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küken

Männliche Küken werden in der Lebensmittelindustrie massenhaft geschreddert. Bild: shutterstock

Ist Kükenschreddern bald passé? Deutsche Forscher präsentieren Ausweg



Jährlich werden massenhaft männliche Küken getötet, weil ihre Aufzucht unwirtschaftlich ist. Forscher in Deutschland haben nun Methoden entwickelt, die das Töten stoppen könnte.

In der Schweiz werden für die Eierproduktion nach Schätzungen von Experten jährlich rund 2.5 Millionen Hähnchen nach dem Schlüpfen getötet und grösstenteils an Wildtiere verfüttert. Der Grund: Ihre Aufzucht ist unwirtschaftlich – sie legen keine Eier und setzen nur schlecht Fleisch an.

Wissenschaftler der Technischen Universität in München (TUM) haben ein Methode entwickelt, die das massenhafte Kükentöten bald beenden könnte. Die Forscher setzen bei ihrem Verfahren auf Kernspintomographen (MRT), die bereits breit in der Medizin genutzt werden.

Kontaktlose Geschlechterbestimmung

Die Technik ermögliche sowohl das Geschlecht als auch den Befruchtungsstatus kontaktlos und nicht-invasiv zu bestimmen, wie die Professoren Benjamin Schusser und Axel Haase berichteten. Im Gegensatz zu früheren Methoden würde die Eierschale dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen. So könnten auch keine Keime ins Ei eintreten und den empfindlichen Embryo schädigen.

Entscheidend für die Geschlechtsbestimmung ist die entwickelte Software, die die vom MRT gewonnenen Daten auswerten könne, so Schusser. Auf beide Methoden wurden bereits Patente angemeldet.

Weltweit forschen Teams an Methoden zur Früherkennung des Geschlechts von Küken. So haben Forscher aus Sachsen bereits ein schnelles Bestimmungsverfahren mittels einer spektroskopischen Untersuchung entwickelt. Sie bestrahlen das kurz bebrütete Ei mit Licht bestimmter Wellenlänge. Die von Blutgefässen reflektierten und transmittierten Strahlen werden dann ausserhalb des Eis analysiert. (leo/sda/dpa)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dumdidum 01.07.2018 16:38
    Highlight Highlight Ehm, ist ja toll wenn man das Geschlecht vorher bestimmen kann...
    Werden dann die Küken samt Schale geschreddert und das ist besser?
    Oder wird eine Geschlechtsumandlung vorgenommen?

    So richtig eine Lösung sehe ich da nicht...
    • Dumdidum 02.07.2018 11:02
      Highlight Highlight Ich gehe mal davon aus, dass zum Zeitpunkt an dem bestimmt werden kann was das Küken für ein Geschlecht hat, dieses bereits in einem fortgeschrittenen Stadium ist und deshalb finde ich es nicht weniger grausam als wenn man es später schreddert wenn es aus dem Ei raus ist.
  • Ohniznachtisbett 30.06.2018 18:03
    Highlight Highlight Versteht mich nicht falsch. Ich finde das Kückenschreddern auch nichts tolles. Aber genauso geht mir eure "Moral" auf den Sack. Da sterben Kücken in einem Bruchteil einer Sekunde und ihr macht den Aufstand. Auch sonst seid ihr immer die ersten die auf Andere zeigt. Aber ihr lebt auch in der digitalen, massenkonsumorientierten heutigen Welt. Bin nicht gläubig, aber wer sollte schon wieder den ersten Stein werfen? Lösungen entwickeln gut so. Nur bääge und selber Bio-Eier kaufen, dann aber wieder ab nach Bali (weisch surfe voll geil): "Stein" hinlegen, Schnauze tief!
  • Silent_Revolution 30.06.2018 10:16
    Highlight Highlight Weit sind wir gekommen.

    Moral muss wirtschaftlich sein, ansonsten können wir getrost darauf pfeifen.

    3 Millionen Küken jährlich am Tag ihrer Geburt z.T bestialisch industriell zu töten, damit wir in einem der reichsten Staaten weltweit die Eier weiterhin für 50 Rappen kaufen können ist das Spiegelbild unserer degenerierten Gesellschaft.

    Tier - Umweltschutz kann nicht profitabel sein, deshalb gäbe es auch schon lange einen Ausweg. Man will ihn nur nicht gehen.
    • FrancoL 30.06.2018 12:13
      Highlight Highlight Stimme Dir zu aber wenn wir andere Gebiete genauer unter die Lupe nehmen gibt es viele Bereiche die nicht profitabel genutzt werden können und da machen wir auch nichts. Man will eben grundsätzlich nicht die Profiteben tangieren, gleich in welchem Bereich und leider sind nur sehr wenige bereit an dieser Profitebene zu kratzen und etwas mehr Moral walten zu lassen.

      Lässt Du auch auf allen Gebieten die Moral walten und dann den Profit rechnen?
    • ChlyklassSFI 30.06.2018 12:42
      Highlight Highlight Man spricht nicht darüber und über Tierrechtler macht man sich lustig. In der Tat traurig.
  • Borki 30.06.2018 08:02
    Highlight Highlight "...grösstenteils an Wildtiere verfüttert." Ihr meint Zoo-Tiere, oder?
  • Carlitos Fauxpas 30.06.2018 07:49
    Highlight Highlight Absoluter Wahnsinn, Jungtiere schreddern am Fliessband. Kein Ruhmesblatt der Lebensmittelindustrie...
    • B-Arche 30.06.2018 11:24
      Highlight Highlight Solange auch in der Schweiz in der Migros automatisch das günstigste Poulet und die günstigsten Eier in den Einkaufswagen gehegt werden wird sich nichts ändern.

      In Deutschland hat man etwas ähnliches getestete: Vergleichbare Waschmaschinen als Simulationstest, für Passanten. 499 Euro für die produziert mit sozialabgabenpflichtig Angestellten oder 399 Euro für Quälarbeit - deutlich auf dem Preisschild erwähnt. Die meisten nahmen 399 da "man an die eigene Familie denken müsse und nicht die Welt retten könne".
    • FrancoL 30.06.2018 12:16
      Highlight Highlight Ja das ist kein Ruhmesblatt, aber Gegenfrage:

      Wieviele Menschen wären Berit für die Eier 1 bis 1,1 Franken zu bezahlen damit die Jungtiere nicht geschreddert werden müssen?

      Würdest DU diesen Preis bezahlen und würdest Du auch auf anderen Gebieten den massiv höheren Preis bezahlen um der Moral mehr genüge zu tun?
    • OrbiterDicta! 30.06.2018 15:41
      Highlight Highlight Also gerade in der Schweiz achten denke ich recht viele auf die Aufzucht, nicht umsonst kann man Eier aus Bodenhaltung, Bio, etc. kaufen.
      Ich persönlich bin auch bereit mehr für Bio und Freiland Eier zu zahlen und so geht es bestimmt vielen, wieso also nicht auch ein paar Rappen mehr für solche die keine Jungtiere schreddern? Klar kann sich das nicht jeder leisten, aber immer mehr Junge haben keine Kinder und somit auch mehr Geld zur Verfügung. Ich als foodie geb das noch so gern für hochwertige Produkte aus und bin da sicher nicht allein.
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