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Auf die Liegenschaft der Architektin Vera Gloor ist in der Nacht auf Dienstag, 3. Mai 2011, ein Farbanschlag veruebt worden, zudem wurden Scheiben eingeschlagen. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist noch unklar. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Das war 2011: Bereits damals wurde Gloors Büro von Unbekannten attackiert. Vom aktuellen Angriff auf ihr Büro an der Josefstrasse gibt es keine Bilder.  Bild: KEYSTONE

Linksradikale bekennen sich: Buttersäure-Anschlag auf umstrittene Zürcher Architektin Vera Gloor



In der Nacht auf Donnerstag haben Unbekannte eine Scheibe des Büros der Architektin Vera Gloor eingeschlagen und Buttersäure im Raum verteilt. Das teilen die Angreifer selber in einem anonymen Bekennerschreiben mit. Sie hätten das Büro von Gloor gewählt, «weil sie eine der prägenden Exponentinnen der Stadtaufwertung in Zürich ist». Gloor sei massgeblich daran beteiligt, dass es durch die Aufwertung von Liegenschaften in den Kreisen 4 und 5 bald nur noch Wohnungen im Hochpreis-Segment gebe. «Die Stadtentwicklung, geprägt von Gloor, treibt Sexarbeiterinnen in die Illegalität und Abhängigkeit», heisst es in der Mitteilung. 

Für Gloor sind diese Vorwürfe nichts Neues. Die Architektin wird bereits seit Jahren kritisiert, mit ihrer Arbeit die Gentrifizierung des Langstrassen-Quartiers voranzutreiben. Sie selber wies diesen Vorwurf immer vehement von sich. Sie würde sich viele Gedanken darüber machen, wie man Wohnraum für Leute schaffen könne, die nicht so viel verdienen würden, sagte sie in einem Interview im «Tages-Anzeiger». Und gegenüber dem «Blick» sagte sie im März im Zusammenhang mit der Sanierung des ehemaligen Puffs «Irma», Luxuswohnungen für Doppelverdiener würden nicht an die Langstrasse passen.

Unterschrieben wurde das Bekennerschreiben mit der linksradikalen Parole: 

«VertreiberInnen vertreiben! 
Revolutionäre Gewalt gegen Stadtaufwertung!»

Gloor war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (dwi)

>>> Hier geht es zu einem ausführlichen Kommentar zur Debatte um die Langstrasse

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