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Trockenheit, Dürre (Symbolbild)

1540 wurde Mittel- und Westeuropa von einer Megadürre heimgesucht.  Bild: Shutterstock

Bruthitze und Megadürre –  Die Katastrophe von 1540 war schlimmer als der Hitzesommer 2003



Die Schweiz – und daneben ganz Nordeuropa – stöhnt unter der Hitze: MeteoSchweiz hat eine Hitzewarnung der zweithöchsten Stufe 3 ausgegeben; für das Tessin gilt selbst Stufe 4. Und die Hitzewelle wird noch mindestens bis Beginn der nächsten Woche andauern – dieser Sommer ist drauf und dran, den Rekordsommer von 2003 in den Schatten zu stellen, als erstmals in der Schweiz eine Temperatur von über 40 Grad gemessen wurde. 

Damals fielen der Gluthitze in Europa 70'000 Menschen zum Opfer. Der volkswirtschaftliche Schaden dieser schlimmsten Naturkatastrophe Europas seit Jahrzehnten bezifferte sich schätzungsweise auf fast 13 Milliarden Franken. Zu den extrem hohen Temperaturen, die in der Schweiz 3 bis 5 Grad über dem langjährigen Mittelwert lagen, kam eine ausserordentliche Trockenheit, die in manchen Gebieten von Februar bis November andauerte.  

Aufnahme eines von der anhaltenden Hitzeperiode gezeichneten Mais-Feldes in Eien, Kanton Aargau, am 13. August 2003. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) : DIA]

Maisfeld im Aargau während des Hitzesommers 2003.   Bild: KEYSTONE

Doch gegen die Megadürre des Jahres 1540 war die Trockenheit des Jahrhundertsommers 2003 geradezu harmlos. Im extremsten Sommer des letzten Jahrtausends konnte man in Basel und in Köln den Rhein trockenen Fusses durchschreiten. Der Bodensee trocknete so stark aus, dass man kein Boot mehr brauchte, um die Stadt Lindau zu erreichen. Im trockenen Uferbereich suchten die Leute römische Münzen. 

Die Katastrophe hinterliess ein breites Echo in den zeitgenössischen Berichten. Über 300 dieser historischen Quellen hat ein internationales Team von 32 Wissenschaftlern ausgewertet und damit die längste Dürre in der Gechichte Europas rekonstruiert. Die Studie der Forschergruppe um Oliver Wetter von der Universität Bern erschien 2014 in der Fachzeitschrift «Climate Change»

Bereits im Herbst 1539 begann man in Spanien, Bittprozessionen für Regen abzuhalten; in Italien verzeichneten die Chronisten einen trockenen und warmen Winter. Von November 1539 bis April 1540 gab es kaum Niederschlag. Nördlich der Alpen war davon noch nichts zu spüren. Im Dezember fiel reichlich Regen – doch dann, im Januar, begann in Mittel- und Westeuropa eine beispiellose Trockenzeit, die elf Monate anhalten sollte. Zugleich war es in Nordosteuropa extrem kalt und nass. 

In der Schweiz gab es auf das ganze Jahr gerechnet und verglichen mit dem Mittel des 20. Jahrhunderts nur ein Fünftel der Niederschlagstage. Es fiel 40 Prozent weniger Niederschlag als im trockensten Jahr seit Beginn der Messungen 1864. Gemäss dem Luzerner Chronisten Hans Salat gruben die Leute in den ausgetrockneten Flussbetten nach Wasser, doch «selbst in anderthalb Metern fanden sie keinen Tropfen».

Eine Adelberg Meyer aus Basel hielt fest: «Zwischen Anfang Februar und Martini [21. November] war es heiss und trocken. Es regnete nur an 10 Tagen.» Und in Zürich registrierte Heinrich Bullinger, es habe zwischen Februar und Ende September keinen ganzen Tag Regen gegeben.

Die Jahrhundertdürre liess die Böden austrocknen. Risse bildeten sich im Erdreich – manche so breit und tief, dass die Leute laut einer Chronik ihre Füsse darin baumeln lassen konnten. Brunnen und Quellen versiegten. Jene, die noch Wasser führten, wurden bewacht; einzig bei Glockenschlag verteilte man noch Wasser.

