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This artist rendering from the Natural History Museum of Utah shows an ankylosaur, a squat plant-eater that was covered in bony armor from its spiky head to its clubbed tail, that has been unveiled at the museum in Salt Lake City. The ankylosaur, Latin name Akainacephalus johnsoni, roamed southern Utah on four legs about 76 million years ago, during the late Cretaceous Period. (Natural History Museum of Utah via AP

Künstlerische Darstellung eines Ankylosaurus. Bild: AP/Natural History Museum of Utah

Die Nase gepanzerter Dinosaurier diente als Klimaanlage

Gepanzerte Dinosaurier konnten Wärme gut im Körper halten. Aber was machten sie, wenn es zu heiss wurde? Beim Abkühlen hat vermutlich die Nase eine wichtige Rolle gespielt.



Die gewundenen Nasengänge von Ankylosauriern ermöglichten vermutlich einen effizienten Wärmeaustausch zwischen Körper und Luft und sorgten so für eine Kühlung des Gehirns. Das schliessen Wissenschaftler der Ohio University in Athens (Ohio, USA) aus entsprechenden Computersimulationen.

Klimaanlage Nase Dinosaurier

Die nasale Passage zweier Ankylosaurus. Bild: Bourke, Porter, Witmer

Jason Bourke und Kollegen rekonstruierten die Nasenhöhlen von Panoplosaurus mirus und Euoplocephalus tutus und simulierten das Fliessen der Luft und den Wärmeaustausch. Ihre Studie ist in der Fachzeitschrift «PLOS ONE» veröffentlicht.

«Die riesigen Körper, die wir bei den meisten Dinosauriern sehen, müssen im warmen Erdmittelalter sehr heiss geworden sein», wird Bourke in einer Mitteilung der Ohio University zitiert. Gerade stark gepanzerte Tiere wie die Ankylosaurier konnten nach bisherigen Kenntnissen zwar gut Wärme im Körper halten – Abkühlung bei drohender Überhitzung war aber vermutlich schwierig.

Vor etwa zehn Jahren entdeckte Ko-Autor Lawrence Witmer, dass Ankylosaurier stark gewundene Nasengänge haben. In der aktuellen Studie überprüften die Wissenschaftler, inwieweit diese Windungen bei einem Wärmeaustausch hilfreich sind.

Wärme aus der Luft gewinnen

Sie erstellten zunächst anhand von vorhandenen Fossilien ein dreidimensionales Computermodell des Naseninnenraums von Panoplosaurus und Euoplocephalus. Dann simulierten sie die Luftströmungen beim Ein- und Ausatmen und die Wärmeübertragung zwischen Nasenwänden und Luft.

Airflow Dinosaurier Panoplosaurus mirus

Der Wärmefluss in der nasalen Passage eines Panoplosaurus während der Atmung in zwei Szenarien. Bild: Bourke, Porter, Witmer

Während die Nase beim Einatmen die Luft bis in die Nähe der Körpertemperatur erwärmen muss, soll sie beim Ausatmen möglichst viel Wärme aus der Luft zurückgewinnen. Bei Säugetieren sorgen Einbauten in der Nasenhöhle, die Nasenmuscheln, für eine Vergrösserung der Oberfläche, an der der Wärmeaustausch stattfindet.

So schnell waren die Dinosaurier

Die Gruppe um Bourke fand durch die Simulationen heraus, dass der gewundene Atemgang die Wärme ebenso effizient austauscht wie die Nasenmuscheln der Säugetiere. Dann simulierten sie eine Nase ohne Windungen. «Wenn wir eine kurze, einfache Nase in die Schnauze steckten, sanken die Wärmeübertragungsraten bei beiden Dinosauriern um über 50 Prozent», erklärt Bourke.

