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Amok-Alarm in Zürich

«Die ganzen Krankenwagen, das löste ein bisschen Panik aus»



Grosseinsatz: Amok-Alarm im Zürcher Toniareal

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Grosseinsatz: Amok-Alarm im Zürcher Toniareal
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Amokalarm an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK): Am Donnerstagvormittag rückte die Polizei mit einem Grossaufgebot an. Über 100 Polizeigrenadiere durchkämmten die 1400 Räume der Hochschule im Zürcher Toni-Areal, nachdem kurz vor 8.45 Uhr beim Hochschulcampus eine Amok-Drohung einging und gleichzeitig die Polizei über den Notruf 117 alarmiert wurde.

Die rund 5000 Personen, die sich in dem Campus befanden, wurden über Lautsprecher aufgefordert, sich in den Zimmern zu verbarrikadieren. Die Storen wurden automatisch geschlossen, die Lichter gelöscht. 

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Video: watson

«Ich bin sehr erleichtert, dass es vorbei ist», meint eine junge Frau mit Kind, als sie nach knapp drei Stunden das Gebäude der ZHDK verlassen kann. «Angst hatte ich nicht, aber ein mulmiges Gefühl. Der Kleine hingegen hat es ganz locker weggesteckt, solange er essen und spielen kann, ist alles in Ordnung», sagt die Studentin lachend. Andere nahmen die Situation nicht ganz so gelassen wie die junge Mutter: «Die ganzen Polizeiautos, die Krankenwagen, die Absperrbänder, ja, das löste ein bisschen Panik aus», gesteht eine junge Studentin.

Nach der Entwarnungsmeldung, welche die Polizei punkt 11.55 Uhr via Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete, strömten die Leute aus dem Gebäude. Auf Anweisung der Polizei durfte niemand mehr zurück. Die Polizei ermittle auf Hochtouren, teilte sie mit. Die Kosten des Einsatzes belaufen sich auf mehrere 10'000 Franken, sagt Polizesprecher Marco Cortesi zu watson.

Entwarnung Toni Areal zhdk

Um Mittag gab die Polizei Entwarnung. Bild: watson

Der Schulbetrieb wurde auf Grund der Ermittlungen an der Hochschule eingestellt. Einige Klassen, die erst nach der Amok-Drohung beim abgeriegelten Toni-Areal eintrafen, führten den Unterricht in einem nahe gelegenen Hotel fort, wie eine betroffene Studentin gegenüber watson sagte.

In einem nahe gelgenen Budget-Hotel bietet ein Care-Team psychologische Betreuung für Betroffene an.

In unserem Ticker können Sie die Ereignisse im Detail nachlesen.

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video: watson

Erst letzte Woche gab es Fehlalarm

In den Räumlichkeiten des Toni-Gebäudes, in denen Tausende Personen eingeschlossen auf dem Boden verharrten, blieb es mehrheitlich ruhig. Viele vermuteten von Beginn an einen Fehlalarm. Das kommt nicht von ungefähr: Seit der Inbetriebnahme der Schule Mitte September wurde wiederholt Amok-Alarm ausgelöst. Zuletzt rückte die Stadtpolizei Zürich am 25. November zum Toni-Areal aus. Auch damals waren tausende Personen im Gebäude eingeschlossen. Wie sich herausstellte, handelte es sich damals erneut um einen Fehlalarm, der vermutlich durch Unachtsamkeit ausgelöst wurde, wie die Schule Ende November gegenüber watson mitteilte. 

Per Social Media wurde das Geschehen lebhaft begleitet und kommentiert. Die Polizei mahnte per Twitter, ihrer Anweisungen zu befolgen. Studierende und Mitarbeitende, aber auch Aussenstehende, die vom Ereignis gehört oder gelesen hatten, posteten Informationen und ironische, verärgerte oder besorgte Kommentare. (rar/meg/sda)

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