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Nach dem Brexit: Welle von rassistischen Vorfällen erfasst England 



Schon im Vorfeld der Brexit-Abstimmung in Grossbritannien gab es vermehrt fremdenfeindliche und rassistische Töne. Besonders Polen – die grösste nicht englischsprachige Minderheit im Vereinigten Königreich – wurden stark angefeindet.

Sie hofften, nach dem emotional geführten Abstimmungskampf würde sich die Situation wieder beruhigen. Offenbar lagen sie falsch: In Huntingdon, wo viele polnische Immigranten leben, wurden vor einer Schule Flyer verteilt, die Polen als «Ungeziefer» betiteln. Solche Flyer in englischer und polnischer Sprache wurden auch polnischstämmigen Familien in die Briefkästen gelegt. 

Es blieb nicht bei verbalen Pöbeleien: Diese beiden Polen – Vater und Sohn – wurden von unbekannten Tätern zusammengeschlagen: 

Aber nicht nur die Polen bekamen den Hass der Fremdenfeinde zu spüren, die sich nach dem Brexit im Aufwind wähnen. Auch fremdländisch aussehende Briten, beispielsweise Pakistaner, berichteten über Anfeindungen: 

Der Twitter-Account Post-Brexit Racism sammelt die Berichte. Manche Brexit-Befürworter sind demnach der Meinung, nun müssten Ausländer zurückgeschickt werden: 

Im Alltag kam es zu hasserfüllten Szenen: 

Auch Muslime sind Zielscheibe der Anfeindungen. In der Nähe von Birmingham demonstrierte die rechtsextreme English Defence League (EDL) gegen eine Moschee: 

(dhr)

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