Wärmefluss Nasen Dinosaurier Panoplosaurus mirus

Der Vergleich zwischen geraden und gewundenen Atemwegen beim Panoplosaurus. Bild: Bourke, Porter, Witmer

Er und seine Kollegen rekonstruierten anhand von Rillen und Kanälen in den Knochen auch die Blutgefässe. Diese lagen so, dass das warme Blut aus dem Körperrumpf Wärme an die eingeatmete Luft abgeben konnte. Die Verdunstung von Feuchtigkeit in den langen Nasengänge kühlte gleichzeitig das Blut ab, das ins Gehirn strömte.

Effizienter Wärmeaustausch

Den Ergebnissen der Forscher zufolge führte die Wärmerückgewinnung beim Ausatmen zu Energieeinsparungen von 65 Prozent bei Panoplosaurus und von 84 Prozent bei Euoplocephalus. Letzterer brauchte wohl auch einen effizienteren Wärmetausch, weil er grösser war als Panoplosaurus.

Wärme und Wasser Einsparungen zwischen allen Nasenmodellen für Panoplosaurus und Euoplocephalus

Die Wärme- und Wasserrückgewinnung der verschiedenen Nasenmodellen von Panoplosaurus (oben) und Euoplocephalus (unten).  grafik: Bourke, Porter, Witmer

«Wenn wir uns die Nasenhöhlen und die Atemwege von Dinosauriern anschauen, stellen wir fest, dass die ausgeprägtesten Nasen in den grossen Dinosaurierarten gefunden werden», sagte Witmer laut Universitätsmitteilung. Dies deute darauf hin, dass die physiologischen Belastungen grosser Körpergrösse möglicherweise einige anatomische Neuerungen hervorgerufen haben, etwa um die Temperatur im Gehirn zu regulieren. (sda/dpa/jaw)

Hier kannst du den Fachartikel dazu lesen.

Und nun: Welcher Dinosaurier wärst du?

1.Was erkennst du in diesem Tintenfleck?
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Beute!
Mein Spiegelbild.
Den Toood!!!
Nichts. Was zur Hölle soll das sein?
2.Worauf hast du jetzt am meisten Bock?
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3.Jemand schenkt deinem Dinosaurier-Ich ein Auto. Wie reagierst du?
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Viel zu umweltschädlich!
Ich würde ja gerne damit fahren, aber ...
Es ist mir sowieso viel zu klein.
Ich bin lieber mit dem Panzer unterwegs.
4.Was denkst du gerade?
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5.Was steht in deinem Arbeitszeugnis?
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«Kann mit anpacken.»
«Hält den Ball flach.»
«Stösst bizarre Urzeitlaute aus.»
«Hat in die Betriebskantine defäkiert.»
6.Welchen Kontinent würdest du gerne mal bereisen?
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7.Nach welchem Motto sollte dein Dinosaurier-Ich leben?
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Immer mitten in die Fresse rein.
Wer andern eine Grube gräbt, fällt AAAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaaaaaahhh ...
Wenn der Klügere nachgibt, regieren Deppen die Welt.
Wenn du bis zum Hals in der Scheisse steckst, brauchst du einen längeren Hals.
8.Wähle ein Werkzeug:
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9.Welchen Spitznamen würdest du deinem Dinosaurier geben, wenn du ihn als Haustier halten würdest?
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Zähndli.
Brummi.
Fido.
BRUTALUS MAXIMUS!!!
10.Wie möchtest du mal aussterben?
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Resultat

Neue Dinosaurierart in Südafrika entdeckt

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Smith 28.12.2018 20:00
    Highlight Highlight Das Startbild der Geschwindigkeits-Bilderreihe hat's wieder mal in sich: Im Vordergrund sieht man einen Triceratops, im Hintergrund einen Brontosaurus. Der Bronotsaurus lebte vor rund 150 Millionen Jahren, der Triceratops vor rund 65 Millionen Jahren. Mit anderen Worten: Wir sind näher beim Triceratops als dieser beim Brontosaurus. Aber beide auf dem gleichen Bild fröhlich vereint … Ah, der heutige Qualitätsjournalismus.
  • noemizu808 28.12.2018 10:01
    Highlight Highlight Interessanter Artikel!
    Aber müsste das hier nicht Apatosaurus heissen? :)
    Benutzer Bild

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