Wirtschaft
Schweiz

Lausanne: Das ist das erste begrünte Wohnhaus der Schweiz

Das erste begrünte Hochhaus der Schweiz: Lausanne will einen vertikalen Wald bauen – und so soll er aussehen

11.11.2015, 12:1511.11.2015, 17:03
1 / 19
Vertical Forest - das erste begrünte Hochhaus der Schweiz
In Lausanne soll ein bewaldetes Hochhaus entstehen – das erste in der Schweiz.
Auf Facebook teilenAuf X teilen

In Lausanne entsteht das erste begrünte Hochhaus der Schweiz: Der Mailänder Architekt Stefano Boeri hat den Wettbewerb für die Bebauung des Lausanner Vororts Chavannes-près-Renens mit seinem Projekt «Tour des Cèdres» gewonnen.

Das 117 Meter hohe Gebäude wird mit über 100 Bäumen und Pflanzen bewachsen sein – und aussehen wie ein «vertikaler Wald».

In der «Tour des Cèdres» sind sowohl Büros als auch Wohnungen geplant. Auf dem Dach ist ein Panoramarestaurant mit Blick auf den Genfersee geplant.

Für den «gehobenen Mittelstand»

Die 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen sollen «weder Luxusappartements noch Sozialwohnungen, sondern einfach Wohnungen für den gehobenen Mittelstand» sein, wie die Waadtländer Bauunternehmer Bernard Nicod und Avni Orllati dem Wirtschaftsmagazin «Bilan» erklärten. Nicod und Orllati investieren 200 Millionen Franken in den Wald-Turm.

Der begrünte Wohnturm ist Teil eines ganz neuen Quartiers in Lausanne. Der Quartierplan von Chavannes wurde 2014 von den Lausanner Stimmbürgern genehmigt – nachdem das geplante Hochhaus von 140 Meter auf 117 Meter redimensioniert wurde.

Bäume filtern die dreckige Luft

Die Terrassen des Hochauses werden dereinst mit Zedern, Eichen und Ahorn bepflanzt sein. Die Bäume und Sträucher werden in gigantische Blumentöpfe gepflanzt und mit einem Selbstbewässerungssystem mit Regenwasser versorgt. Um den vertikalen Dschungel werden sich Profi-Gärtner kümmern.

Bepflanzungssystem für die Tour des Cèdres.
Bepflanzungssystem für die Tour des Cèdres.

Die immergrünen Pflanzen sollen wie ein Filter wirken: Sie bekämpfen Feinstaub, absorbieren CO2 und produzieren Sauerstoff. Zudem leisten sie einen Beitrag für die Biodiversität und beugen der urbanen Erwärmung vor.

Wie gefällt dir der «Tour des Cèdres»?
An dieser Umfrage haben insgesamt 860 Personen teilgenommen

Höchstes Gebäude der Romandie

Die Bauherrschaft hofft, nächstes Jahr eine Baubewilligung zu erhalten. Ende 2016 oder Anfang 2017 soll mit dem Bau begonnen werden. Die «Tour des Cèdres» wird das höchste Gebäude der Romandie sein.

Bosco Verticale in Mailand.
Bosco Verticale in Mailand.
Bild: stefano boeri

Vorbild für das Bauprojekt in Lausanne sind die beiden grünen Wohntürme «Bosco Verticale» in Mailand von Stefano Boeri. Der «Bosco Verticale» in Mailand wurde 2014 fertiggestellt und gilt als gutes Beispiel für «grüne» Architektur und nachhaltige urbane Planung.

(egg)

Kennst du sie?

Das sind die höchsten Gebäude der Schweiz

1 / 12
Die höchsten Gebäude der Schweiz
Die beiden Roche-Türme in Basel, wie sie dereinst aussehen sollen. Mit 205 Metern (r.) und 178 Metern belegen sie Rang eins und zwei in den Top Ten der höchsten Gebäude der Schweiz. Turm eins befindet sich zurzeit im Bau, Turm zwei soll 2021 fertiggestellt sein.
quelle: roche
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Warum Trump jetzt nicht mehr auf dem Wahlzettel stehen will
Der US-Präsident vollzieht einmal mehr eine 180-Grad-Kehrtwende – aus Gründen.
Noch vor Kurzem haben die Republikaner einen ausserordentlichen Parteitag durchgeführt, der ganz im Zeichen des Präsidenten stand und folgerichtig auch «Trumpapalooza» genannt wurde. Das erklärte Ziel dieser Veranstaltung – die normalerweise nur in Jahren durchgeführt wird, in denen der Präsident zur Wahl steht – bestand darin, die sogenannten «low propensity voters», Wählerinnen und Wähler, die kaum zur Urne schreiten, dazu zu bewegen, es bei den kommenden Zwischenwahlen diesmal zu tun. Nur er allein könne diese Wählergruppe motivieren, prahlte Trump. Deshalb verkündete er lauthals und mehrmals: «Bildet euch ein, ich stünde auf dem Wahlzettel.»
Zur Story