Ausgetrocknete Schlammboeden zeugen am Montag, 11. August 2003 am Ufer des Voralpsees oberhalb vom St. Gallischen Grabs von der grossen Trockenheit. Die grosse Hitze mit den hohen Temperaturen fuehrt auch am Voralpsee dazu, dass der Bergsee langsam verschwindet und zur Schlamm- und Steinwueste wird. (KEYSTONE/Eddy Risch)

So wie dieser See oberhalb von Grabs im Jahr 2003 dürften die Gewässer anno 1540 ausgesehen haben.  Bild: KEYSTONE

Bald verendeten die ersten Nutztiere auf den Weiden oder wurden notgeschlachtet. Es gab Bauern, die mit ihrem Vieh bis zu zehn Kilometer am Tag bis zur nächsten Wasserstelle zurücklegen mussten. Menschen starben bei der Arbeit auf dem Feld an Hitzschlag, andere kamen ums Leben, weil sie verunreinigtes Wasser getrunken hatten. 

Gras und Heu wurden knapp, ein Grossteil der Ernten fiel aus. Viele Mühlen stellten wegen des Wassermangels ihren Betrieb ein, was die Preise für Mehl und Brot massiv steigen liess. Besonders für die ärmeren Bevölkerungsschichten wurde dies schnell zu einem ernsten Problem. Die Hitze führte dazu, dass die Laubbäume ihre verdorrten Blätter schon Anfang August verloren, wie ein süddeutscher Chronist festhielt. Im Herbst blühten die Kirschbäume ein zweites Mal. 

Die Temperaturen stiegen nicht zuletzt wegen der Trockenheit stark an. Wenn keine Bodenfeuchtigkeit mehr vorhanden ist, die normalerweise mehr als die Hälfte der Nettoeinstrahlung durch Verdunstung absorbiert, nimmt die Hitze zu – es kommt zu einem selbstverstärkenden Albedo-Effekt. Die Temperaturen dürften damals wohl an manchen Tagen die 40 Grad-Marke übertroffen haben.

Da es noch keine Thermometer gab, fehlen entsprechende Angaben in den Berichten. Doch die Zeitzeugen wiesen durchaus auf die Hitze hin. Der Juli, so ein Elsässer Weinbauer, sei «bis an sein Ende glühend und schrecklich» gewesen. Im Rhein konnte man sogar noch im Dezember baden. 

Bei dieser extremen Trockenheit und Hitze liessen Brände nicht lange auf sich warten. In grossen Teilen Europas kam es zu Waldbränden, zahlreiche Siedlungen und ganze Städte wurden eingeäschert. Allein in Deutschland brannten 33 Städte; so viele wie nie sonst in Friedenszeiten. Die verunsicherte Bevölkerung suchte Sündenböcke – und fand sie bei den üblichen Verdächtigen. Randständigen und anderweitig Auffälligen wurde Brandstiftung zur Last gelegt, man folterte die «Mord-Brenner» und richtete sie hin. 

Holzschnitt der Hexenverbrennung in Wittenberg, Prista Frühbottin, 1540

Sündenböcke für Ernteausfälle: In Wittenberg verbrannte man 1540 mehrere Personen, denen man Schadzauber vorwarf, als Hexen. Die Opfer wurden besonders grausam hingerichtet: Sie wurden an Eichenpfähle geschmiedet regelrecht über dem Feuer geröstet. 

Nur für den Weinbau erwies sich das Katastrophenjahr 1540 als Glücksfall. Die Dürre führte zwar dazu, dass die Reben vorzeitig ihre Blätter verloren und die Trauben verschrumpelten. Doch der Wein hatte so viel Zucker und Alkohol, dass er «im Glas wie Gold» aussah, wie es in einer Chronik heisst.

In Würzburg gab es in diesem Jahr zwei Weinlesen: Weil es so heiss war, begann man mit der Lese bereits am 24. August; dabei liess man die schon vertrockneten Beeren hängen. Als es später doch noch regnete, quollen diese wieder auf – so las man ein zweites Mal. Diese Weinernte ergab den 1540er Würzburger Stein, der als einer der besten Weine des letzten Jahrtausends und als Erfindung der Spätlese gilt. 

