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Zürich

Zürcher Stadionprojekt kommt an die Urne

HANDOUT - VISUALISIERUNG --- Das Siegerprojekt des Investorenwettbewerbes zum Hardturm-Areal in der Vogelperspektive. Die Stadt Zuerich stellt an einer Medienkonferenz am Mittwoch, 13. September 2017  ...
Das Zürcher Stadionprojekt.Bild: HRS REAL ESTATE AG

Volk soll entscheiden – Zürcher Stadionprojekt kommt an die Urne

Das Fussballstadion-Projekt auf dem Zürcher Hardturm-Areal hat eine weitere Hürde genommen: Das Stadtparlament stimmte am Mittwoch der Weisung des Stadtrats zu. Damit liegt der Ball nun beim Stimmvolk.
11.07.2018, 23:5512.07.2018, 09:50

Das «Ja» des Gemeinderats kam jedoch nur dank gütiger Mithilfe von links-grüner Seite zustande: Ohne dieses Zutun hätten SVP, FDP, GLP und EVP die notwendigen 63 Stimmen – die Anträge des Stadtrats unterstanden der Ausgabenbremse – nicht zusammengebracht.

Schliesslich stimmten 73 Parlamentarier dafür; 37 waren dagegen und 7 Abgeordnete enthielten sich. Ein Rückweisungsantrag der SP blieb chancenlos.

Aufatmen können die Stadion-Befürworter damit aber noch nicht: Die Parteien sind gespalten – auch intern. Die links-grüne Ratsseite steuerte nur gerade genug Stimmen bei, damit es zur Volksabstimmung kommen kann und sparte in der Debatte aber nicht mit Kritik. Und vor dem Rathaus zeigte die IG Freiräume an einer Demonstration dem Projekt die rote Karte.

... und auch die Befürworter waren vor Ort. GC- und FCZ-Junioren überreichten Fussbälle an die Politiker.

GC und FCZ Junioren ueberreichen Fussbaelle vor dem Zuercher Rathaus am Mittwoch, 11. Juli 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Bild: KEYSTONE

Stadion für 18'000 Zuschauer

Das Projekt «Ensemble» der Investoren HRS, Immobilienanlagegefässe der Credit Suisse sowie Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) sieht auf dem rund 55'000 Quadratmeter grossen Areal ein Stadion für rund 18'000 Zuschauer, 174 Genossenschaftswohnungen und zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme mit rund 600 Wohnungen vor. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 570 Millionen Franken.

Der Investor will mit den Wohntürmen das Fussballstadion querfinanzieren. Dadurch müsste die Stadt nichts zu dem Bau und zum Betrieb des Stadions bezahlen.

Mit einem reduzierten Baurechtszins auf den Baufeldern, auf denen die Türme stehen werden, unterstützt sie das Projekt aber trotzdem. Vorgesehen sind Baurechtszinse von jährlich 1,2 Millionen Franken und der Verzicht auf Einnahmen von maximal 1,7 Millionen Franken pro Jahr.

Das Zürcher Stadtparlament genehmigte nun die entsprechenden Baurechtsverträge, einen Objektkredit von rund 50 Millionen Franken für die Übertragung einer Teilfläche vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen sowie den jährlichen Einnahmeverzicht. Der Ball liegt damit beim Stimmvolk, das voraussichtlich im November über den Stadion-Bau abstimmen muss.

Geplant ist, dass der Ball ab der Saison 2021/2022 im neuen Stadion rollen kann. In den vergangenen 20 Jahren waren aber schon mehrere Stadionprojekte auf dem Hardturm-Areal gescheitert. (sda/vom)

Zu teuere Bewilligungen – Public Viewing vor dem Ende?

Video: srf
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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Balsiger
12.07.2018 07:41registriert März 2016
Wieso kriegen die 40 Nasen von der Brache eigentlich medial - auch in diesem Beitrag wieder - so eine ünverhältnissmässig grosse Aufmerksamkeit? Vor dem Ratshaus waren gestern mindestens gleich viele GC- und FCZ-JunioriInnen vor Ort. Ausserdem haben innerhalb von 24 (!) Stunden mehr als 6000 Sportfans mit einem Aufruf JA gesagt zum Stadion!

Da stimmt meiner Meinung nach einiges nicht bzgl der Gewichtung eurer Berichterstattung..
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Leckerbissen
12.07.2018 08:59registriert März 2018
Die Stadiongegner und Bracheliebhaber erinnern mich irgendwie an Staaten/Diktatoren, welche ein Land in Beschlag nehmen (was übrigens nicht Ihnen gehört) und es besetzen möchten. Lustig, dass genau diese Leute solche Staaten und Staatsmänner verurteilen.
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Digichr
12.07.2018 07:28registriert Februar 2014
Und werden die Gegner den Entscheid an der Urne akzeptieren?
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