Zürich
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Der Zuercher Schoenheitschirurg Peter Meyer-Fuerst (Archivbild 1994) ist am Dienstag 1. Juli 1997 vom Zuercher Obergericht zu sieben Tage Gefaengnis bedingt verurteilt worden. Eine Patientin hatte gegen den Prominenten-Arzt geklagt, weil sie 1990 gegen ihren Willen an einer Zehe operiert worden war. Jetzt bleibt Meyer-Fuerst noch der Gang an das Bundesgericht offen. (KEYSTONE/ARCHIVE)

Peter Meyer-Fürst macht seit Jahren immer wieder Schlagzeilen wegen misslungener Schönheitsoperationen. Bild: KEYSTONE

Fall Meyer-Fürst

Nach Brust-OP-Pfusch: Behörden schliessen umstrittene 
Schönheitsklinik



Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat die Tagesklinik am Bellvue, an der Peter Meyer-Fürst operierte, vorläufig geschlossen, berichtet SRF Online. Bis auf weiteres darf in der Schönheitsklinik niemand mehr operieren. Das bestätigte Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger gegenüber der SRF-Sendung «Schweiz aktuell». 

Die Tagesklinik ist bereits seit Mittwoch geschlossen. «Wir haben vor Ort einen Augenschein genommen. Gestützt darauf haben wir entschieden, dass die Patientensicherheit nicht gewährleistet ist», sagte Heiniger gegenüber «Schweiz aktuell». Die Gesundheitsdirektion reagierte somit auf massive Vorwürfe an den 78-jährigen Schönheitschirurgen Peter Meyer-Fürst, die in der Konsumentensendung «Kassensturz» erhoben worden sind. 

Mit einer versteckten Kamera hat «Kassensturz» im Januar dieses Jahres aufgedeckt, was der am Bellevue in Zürich tätige Doktor im Namen der Schönheit so alles treibt. Dabei kam eine ganze Reihe an fragwürdigen Handlungen zusammen:  

Meyer-Fürst sorgt seit Jahren immer wieder für Schlagzeilen, vor allem wegen misslungener Behandlungen. Im jüngsten Fall hatte sich eine junge Frau die Brüste verkleinern lassen, es kam aber zu einem Blutstau, und ihre Brustwarzen starben ab. 

Brust-OP-Pfusch von Peter Meyer-Fürst

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Aus dem «Kassensturz» vom 20.01.2015. video: youtube/SRF

Gegen Meyer-Fürst läuft mittlerweile ein Verfahren. Bereits vor einer Woche hatte ihm die Gesundheitsdirektion ein Operationsverbot bis zur Klärung der Vorwürfe erteilt.

meyer-fürst

In den 80er Jahren war «Busen-Meyer» ein Partylöwe. bild. screenshot youtube/schweizer radio und fernsehen

Mögliche Folgen der Untersuchung seien eine Geldstrafe oder sogar der Ausschluss aus dem Berufsverband FMH. Dies hätte zur Folge, dass Meyer-Fürst seine Operationen nicht mehr über die Krankenkassen abrechnen könnte. Nach einem Ausschluss könnte er demnach nur noch Privatpatienten behandeln, so Michael Kohlbacher, Generalsekretär der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich.

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 (oli/sda) 

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