Kaiserwein, 1540er Würzburger Stein

Der 1540er Würzburger Stein gilt als Jahrtausendwein.  Bild: buergerspital.de

Der Grund für die Megadürre lag in einem riesigen Hochdruckgebiet von Südwest- bis Nordosteuropa, das zusätzlich mit dem Azorenhoch verbunden war. Dieses Hoch blockierte über elf Monate die Westwinde, die sonst für die Zufuhr von feuchten Luftmassen gesorgt hätten. 

Die Jahrhundertdürre von 1540 war nicht menschengemacht. Ein vergleichbares Ereignis könnte Europa wieder treffen – «alle 250 Jahre müssen wir mit einer Megadürre rechnen», sagte der Klimahistoriker Christian Pfister, der an der Studie beteiligt war, dem Schweizer Fernsehen. Würde sich das Szenario von 1540 in der heutigen Zeit einer intensivierten anthropogenen Klimaerwärmung wiederholen, wären wohl enorme Schäden zu befürchten. 

ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DAS AKW LEIBSTADT UNTER AUFLAGEN WIEDER ANS NETZ DARF --- Das Atomkraftwerk Leibstadt, aufgenommen am Samstag, 28. Mai 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Das Kühlwasser für ein Atomkraftwerk wie Leibstadt könnte bei einer Megadürre  knapp werden.  Bild: KEYSTONE

«Wir hätten ein Energieproblem. Auch das Kühlwasser für die Atomkraftwerke könnte knapp werden. Der Schifffahrtshandel käme zum Erliegen. Und wir müssten uns Sorgen wegen Epidemien machen, weil die Klärung der Abwasser nicht mehr gesichert wäre», erklärt Pfister. Er betrachtet die Katastrophe von 1540 als Mahnung. Zwar ereigneten sich solche Megadürren auch ohne das Zutun der Klimaerwärmung – doch der Treibhauseffekt könnte dazu führen, dass wir künftig häufiger damit konfrontiert sind. 

