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Bedarf nach mehr RAM: Samsung erhöht Preise wohl bald um 50 Prozent

A person walks by a logo of Samsung Electronics at an exhibition hall for the Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) in Gyeongju, South Korea, Thursday, Oct. 30, 2025. (AP Photo/Lee Jin-man)
South K ...
Samsung könnte von der immensen Nachfrage profitieren.Bild: keystone

Bedarf nach mehr RAM: Samsung erhöht Preise wohl bald um 50 Prozent

Grosse Chip-Hersteller haben ihre Konditionen für zentrale Komponenten zuletzt deutlich nach oben geschraubt. Das wird 2026 auch direkt für die Konsumentinnen und Konsumenten spürbar.
30.12.2025, 18:5031.12.2025, 06:41
Nathalie Trappe / watson.de

Preiserhöhungen gehören im Technikmarkt inzwischen fast schon zur Routine. Smartphones, Tablets und andere Elektronikprodukte werden in immer kürzeren Abständen teurer, oft schon kurz nach Markteinführung oder sogar mitten im Produktzyklus.

Hersteller begründen steigende Preise regelmässig mit höheren Produktionskosten, angespannten Lieferketten und teureren Komponenten. Gleichzeitig wächst der Anspruch an neue Geräte, gerade in Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Prozessoren. All das kostet Geld – und landet am Ende auf der Rechnung der Kunden.

KI-Evolution wird zum echten Problem

Wie chip.de unter Berufung auf in Südkorea kursierende Gerüchte berichtet, soll vor allem Samsung im neuen Jahr eine grosse Preiserhöhung planen. Demnach will der Tech-Gigant sowohl die Preise für HBM3E-Chips als auch für DRAM-Chips um 50 Prozent anheben.

Grund ist die gestiegene Nachfrage nach den Speicherchips, die vor allem im Angesicht der wachsenden Bedeutung von KI immer wichtiger werden. Mittlerweile produzieren die zuständigen Unternehmen nicht mehr proportional zur gesteigerten Nachfrage, es entsteht eine Knappheit.

Im Vergleich zu anderen Herstellern hat Samsung seine Produktion laut «chip.de» zuletzt allerdings nicht so stark reduzieren müssen, wodurch das Unternehmen nun von der Situation profitieren kann. Das hängt auch mit der direkten Verbindung zu Chipherstellern am Unternehmenssitz in Südkorea zusammen – ein Vorteil etwa gegenüber der Konkurrenz bei Apple.

Experten gehen davon aus, dass der Tech-Gigant somit weiterhin vom anhaltend hohen Speicherbedarf profitieren dürfte. Inwiefern sich diese Entwicklung auch auf die Endpreise in der Schweiz und in Deutschland auswirken wird, bleibt zwar abzuwarten.

Da aber die Konkurrenz wiederum unter der Knappheit der Speicherchips leidet, könnte Samsung mit den Gerätepreisen in die Höhe gehen und dennoch bei den Konsumentinnen und Konsumenten punkten – schliesslich ist hier immerhin die bessere Technik verbaut.

(watson.de)

Für Kund:innen bleibt die Herausforderung, die richtige Balance zwischen Technikinteresse und Preisbewusstsein zu finden. Wer heute ein neues Gerät kauft, zahlt schliesslich auch für Faktoren, die gar nicht direkt das Produkt selbst betreffen.

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