Zürich
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Zürcher Letzigrund-Streit: Niederlage für Implenia



ZUM LEICHTATHLETIK-MEETING WELTKLASSE ZUERICH AM DONNERSTAG, 3. SEPTEMBER 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - The football field with the all-weather running track, the stadium roof, and red seats on the empty spectator terraces of the football and athletic sports stadium Letzigrund in Zurich, Switzerland, on July 1, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Letzigrund: Das juristische Hickhack um das 2007 fertiggestellte Leichtathletik- und Fussballstadion nimmt kein Ende.
Bild: KEYSTONE

Niederlage für das Bauunternehmen Implenia: Im jahrelangen Streit um zusätzliche Kosten für den Bau des Letzigrund-Stadions hat das Bezirksgericht Zürich zugunsten der Stadt Zürich entschieden. Implenia muss auf fast 23 Millionen Franken verzichten.

Das Bauunternehmen forderte von der Stadt 23 Millionen Franken zusätzlich, weil der Neubau des Stadions Letzigrund wegen insgesamt 1392 Projektänderungen teurer wurde als angenommen. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, stellt es sich aber auf die Seite der Stadt.

Statt der geforderten 23 Millionen muss die Stadt dem Bauunternehmen nur 340'000 Franken zahlen. In seinem Urteil schreibt es, dass Implenia selber das Risiko für fehlende oder fehlerhafte Ausschreibungs- und Ausführungspläne habe. Deshalb habe das Unternehmen auch keinen Anspruch auf Mehrvergütung.

Die Stadt reagierte erfreut: Das Hochbaudepartement sei mit dem Urteil sehr zufrieden, schrieb es in einer Mitteilung.

Das Bauunternehmen Implenia betonte in einer Mitteilung, dass das Gericht überhaupt nicht auf seine Argumente eingegangen sei. Implenia ist unverändert der Meinung, dass die Stadt für die Kosten der geänderten Bestellungen aufkommen muss. Ob das Unternehmen das Urteil ans Obergericht weiterzieht, ist noch unklar.

Wasser im Stadiondach

Der Rechtsstreit dürfte ohnehin noch lange weitergehen: Die Stadt reichte neu eine zusätzliche Klage wegen eines Wassereintrittes im Stadiondach ein. Dafür verlangt sie eine Entschädigung von 10 Millionen. Implenia weist die Behauptung, es laufe Wasser ins Dach, zurück – und weigert sich damit auch, die Millionen zu bezahlen. (wst/sda)

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