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94Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • davej 02.08.2018 11:57
    Highlight Highlight Diese Bilder von der dürre und ausgetrockneten Böden, kann man auch heute öfters Beobachten. Besonders in Pakistan und Indien. Traurig aber wahr. Wer schön, wenn es endlich mal wieder regnen würde
  • Einloz 01.08.2018 20:42
    Highlight Highlight Frage an Dani Huber: 1541 gab es eine grosse Pestepidemie. Kann man da einen Zusammenhang zur Trockenheit von 1540 feststellen?
  • Ich Weisses 01.08.2018 01:54
    Highlight Highlight ich giesse täglich meine pflanzen auf dem balkon. aber die meisten pflanzen in der natur erhalten seit monaten kaum einen tropfen. das ist für mich unerträglich. auch unerträglich ist für mich auch, dass die klimaerwärmung und deren ursachen den meisten menschen völlig egal ist.
    • rodolofo 01.08.2018 10:16
      Highlight Highlight Vielleicht sollte ich wieder einen Versuch unternehmen, dieses sehr stark riechende Wildkraut aus Italien hier anzusiedeln.
      Es ist sehr anspruchslos und wächst überall, auch an Strassenrändern.
      Auffällig ist der charakteristische Geruch nach "Süden", den dieses Kraut verströmt.
      Bisher habe ich aber noch Niemanden getroffen, der/die seinen Namen kennt.
    • aglio e olio 01.08.2018 12:29
      Highlight Highlight rodolofo, du könntest in einem Botanikerforum nachfragen. Foto oder Beschreibung sollten auf die richtige Spur führen. Habe ich mal wegen einem Insekt in einem entsprechenden Fachforum getan. Nach ner halben Stunde wusste ich dass es sich um Nymphen von Baumwanzen handelt.
  • EhrenBratan. Hääää! 01.08.2018 00:32
    Highlight Highlight Haben die 1540 auch den Klimawandel dafür verantwortlich gemacht?🤔
    • Froggr 01.08.2018 08:13
      Highlight Highlight Mit Sicherheit. Auch damals gabs schon SP und Grüne.
    • Thadic 01.08.2018 09:07
      Highlight Highlight Das ist Galgenhumor!
    • rodolofo 01.08.2018 10:17
      Highlight Highlight Nein. Sie haben gesagt, das sei die Strafe Gottes dafür, dass zu wenig Leute die Gottesdienste besuchen.
  • Bababobo 01.08.2018 00:20
    Highlight Highlight Oder wir können auch weiter Raubbau mit dem Planeten betreiben...
    • Froggr 01.08.2018 08:14
      Highlight Highlight Zusammenhang?
    • Bababobo 01.08.2018 09:17
      Highlight Highlight Bezieht sich auf den letzten Absatz, dass sich solche dürren haufen werden und auf jeden Kommentar der noch folgt das der jetzige Klimawandel nichts menschengemachtes ist.
  • DerHans 01.08.2018 00:00
    Highlight Highlight Megadürren ohne Auto und Massentierhaltung. Mindblowing
    • karl_e 01.08.2018 15:23
      Highlight Highlight Dein Mind ist offensichtlich blowing in the wind, dear John. Dürren gabs tatssächlich schon immer, aber Hitzesommer in der gegenwärtigen Kadenz eher nicht.
      Aber fahr du nur weiter dein Autöli und iss dein Discountfleisch. Wegen deines blown away Hirns wirst du die Zusammenhänge mit unseren Dürren niemals erkennen können.
    • ujay 01.08.2018 18:23
      Highlight Highlight @Hans. Nö...Brainblowing bei dir.
    • DerHans 01.08.2018 22:38
      Highlight Highlight Jetzt aber! Auf was verzichtet ihr zwei Klimaexperten denn, um das Klima zu retten. Smartphone/Computer und Internet schon mal nicht. Und heizen im Winter findet ihr bestimmt auch lässig. Ein bisschen Selbstfindung in Asien auch ganz toll. Hauptsache man ist beim Team Klimawandel und allen anderen Meilenweit überlegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kafifertig 31.07.2018 23:57
    Highlight Highlight Hochinteressanter Bericht.

    Und für mich ein Beleg, dass man Wetterextreme nicht mit dem Klimawandel in Verbindung bringen kann.
    • Mutzli 01.08.2018 03:48
      Highlight Highlight Ihr Kommentar hat schlicht keinen Zusammenhang mit dem Text.

      Es ist klar, dass es schon immer extreme Wetterereignisse gegeben hat, doch mit der Klimaerwärmung steigt sowohl deren Frequenz wie auch die Gefährlichkeit stark an.
      Wie es ja auch im Artikel selber zum Schluss angemerkt wird.

      Die Studie wurde von Leuten der UniB verfasst, die in der Klimageschichte und am Oeschger-Zentrum arbeiten und ich kann Ihnen garantieren, dass Sie dort niemanden finden würden, der Ihrer Aussage zustimmt. Schlicht weil sie jedem Forschungsergebnis direkt widerspricht.
    • Thadic 01.08.2018 08:07
      Highlight Highlight Das war genau nicht das Ziel dieses Berichts. Eigentlich sollte es zeigen, dass es zusätzlich zum Klimawandel denn die Menschen verursachen auch noch eine grosse natürlich Schwankungsbreite des Klima gibt. Wenn sich beides komuliert, dann kann es ganz schlimm werden.
      Kann es sein dass du nicht daran glauben willst, weil du ansonsten deinen Lebensstil in Frage stellen müsstest?
    • aglio e olio 01.08.2018 12:31
      Highlight Highlight "Und für mich ein Beleg, dass man Wetterextreme nicht mit dem Klimawandel in Verbindung bringen kann"

      Deren Häufigkeit und Verteilung aber schon.
      Wetter ist kein Klima
      :facepalm
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max Dick 31.07.2018 23:06
    Highlight Highlight Dieser Sommer soll 2003 in den Schatten stellen...naja vielleicht was die Trockenheit anbelangt, aber niemals was die Hitze anbelangt. Hitzetage (30 Grad und mehr) haben wir jetzt kaum mehr als in einem normalen Sommer, und so richtig heiss wie z.B. 2015 wurde es auch nie. Was ist, dass es nie wirklich tagelang regnet und dass die Temperaturen auch selten unter 25 Grad sind. Aber ja, geniessen wir das Idealwetter, an der Trockenheit (die schlecht für die Natur ist) können wir ja kurzfristig nicht viel ändern.
    • Max Cherry 01.08.2018 02:46
      Highlight Highlight Idealwetter? Seriously?

