Zürich
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Verurteilung in zwei Fällen

Mord vor dem Zürcher Club Kaufleuten: 23-Jähriger schuldig gesprochen. 16 Jahre Haft

26.06.14, 15:10 26.06.14, 23:50
GERICHTSZEICHNUNG - Szene waehrend dem Prozess des Kaufleuten-Messerstechers im Zuercher Bezirksgericht, festgehalten in einer Illustration, am Dienstag, 24. Juni 2014, in Zuerich. Das Bezirksgericht Zuerich befasst sich heute Dienstag mit dem Toetungsdelikt vom Juli 2012 vor dem Club "Kaufleuten". Zentral geht es um die Frage, ob das Gericht die Tat als Mord einstuft oder als - weniger streng bestrafte - vorsaetzliche Toetung. Der Beschuldigte bestreitet die Tat als solche nicht. Vor Gericht zu verantworten haben sich drei junge Maenner. (KEYSTONE/Illustration Robert Honegger)

16 Jahre wird der 23-Jährige einsitzen müssen. Bild: KEYSTONE

16 Jahre Freiheitsentzug wegen Mordes und versuchter vorsätzlicher Tötung: Dieses Urteil hat das Bezirksgericht Zürich am Donnerstag gegen einen 23-Jährigen gefällt. Er hatte im Juli 2012 vor dem Zürcher Club Kaufleuten einen jungen Mann erstochen und dessen Bruder lebensgefährlich verletzt.

Das Gericht ordnete zudem eine ambulante Massnahme während des Strafvollzugs an. Ausserdem muss der Verurteilte der Familie der Opfer fast eine Viertelmillion, genauer 235'000 Franken Genugtuung zahlen. 

Die Mitangeklagten M.M. und S.H. verlassen gemeinsam mit Anwalt Markus Goette, Mitte, das Zürcher Bezirksgericht. Bild: KEYSTONE

Bei der Tatqualifizierung folgte das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Beim Strafmass blieb es jedoch unter den geforderten 20 Jahren. 

Der Verteidiger blieb mit seinen Anträgen erfolglos. Er hatte seinen Mandanten wegen vorsätzlicher Tötung und schwerer Körperverletzung verurteilt sehen wollen. Als angemessenes Strafmass erachtete er zwölf Jahre Freiheitsentzug, aufgeschoben zu Gunsten einer Massnahme in einer Einrichtung für junge Erwachsene. 

Ein Mitangeklagter wurde der Begünstigung schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 80 Franken verurteilt.

Der zweite Mitangeklagte wurde mangels Beweisen der Gehilfenschaft freigesprochen, jedoch zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu 90 Franken wegen Vergehens gegen das Waffengesetz.

Am frühen Morgen des 15. Juli 2012 hatte der Iraker vor dem Zürcher Club Kaufleuten nach einem Streit einen jungen Mann erstochen, der mit seinem Bruder und Freunden im Lokal seinen 23. Geburtstag feierte. Den Bruder verletzte er lebensgefährlich. Anschliessend flüchtete er zu einem Onkel nach Norwegen. Zwei Wochen später wurde er dort verhaftet. (rar/sda)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 01.07.2014 16:14
    Highlight Zum Glück ist die CH äusserst effizient mit dem Abschliessen von Verträgen mit anderen Staaten, damit diese ihre Staatsbürger zurücknehmen und auf ihre Kosten inhaftieren. Somit bleibt auch der hiesige Steuerzahler vor enormen Kosten verschont.
    2 1 Melden
  • Marcelo Filiais 26.06.2014 16:55
    Highlight Genau so!
    2 1 Melden
  • pun 26.06.2014 16:43
    Highlight "150 mal 80 Tagessätze"
    Was bedeutet das? Wohl kaum 1200 Tagessätze, also 150 Tagessätze à 80 Franken oder 80 Tagessätze à 150 Franken?
    1 0 Melden
    • Viktoria 26.06.2014 16:56
      Highlight Danke für den Hinweis. Ist angepasst: Es sind 150 Tagessätze à 80 Franken.
      2 0 Melden
  • Freddy Berger (1) 26.06.2014 15:30
    Highlight So ist recht!
    3 1 Melden

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