Aarau kegelt schwachen FCZ aus dem Cup – Thun siegt in Schaffhausen mit viel Mühe
Die Auslosung der Achtelfinals
In den Achtelfinals kommt es im Schweizer Cup zu drei Duellen zwischen Mannschaften aus der Super League: Young Boys – Basel, St. Gallen – Lugano und Lausanne-Sport – Grasshoppers.
Zudem stehen sich in Partien zwischen Vertretern der zwei höchsten Ligen Yverdon und Thun, Wil und Luzern, Stade Lausanne-Ouchy und Sion sowie Neuchâtel Xamax und Servette gegenüber. Der SC Brühl aus der Promotion League empfängt den zweitklassigen FC Aarau, der mit dem Sieg gegen den FC Zürich für die Überraschung der Sechzehntelfinals gesorgt hat. Die Achtelfinals finden zwischen dem 1. und 3. Dezember statt.
Die Duelle im Überblick:
Lausanne-Sport – GC
Yverdon – Thun
SC Brühl – Aarau
St.Gallen – Lugano
Wil – Luzern
Young Boys – Basel
Stade Lausanne-Ouchy – Sion
Xamax – Servette
Aarau – Zürich 2:0
Der FC Aarau sorgt für die Überraschung der 2. Runde im Schweizer Cup. Der Klub aus der Challenge League setzt sich gegen den FC Zürich 2:0 durch.
Daniel Afriyie, ausgerechnet Daniel Afriyie, war im ausverkauften Aarauer Brügglifeld der Matchwinner. Der Ghanaer schoss beide Tore im ausgeglichenen Match, in dem aber der Unterklassige den entschlosseneren Eindruck machte. In der 65. Minute kam der 25-jährige Stürmer nach einem Eckball freistehend zum Abschluss und eine Viertelstunde später war er mit einem Weitschuss erfolgreich.
Für Afriyie war eine Erlösung, weil er im Speziellen wie sein Team im Ganzen in dieser Saison noch nicht richtig auf Touren gekommen ist, und eine Revanche, weil er mit seinem Ex-Klub FC Zürich noch eine Rechnung offen hatte. Zweieinhalb Jahre spielte er für den FCZ, bevor er im Sommer 2025 zum FC Aarau weiterzog. Für die Zürcher gelangen ihm in 50 Spielen gleich viele Treffer wie an diesem denkwürdigen Sonntagnachmittag.
Zum dritten Mal in Folge setzte sich der FC Aarau, der in der Challenge League nur den 6. Platz belegt, im Sechzehntelfinal gegen einen Oberklassigen durch. 2024 schlugen die Aargauer den FC Luzern und in der vergangenen Saison die Young Boys. Für den FC Zürich, der in Aarau die eine oder andere gute Torchance vergab, aber zu wenig konsequent und überlegt auftrat, ist es das zweite Zweitrunden-Out in Folge. Im letzten Jahr bedeutete Nyon die frühe Endstation.
Aarau - Zürich 2:0 (0:0)
8000 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 65. Afriyie 1:0. 80. Afriyie 2:0.
Bemerkungen: 83. Gelb-Rote Karte gegen Reichmuth (FC Zürich).
Schaffhausen – Thun 2:3nP
Einen grossen Cupfight gab es auch in Schaffhausen. Über 4300 Zuschauer sahen, wie der Aussenseiter aus der Promotion League dem Schweizer Meister Thun alles abforderte. Erst nach Penaltyschiessen musste sich der FC Schaffhausen geschlagen geben. Carmine Chiappetta brachte die Gastgeber kurz nach der Pause mit 1:0 in Führung, und Dimitri Volkart traf in der 120. Minute zum 2:2 für den von David Sesa trainierten FCS.