      Tiere müssen notgeschlachtet werden, Wälder brennen, viele ältere Menschen können kaum aus dem Haus, Flüsse trocknen aus, Ernten fallen aus und Felder können oder dürfen teilweise nicht mehr bewässert werden

      Bei dir sollte es trotz Trockenheit besser mal Hirn regnen.
    • SemperFi 01.08.2018 09:09
      Highlight Highlight Zu Glück hat die Trockenheit keinen Zusammenhang mit dem Idealwetter.
    • Max Dick 01.08.2018 09:12
      Highlight Highlight Allen kann es das Wetter eh nicht recht machen. Ich persönlich geniesse es, jeden Tag Badewetter zu haben. Ältere hitzeempfindliche Menschen müssen sich halt darauf einstellen, dass sie im Sommer entweder in die Berge müssen oder aber das Haus den Tag hindurch nicht verlassen sollten.
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  • Domimar 31.07.2018 22:51
    Highlight Highlight Wirklich spannend, Dankeschön. Ich bin ja gespannt, wann der Regen wieder kommt und wie kräftig. Wenn jetzt alles so trocken ist, kann der Boden das Wasser auch nicht gut aufnehmen. Aber es ist schon eindrücklich, wie die Wälder stellenweise schon komplett auf Spätherbst gestellt haben.
  • Der Tom 31.07.2018 22:38
    Highlight Highlight Vielleicht könnte man in Zukunft mal auf jedes neue Dach Solaranlagen montieren. Mit Landwirtschaft indoor und invitro Fleisch könnte ua viel Wasser gespart werden. Lösungen gibt es sehr viele. Aber Die Politik versagt komplett.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 01.08.2018 01:57
      Highlight Highlight Immer die Politik. Mach es doch selber. Es wird einfach teurer sein...
    • EvilBetty 01.08.2018 08:42
      Highlight Highlight Solang man einen Sündenbock hat, braucht man selbst nix zu ändern.
    • Der Tom 01.08.2018 09:56
      Highlight Highlight Ich bin sogar dran ein Solardach zu bauen und gebe mir auch sonst Mühe. Leider glaube ich aber nicht, dass es ohne einen gewissen Druck und Unterstützung von Seiten der Regierung reichen wird genügend Leute zu motivieren. Gerade bei Solaranlagen fragen die meisten als erstes ob es sich lohnt. wer es sich leisten kann sollte es aber bitte einfach tun (natürlich nicht im Schattenloch aber es werden wohl die wenigsten Dächer komplett ungeeignet sein).
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  • eisenherz 31.07.2018 22:32
    Highlight Highlight Sehr interessanter Artikel!
  • Humpe 31.07.2018 22:06
    Highlight Highlight Danke für den interessanten Artikel. Das mit dem „selbstverstärkenden Albedo-Effekt“ möchte doch bitte nochmals ein Fachmann gegenlesen, die Formulierung hat noch Luft nach oben...
    • Amisabi 01.08.2018 09:13
      Highlight Highlight Die Albedo beschreibt ja das Rückstrahlungsvermögen einer Oberfläche. Eine höhere Albedo bedeutet bessere Rückstrahlung=weniger Stahlungsaufnahme=geringere Erwärmung.
      Weniger Verdunstung=weniger Wolken= tiefere Albedo=grössere Strahlungsaufnahme=mehr Wärme. So weit so gut.
      Was ich mich aber Frage ist, ist der Kühlungseffekt durch Evapotranspiration (Verdunstung) nicht um Faktoren grösser? Und um die geht es ja in diesem Absatz ja eigentlich. Ich weiss nicht ob man in diesem Zusammenhang wirklich von einem Albedo Effekt sprechen kann. Bin aber auch kein Meteorologe.
    • aglio e olio 01.08.2018 12:37
