DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Flucht aus dem Gefängnis: Ausbrecher Kiko vor Zürcher Obergericht

13.10.2017, 11:0713.10.2017, 11:53
Kiko vor Gericht.
Kiko vor Gericht.Bild: KEYSTONE

Wegen seiner filmreifen Flucht aus dem Gefängnis Limmattal muss sich Hassan Kiko heute Freitag erneut vor Gericht verantworten: Er steht vor dem Zürcher Obergericht, weil er eine Gefängnisaufseherin dazu angestiftet hatte, ihn freizulassen. Die beiden sind heute verheiratet.

Kiko hatte beim erstinstanzlichen Prozess am Bezirksgericht Dietikon eingeräumt, dass die Idee zur Flucht von ihm gekommen sei und er die Gefängnisaufseherin mehrmals um Hilfe gebeten habe. Er habe aber keinen Druck auf sie ausgeübt, betonte er.

Kikos Anwalt sprach von einer «romantischen Flucht», die vom syrischen Häftling und der Aufseherin als eine Art «Bonnie und Clyde ohne Maschinengewehre» gemeinsam geplant worden sei.

Das Bezirksgericht Dietikon verurteilte ihn trotzdem: Kiko erhielt wegen Anstiftung zum Entweichenlassen eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten – zusätzlich zu den insgesamt fünfeinhalb Jahren, die er bereits wegen Vergewaltigung einer 15-Jährigen und eines früheren Delikts verbüssen muss. Er akzeptierte das Urteil nicht, weshalb der Fall nun vor Obergericht neu aufgerollt wird.

Aufseherin ebenfalls bestraft

Die Aufseherin, die inzwischen seine Ehefrau ist und seinen Namen angenommen hat, wurde bereits im Januar wegen Entweichenlassens eines Gefangenen mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten bestraft. Dieses Urteil ist inzwischen rechtskräftig.

Nach ihrer Flucht aus dem Gefängnis Dietikon setzten sich Kiko und seine Aufseherin mit dem Auto nach Norditalien ab. Wenige Wochen später wurden sie dort verhaftet. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Aldi zieht in einen der grössten Bahnhöfe der Schweiz – und greift Coop frontal an
Die Expansion des deutschen Detailhändlers Aldi in die Innenstädte geht weiter. Nun eröffnet er mitten in der Stadt Zürich eine Filiale an bester Lage – und zieht der Konkurrenz direkt vor die Nase.

Der deutsche Discounter Aldi will in die Schweizer Innenstädte expandieren. Darauf lege er ein «besonderes Augenmerk», schrieb die Medienstelle letzte Woche auf Anfrage von CH Media. «Zulegen wollen wir vor allem noch in Genf und Zürich.» Dort hatte Aldi im Sommer in der Nähe der Bahnhofstrasse bereits eine zweistöckige Filiale eröffnet. Nun folgt bereits der nächste Streich.

Zur Story