International
UserInput

Nach dem Brexit: Rassistische Vorfälle in England

Nach dem Brexit: Welle von rassistischen Vorfällen erfasst England 

27.06.2016, 10:1027.06.2016, 11:04

Schon im Vorfeld der Brexit-Abstimmung in Grossbritannien gab es vermehrt fremdenfeindliche und rassistische Töne. Besonders Polen – die grösste nicht englischsprachige Minderheit im Vereinigten Königreich – wurden stark angefeindet.

Sie hofften, nach dem emotional geführten Abstimmungskampf würde sich die Situation wieder beruhigen. Offenbar lagen sie falsch: In Huntingdon, wo viele polnische Immigranten leben, wurden vor einer Schule Flyer verteilt, die Polen als «Ungeziefer» betiteln. Solche Flyer in englischer und polnischer Sprache wurden auch polnischstämmigen Familien in die Briefkästen gelegt. 

Es blieb nicht bei verbalen Pöbeleien: Diese beiden Polen – Vater und Sohn – wurden von unbekannten Tätern zusammengeschlagen: 

Aber nicht nur die Polen bekamen den Hass der Fremdenfeinde zu spüren, die sich nach dem Brexit im Aufwind wähnen. Auch fremdländisch aussehende Briten, beispielsweise Pakistaner, berichteten über Anfeindungen: 

Der Twitter-Account Post-Brexit Racism sammelt die Berichte. Manche Brexit-Befürworter sind demnach der Meinung, nun müssten Ausländer zurückgeschickt werden: 

Im Alltag kam es zu hasserfüllten Szenen: 

Auch Muslime sind Zielscheibe der Anfeindungen. In der Nähe von Birmingham demonstrierte die rechtsextreme English Defence League (EDL) gegen eine Moschee: 

(dhr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Sánchez kündigt Neuwahlen in Spanien für Ende November an
Drei Tage nach dem Scheitern seiner Dekrete zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Spanien im Parlament hat Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez die Flucht nach vorn angetreten und eine vorgezogene Wahl angekündigt. Seine Regierung habe schon viel erreicht, aber es bleibe noch viel zu tun, sagte er bei einer landesweit übertragenen Fernsehansprache. Dafür brauche es aber eine «sehr viel breitere Mehrheit im Parlament». «Spanien muss sich entscheiden, ob es sich der rechtsextremen Welle anschliessen oder weiterhin eine Bastion der sozialen Gerechtigkeit bleiben will», fügte der Sozialist hinzu.
Zur Story