      Highlight Highlight Ich verstand das so, dass trockener Boden mehr reflektiert, es dadurch wärmer und der Boden noch trockener wird, während feuchterer Boden mehr absorbiert und durch die entstehende Verdunstung kühlt.
    • kafifertig 01.08.2018 16:49
      Highlight Highlight Albedo hat nichts mit dem Wassergehalt des Bodens oder der Luft zu tun.
      Je tiefer der Wassergehalt des Bodens, desto kleiner die Wärmekapazität des Bodens.
      Die Bodentemperatur ist gleich der vom Boden absorbierten Sonnenenergie dividiert durch die Wärmekapazität des Bodens.
      Bei gleicher Sonneneinstrahlung (resp. absorbierter Sonnenenrgie) erreicht folglich ein nasser Boden eine tiefere Temperatur als ein trockener Boden.
      Die Albedo ist ein Mass dafür, wieviel von der Sonnenenergie, die auf den Boden trifft, vom Boden reflektiert und also nicht absorbiert wird.
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  • mAJORtOM95 31.07.2018 21:07
    Highlight Highlight Deshalb will ich ja auf den Mars. Dort gibt es keine plötzlichen Düren. Dort ist das immer so.
    Ausserdem gibt es kein Feuerwerks-Verbot.
    • Remo85 01.08.2018 10:56
      Highlight Highlight Bei 0.14% Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre dürfte das mit dem Anzünden des Feuerwerks etwas schwirig werden.
    • mAJORtOM95 01.08.2018 16:05
      Highlight Highlight @remo85 Richtig.
      Das Feuerwerk würde zudem nicht so funkeln wie in einer Sauerstoff reicheren Atmosphäre (Erde).
      Doch theoretisch währe es möglich mit einem elektrischen Zünder die Raketen anzuzünden. Funktionieren würden die ja auch.
      Wie auch unter Wasser.
    • kafifertig 01.08.2018 16:52
      Highlight Highlight @Remo85
      falsch überlegt.
      Bei Feuerwerkskörpern stammt der Sauerstoff für die Verbrennung aus dem Kaliumnitrat des Schwarzpulvers.
      Es ist generell so, dass bei Explosivstoffen kein Sauerstoff aus der Atmosphäre erforderlich ist.
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  • Linksextremer Klima-Opportunist 31.07.2018 21:03
    Highlight Highlight Spannender Artikel. Dankeschön
  • Paddiesli 31.07.2018 20:53
    Highlight Highlight Bevor sich jetzt wieder alle Klimaleugner bestätigt fühlen: das war EIN Jahr 1540 wegen eines einmaligen, 11monatigen Wetterphänomens. Wir erleben heute JÄHRLICH neue Rekordwerte und Naturkatastrophen.
    Also vergesst es, das in euren Köcher zu nehmen. 😉
    • Froggr 01.08.2018 08:13
      Highlight Highlight Tu ich aber trotzdem😉
    • schmiffe 01.08.2018 08:20
      Highlight Highlight natürlich ich kann jeden somer im rheinbett spazieren gehen
    • 7immi 01.08.2018 08:32
      Highlight Highlight nunja, man sollte wetter und klima nicht ständig verwechseln. heisses oder anderes extremes wetter gibt es immer wieder, mit dem klimawandel hat das nichts zu tun. das problem ist die häufigkeit dieser ereignisse. auch langzeitzeugen wie gletscher oder permafrostböden oder polkappen belegen den klimawandel. ein hitzesommer an sich hat dagegen nichts mit dem klimawandel zu tun. gabs auch schon früher und wirds immer wieder geben.
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  • meliert 31.07.2018 20:48
    Highlight Highlight guter Bericht, es sind Errignisse die sich wiederholen mit dem Wetter, dann regnet es wieder wochenweise und alle „Experten“ sagen dann wieder das sei nicht „normal“. Z.B. im Winter 1915/1916 gab es in Schwyz den ganzen Winter kein Schnee bis zum Weissen Sonntag, sicherlich war da der Mensch noch nicht schuld...
