warum Leute dein Kommentar mit "BLITZ" bewertet haben? Finden sie es OK, dass Menschen wegen Schlangenbiss sterben und es kein Gegengift zur Verfügung steht? oder liegt es dran, dass es in Afrika passiert?

      Respekt vor jedem Lebewesen, aber so muss es nicht enden
      10 5 Melden
    • Darth Unicorn #Tanooki4RumDoch 22.12.2017 17:51
      Highlight Highlight Demnach ist meine Schlangen Angst eine natürliche Reaktion meines Afrikanischen teils in meiner genetik 😅 als ich deinen Kommentar gelesen hab, hat es bei mir klirr gemacht, eine meiner frühen Kindheits Erinnerungen ist wie meine Grandma mir miteilte das ich denn Schlangen aus dem Weg gehen soll.
      User Image
      6 1 Melden
  • azoui 21.12.2017 07:40
    Highlight Highlight <<«Schlangenbisse sind eine völlig vernachlässigte Seuche....>>
    Eine seltsame Definition von Seuche.
    59 12 Melden
    • Dharma Bum(s) 21.12.2017 09:33
      Highlight Highlight Plage wäre das richtige Wort gewesen. War wohl noch etwas früh in der Redaktion.
      40 3 Melden
    • LeilaLeila 22.12.2017 02:40
      Highlight Highlight ...eine völlig vernachlässigte plage, nicht seuche. 😉
      4 1 Melden
  • sexykopfsalat 21.12.2017 06:41
    Highlight Highlight Ich bin schockiert, hätte niemals gedacht, dass so viele Menschen an Schlangenbissen sterben. Etwas pietätlos finde ich dann die Slideshow «Schlangen sind so süss» weiter unten. Da sehe ich wieder einmal, wie wir eine andere Sicht auf Dingen haben. Wir können es uns leisten Schlangen «süss» zu finden. Wir hätten allenfalls das Gegengift, wir haben auch die Unterhaltung an der Slideshow. Wir brauchen nie Angst zu haben. Dieser kleine Artikel mit der unpassenden Slideshow stimmt mich nachdenklich über unsere Welt. Es zeigt so viel über unsere Denk- und Handlungsweise auf.
    294 29 Melden
    • Pascal Scherrer 21.12.2017 07:18
      Highlight Highlight Danke, für deine Rückmeldung, sexykopfsalat. Ich habe die Slideshow ausgetauscht.
      114 11 Melden
    • maatze 21.12.2017 08:28
      Highlight Highlight Mimimimi
      19 118 Melden
    • durrrr 21.12.2017 09:16
      Highlight Highlight Auch wenn man bedenkt, dass die Schweiz jedes Jahr über 100'000 Pythonhäute importiert infolge der hiesigen Uhrenbranche.
      17 8 Melden
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