International
EU

Vetterliwirtschaft in Reinkultur: In Zagrebs Stadtverwaltung heissen 6 Nevistić 

Stadtverwaltung Zagreb.
Stadtverwaltung Zagreb.bild: Flammard/wikimedia

Vetterliwirtschaft in Reinkultur: In Zagrebs Stadtverwaltung heissen 6 Nevistić 

07.01.2017, 19:1208.01.2017, 14:49

Ein besonders krasser Fall von Vetternwirtschaft hat am Samstag in Kroatien für Empörung gesorgt. Nach einem Bericht der renommierten Tageszeitung «Jutarnji list» sind bei der Stadtverwaltung Zagreb nicht weniger als sechs Mitglieder einer Familie zum Teil in leitenden Positionen beschäftigt.

Dem Familienoberhaupt Zoran Nevistić folgten dessen Ehefrau, zwei Söhne, eine Schwägerin und eine Schwiegertochter. Sohn und Schwiegertochter hätten sich nicht bei der Arbeit kennengelernt, merkt die Zeitung an. Die Familie spricht von «bösen Gerüchten» und beteuert, bei der Jobvergabe sei alles mir rechten Dingen zugegangen.

Weil auch dreieinhalb Jahre nach dem EU-Beitritt des Landes die meisten Arbeitsplätze über Beziehungen und oft nicht nach Qualifikation vergeben werden, wandern junge und gut ausgebildete Kroaten seit vielen Jahren ins benachbarte Ausland ab.

Seit dem 1. Januar ist das Zusatzprotokoll zum Freizügigkeitsabkommen zwischen der EU und der Schweiz in Kraft, das die Personenfreizügigkeit auf Kroatien ausweitet. (kri/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wegen Sicherheitsbedenken: Art Basel Paris schliesst vorzeitig
Wegen befürchteter Demonstrationen und Ausschreitungen endet die Kunstmesse bereits am Freitagabend, zwei Tage früher als geplant.
Das Gerücht machte bereits am Mittwoch, dem VIP-Tag der Art Basel Paris, die Runde: dass die Messe im Grand Palais am Wochenende geschlossen bleiben könnte. Ernst nehmen mochte die Warnung kaum jemand. Zu gut liefen die Geschäfte, zu entspannt war die Stimmung. Wer am Mittwoch und Donnerstag durch den Grand Palais schlenderte, konnte die Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende beinahe vergessen – trotz der Absperrungen entlang der Champs-Élysées.
Zur Story