    • Thadic 01.08.2018 08:14
      Highlight Highlight Es geht darum, dass zu diesen natürlichen Schwankungen nun der massive Einfluss des Menschen kommt. Warum ist es so schwer zu verstehen, dass es nicht ohne Folgen sein kann wenn man den über Jahrmillionen gebunden Kohlenstoff in wenigen Jahrzehnten wieder frei setzt. Jeder von uns wird in seinem Lebensstil in Frage gestellt und das ist unangenehm.
    • karl_e 01.08.2018 15:31
      Highlight Highlight Der Winter 1915/16 war ein WETTERphänomen, meliert. Du und deine diversen Gesinnungsgenossen hier sollten gelegentlich den Unterschied zwischen Wetter und Klima begreifen lernen. Ist gar nicht schwierig!
    • kafifertig 01.08.2018 16:54
      Highlight Highlight Der Einfluss des Menschen, der hier postuliert wird, ist einfach nur Ausdruck von Hybris.
  • ponebone 31.07.2018 20:46
    Highlight Highlight Der Herr Huber ist im Haus! Ich hatte mich heute morgen gefragt, wieviele Punkte dieser wohl beim Sommerlochquiz abgeräumt habe...
    Ansonsten, sehr interessant. Gab es schon zu dieser Zeit Randständige? Oder muss ich mir was anderes vorstellen als man heute darunter versteht?Wunderbarer Artikel Sir
    • Mutzli 01.08.2018 03:52
      Highlight Highlight Verstehe nicht wirklich wie Sie jetzt auf den Begriff Randständige kommen im Zusammenhang mit diesem Artikel. Jänu, so wie man den Begriff Landläufig gebraucht: Ja klar, die gab es. Sogar ziemlich viel mehr als heute, seien es nun Obdachlose, Leute am Existenzminimum oder solche die aus welchen Gründen auch immer aus der Gesellschaft an sich verstossen wurden.
    • ponebone 01.08.2018 15:22
      Highlight Highlight Weil den Randständigen die Schuld an die Dürre gegeben wurde und diese deswegen verbrannt/gepfählt wurden (steht im Text).
      Randständiger wird heutzutage meist mit Personen assoziert, welche den ganzen Tag im Park rumlungern und Alk saufen oder Junkie (im Gegensatz zum klassischen Obdachlosen; wobei schon klar ist, dass es da eine grosse Schnittmenge gibt). Auf jeden Fall fällt es mir schwer zu glauben, dass es im Mittelalter verbreitet solche Menschen gab. Ich meine Bier gab es vor allem in den Klöster und einfach den ganzen Tag rumlungern konnte man sich schlicht nicht leisten....
  • Tiben 31.07.2018 20:43
    Highlight Highlight Bin ich der einzige dem jedes Jahr die Jahrhundertemperaturmeldungen auffallen? Wäre mal Zeit für ne Wende von nicht nur den extrem grünen...
  • Me:ish 31.07.2018 20:23
    Highlight Highlight Die NZZ schrieb am 16.4.18: "Zürcher Sechseläuten: Der Böögg ist explodiert – ein mittelmässiger Sommer erwartet uns".

    Mal sehen, ob der Sommer die Mittelmässigkeit noch hinbekommt... Ich hoffs so langsam.
  • aglio e olio 31.07.2018 20:15
    Highlight Highlight Sehr interessanter und auch unterhaltsamer Artikel.
    Und auch noch was über Wein gelernt.
    Danke.
    Noch ein weiteres Plus der Trockenheit:
    Kaum Mücken.
    Auch diese Medaille hat 2 Seiten. Man muss sie sich nur zurechtdrehen. ;)
  • salamandre 31.07.2018 20:14
    Highlight Highlight Vielen Dank für den spannenden Artikel: Wie wir an den schier überbordenden Komentaren sehen können, lässt uns dieses heisse Problem dennoch überraschend cool.
    ...und sorry für meinen Zynismus!

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