Sport
Tennis

Die Wimbledon-Hauptprobe geht in die Hose: Stan Wawrinka scheidet in 1. Runde aus

Die Wimbledon-Hauptprobe geht in die Hose: Stan Wawrinka scheidet in 1. Runde aus

Stan Wawrinka erhält vor dem übernächste Woche beginnenden Grand-Slam-Turnier in Wimbledon nicht das gewünschte Mass an Matchpraxis auf Rasen. Er scheidet im Londoner Queen's Club in der 1. Runde aus.
14.06.2016, 18:0814.06.2016, 18:32

Wawrinka, die Nummer 5 der Weltangliste, scheiterte etwas überraschend am routinierten Spanier Fernando Verdasco 2:6, 6:7 (3:7). Die beiden hatten je zwei der bislang vier Direktbegegnungen gewonnen. Aber im einzigen Duell auf Rasen setzte sich der Waadtländer letztes Jahr in Wimbledon unbedrängt in drei Sätzen durch.

In seinem ersten Match der Rasensaison und seiner ersten Partie nach der Halbfinalniederlage am French Open gegen Andy Murray geriet Wawrinka im ersten Satz früh mit zwei Breaks in Rückstand. Es war auch das Resultat davon, dass er selber drei Breakchancen zum 1:1 ungenutzt gelassen hatte. Im ganzen ersten Satz vermochte Wawrinka von sechs Breakchancen keine einzige zu verwerten, wogegen Verdasco für zwei Breaks fünf Möglichkeiten benötigte.

Nicht gut: Wawrinka fliegt in Queen's in der ersten Runde raus.
Nicht gut: Wawrinka fliegt in Queen's in der ersten Runde raus.
Bild: HANNAH MCKAY/EPA/KEYSTONE

Die unbeliebte erste Runde

Der frühere Top-10-Spieler Verdasco, anderthalb Jahre älter als Wawrinka und in der Weltrangliste an die 52. Position zurückgefallen, erwies sich als zäher, hart kämpfender Gegner, wogegen Wawrinka ungewohnt viele Fehler, auch viele einfache Fehler, beging. Solche einfachen Fehler machte er auch im Tiebreak, nachdem er sich im zweiten Satz deutlich gesteigert hatte.

Wawrinka schied davor in dieser Saison schon zweimal ebenfalls im ersten Einsatz aus, nämlich an den Masters-1000-Turnieren in Miami (gegen den Russen Andrej Kusnezow) und in Madrid (gegen den Australier Nick Kyrgios).

Verdasco ist beileibe kein Rasenspezialist. Die sieben Turniersiege seiner langen Karriere errang er alle auf Sand oder Hartplatz. Seine beste Leistung in Wimbledon war die Viertelfinal-Qualifikation 2013. In 13 Teilnahmen am wichtigsten Turnier schied er neunmal spätestens in der 3. Runde aus. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Fall Haas» – zehn Spielsperren wären vertretbar, aber nicht zwingend
Biel fordert in einem Rekurs eine Verschärfung von fünf auf zehn Spielsperren gegen Ajoies Daniel Carr. Ein Überblick über die Hockey-Gerichtspraxis zeigt: Eine Erhöhung wäre angemessen, eine Verdoppelung von fünf auf zehn Sperren vertretbar, aber nicht zwingend erforderlich.
Ajoes kanadischer Stürmer Daniel Carr hat zum Abschluss eines heftigen Faustkampfes Biels Captain Gaëtan Haas einen brutalen Schlag gegen den Kopf versetzt. Erschwerend ist, dass er diesen letzten Schlag gegen den bereits wehrlos auf dem Eis knienden Kontrahenten geführt hat («Sucker Punch»). Ein solcher Schlag verstösst auch gegen die ungeschriebenen Gesetze des Hockeys. Die Schiedsrichter haben Daniel Carr mit insgesamt 50 Minuten bestraft: 5 plus 20 Minuten wegen des Faustkampfes, 5 plus 20 Minuten wegen des Schlages gegen den Kopf. Der Hockey-Einzelrichter hat in erster Instanz fünf Spielsperren verhängt. Biel fordert nun in einem Rekursverfahren zehn Spielsperren.
Zur Story