Zürich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Medienleute stehen vor dem Zuercher Bezirksgericht am Mittwoch, 30. Maerz 2016. Heute Mittwoch steht der Bankangestellte vor dem Zuercher Bezirksgericht, der Ende 2011 die Affaere Hildebrand ins Rollen gebracht hat. Der IT-Mitarbeiter soll die Bankdaten des damaligen Nationalbankpraesidenten Philipp Hildebrand kopiert haben. Vor den Gerichtsschranken steht auch Hermann Lei, der seinem ehemaligen Schulfreund den Kontakt zu verschiedenen Politikern vermittelt haben soll - unter anderem zum damaligen SVP-Nationalrat Christoph Blocher. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der 34-jährige Mann musste sich am Dienstag wegen vorsätzlicher Tötung und Störung des Totenfriedens vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Bild: KEYSTONE

34-Jähriger bringt in Zürich WG-Partnerin um – jetzt steht er vor Gericht



Vor dem Bezirksgericht Zürich hat sich heute Dienstag ein 34-jähriger Mann wegen vorsätzlicher Tötung und Störung des Totenfriedens zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragt, den Beschuldigten als schuldunfähig zu erklären und ihn in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Er soll seine WG-Mitbewohnerin getötet haben.

Laut Anklageschrift lebte der Schweizer zur Tatzeit, im September 2016, in einer Sozialwohnung in Zürich. Ein Zimmer hatte er an eine junge Französin untervermietet. Zwischen den beiden kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen.

Mehrmals habe der Beschuldigte diese Auseinandersetzungen mit seinem Handy aufgenommen, schreibt die Staatsanwaltschaft. Als es am späten Vormittag des Tattags wieder zum Streit kam, stellte die Frau ebenfalls ihr Handy auf Aufnahme. Das passte dem Mann gar nicht. Er riss ihr das Telefon aus der Hand und ging damit in sein Zimmer. Die Frau folgte ihm – sie wollte ihr Handy zurück.

Nun eskalierte die Situation laut Anklageschrift: Mit einer Hand packte der Mann den Unterarm der Frau, seinen anderen Arm legte er ihr um den Hals und drückte zu. In Todesangst versuchte die Frau, sich mit ihrem freien Arm zu wehren. Vergeblich, der Druck am Hals wurde stärker, die Blutzufuhr zum Gehirn war blockiert.

Bis zum Tod gewürgt

Die Frau verlor das Bewusstsein. Aber auch als sie zu Boden sank, löste der Mann seinen Griff um den Hals nicht. Erst als sie nach letzten Zuckungen reglos liegen blieb, liess er los.

Die Leiche zerrte er gemäss Anklage ins Zimmer der Frau, entkleidete sie und verging sich an ihr. Schliesslich drapierte er ein Springseil über die Leiche, den Griff legte er in ihre Hand. So versuchte er, seine Tat zu vertuschen – eine Entwürdigung der Toten.

Laut Anklage tötete der Beschuldigte seine Untermieterin nicht nur vorsätzlich, sondern störte auch ihren Totenfrieden. Allerdings soll der Mann als schuldunfähig erklärt und in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden.

Falls das Gericht die Schuldunfähigkeit nicht anerkennt, wird der Staatsanwalt in der Hauptverhandlung einen Strafantrag stellen. (sda)

Aktuelle Polizeibilder:

Das könnte dich auch interessieren:

Jetzt legt sich Trump auch noch mit dem Militär an – mit unschönen Folgen

Link to Article

So wird Heidi Z'graggen von der Outsiderin zur Bundesrätin

Link to Article

Es ist Winterpause – auf diese 13 Dinge dürfen sich Amateur-Fussballer wieder freuen

Link to Article

Berner Schreiner packt aus: So wurde ich zum SVP-Model

Link to Article

21 lustige Fails gegen die pure Verzweiflung am Arbeitsplatz

Link to Article

So reagiert das Internet auf Trumps «Finnland-machts-besser»-Vergleich

Link to Article

Der Sexgeschichten-König, der mich in der Suite erobert

Link to Article

«Red Dead Redemption 2» – eine riesige, wunderschöne Enttäuschung  

Link to Article

18 Tinder-Profile, die ein BISSCHEN zu ehrlich sind 😳

Link to Article

Jüngste Demokratin kommt im Kongress an – und wird sogleich kritisiert wegen ihres Outfits

Link to Article

11 Momente, in denen das Karma sofort zurückgeschlagen hat

Link to Article

Facebooks schmutziges Geheimnis – Zuckerberg und Co. behaupten, sie wussten von nichts

Link to Article

Trump ist sauer – und zwar so was von!

Link to Article

Was du über die Bauernfängerei «Initiative Q» wissen musst

Link to Article

Wer sind die SVP-Models, die für die Selbstbestimmungs-Initiative den Kopf hinhalten?

Link to Article

Diese 16 Bilder zeigen, wie blöd unsere Gesellschaft doch manchmal ist

Link to Article

Wenn Teenager illegale Nackt-Selfies verschicken – das steckt dahinter

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

Themen
3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerSimu 11.09.2018 08:03
    Highlight Highlight Schon spannend, wie in der Schweiz einfach jeder Mörder als schuldunfähig befunden wird.
    49 27 Melden
    • Joe Smith 11.09.2018 11:01
      Highlight Highlight Leider überhaupt nicht mehr spannend, wie bei jeder Straftat sofort alle pavlowschen Hunde aus ihren Löchern kommen und ohne jedes Wissen einfach mal über die angebliche Kuscheljustiz herziehen.
      37 18 Melden
    • Garp 11.09.2018 11:05
      Highlight Highlight Deine Wahrnehmung ist etwas verzerrt. Der Staatsanwalt macht das sicher nicht zum Vergnügen, er vertritt ja die Anklage! Es gibt nun mal Schuldnfähigkeit und die muss auch belegt werden.
      32 4 Melden

Der FC Herrliberg siegt vor Bundesgericht gegen seine lärmempfindlichen Anwohner

Grosse Erleichterung bei den Amateurfussballern des FC Herrlibergs. In einem heute veröffentlichten Urteil hat das Bundesgericht die Lärmklage von zwei Anwohnern des Sportplatzes Langacker abgewiesen. Die Goldküstengemeinde und der Fussballverein schreiben in einer Mitteilung, dass sie den Entscheid «erleichtert zur Kenntnis nehmen».

Die Richter in Lausanne bestätigten die Urteile der Vorinstanzen. Vor ihrem Gang ans höchste Schweizer Gericht waren die Kläger mit ihrer Beschwerde bereits vor …

Artikel lesen
Link to Article