Schaffhausen war spielerisch mindestens ebenbürtig. Doch die Thuner hatten das Penaltyglück auf ihrer Seite. In der 72. Minute gelang Furkan Dursun vom Elfmeterpunkt das 1:1. Zwei Minuten später verschoss der Schaffhauser Rijad Saliji einen Penalty. Und in der 3. Minute der Verlängerung erhielten die Berner Oberländer den zweiten Elfmeter zugesprochen, den diesmal Riccardo Braschi verwertete. Im Penaltyschiessen avancierte dann der eigentliche Ersatzgoalie Tim Spycher zum Helden.
Der 22-jährige Spycher wehrte drei Schaffhauser Versuche ab, darunter jenen von Saliji, der den Schaffhauser Exploit hätte perfekt machen können, und jenen von Brillani Soro. Der Verteidiger scheiterte mit dem 20. und letzten Versuch im Penaltyschiessen.
Schaffhausen - Thun 2:2 (1:1, 0:0) n.V.; 7:8 i.P.
4358 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 48. Chiappetta 1:0. 72. Dursun (Penalty) 1:1. 93. Braschi (Penalty) 1:2. 120. Volkart 2:2.
Penaltyschiessen: Fehr 0:1, Hanke 1:1; Dursun 1:2, Ajeti 2:2; Kait 2:3, Volkart 3:3; Braschi 3:4, Wetz - (Spycher hält); Bürgy - (Latte), Rizvic 4:4; Dähler 4:5, Gegaj 5:5; Strannegard 5:6, Kadima 6:6; Passavant 6:7, Campos 7:7; Derbaci - (Latte), Saliji - (Spycher hält); Maier 7:8, Soro - (Spycher hält).
Taverne – Young Boys 0:5
Überhaupt keine Blösse gaben sich die Young Boys. Die Berner trafen beim 5:0 gegen den Erstligisten Taverne nach einer mühevollen Startviertelstunde zwischen der 16. und 42. Minute fünfmal. Kaly Sène war der einzige Doppeltorschütze.
Taverne - Young Boys 0:5 (0:5)
SR Gianforte.
Tore: 16. Jenz 0.1. 22. Sanches 0:2. 29. Sène 0:3. 32. Etoski 0:4. 42. Sène 0:5.
Pully – Lugano 0:4
Luganos Trainer Mattia Croci-Torti stellte seine Startformation nach dem Sieg in der Conference League gegen Roter Stern Belgrad komplett um. Auch in neuer Zusammensetzung liess der in dieser Saison noch ungeschlagene Leader der Super League bei Pully, dem Lausanner Klub aus der 2. Liga interregional, nichts anbrennen. Martim Marques und Ezgjan Alioski mittels Penalty sorgten für die rasche 2:0-Führung. Ein Eigentor und der zweite Treffer von Marques sorgten für den deutlichen Endstand.
Pully - Lugano 0:4 (0:3)
SR Prskalo.
Tore: 5. Marques 0:1. 16. Alioski (Foulpenalty) 0:2. 45. Beausire (Eigentor) 0:3. 57. Marques 0:4.
Winkeln – Lausanne-Sport 0:7
Auch Lausanne-Sport führte gegen den St. Galler Zweitligisten Winkeln rasch mit 1:0. Der Aussenseiter hielt den Schaden bis zur Pause in diesem kleinen Rahmen, bevor die Waadtländer im Stadion Gründenmoos aufdrehten und noch für ganz klare Verhältnisse sorgten. Der junge Ivorer Seydou Traoré trug nach seiner Einwechslung in der 69. Minute einen lupenreinen Hattrick zum Kantersieg bei. Für die Waadtländer ist das 7:0 der erste Sieg seit der letzten Cup-Runde. Dazwischen liegen zwei mühevolle Monate mit sechs Niederlagen und einem Remis.
Winkeln - Lausanne-Sport 0:7 (0:1)
SR von Mandach.
Tore: 6. Molebe 0:1. 48. Nene 0:2. 54. Molebe 0:3. 69. Janneh 0:4. 72. Traoré 0:5. 73. Traoré 0:6. 84. Traoré 0:7.
