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Facebooks «Künstliche Intelligenz» hält schwarze Männer für Affen

FILE - In this March 29, 2018, file photo, the logo for Facebook appears on screens at the Nasdaq MarketSite in New York's Times Square. Facebook has apologized for putting a
Der Facebook-Konzern hat ein Problem mit rassistisch voreingenommenen Algorithmen.Bild: keystone

Facebooks «Künstliche Intelligenz» hält schwarze Männer für Affen

Der US-Social-Media-Konzern will weitere «sensible Themenkategorien» identifiziert haben und setzt angeblich Top-Manager auf die Problematik an.
07.09.2021, 16:5008.09.2021, 07:34

BBC News hat am Montag einen Fall von rassistischer Voreingenommenheit bei Künstlicher Intelligenz (KI) angeprangert. Mit Folgen für die weltweit grösste Social-Media-Plattform.

Was ist passiert?

Facebook-User, die sich ein journalistisches Video mit dunkelhäutigen Männern ansahen, wurden daraufhin von Facebooks automatischem Empfehlungssystem gefragt, ob sie «weiterhin Videos über Primaten sehen» wollten.

Das US-Unternehmen erklärte auf Anfrage von BBC News, das sei «eindeutig ein inakzeptabler Fehler», deaktivierte das System und leitete eine interne Untersuchung ein.

Die «Primaten»-Empfehlung sei «ein algorithmischer Fehler auf Facebook» gewesen und spiegle nicht den Inhalt des Videos wider, sagte ein Vertreter des Unternehmens.

«Wir haben die gesamte Themen-Empfehlungsfunktion deaktiviert, sobald wir erkannt haben, dass dies passiert, damit wir die Ursache untersuchen und verhindern können, dass dies erneut passiert.»
Facebook-Sprecherquelle: bbc.com

Es sei der jüngste in einer langjährigen Reihe von Fehlern, die Bedenken hinsichtlich rassistischer Voreingenommenheit in der KI aufkommen liessen, konstatiert die BBC.

Im Jahr 2015 bezeichnete die automatische Bildauswertung von Google Fotos abgebildete Schwarze als «Gorillas». Das Unternehmen zeigte sich «entsetzt» und versprach Besserung. Allerdings bestand die Lösung laut «Wired»-Bericht darin, Fotosuchen für das Wort «Gorilla» einzuschränken.

2020 kündigte der Facebook-Konzern die Einsetzung eines internen Teams an, das bei Facebook und Instagram unter anderem untersuchen würde, ob seine Algorithmen rassistische Voreingenommenheit aufweisen.

Update 8. September: In einer Stellungnahme von Facebooks Vizepräsident Tom AlisonFacebook heisst es, man untersuche weiterhin den Vorfall und es seien andere «sensible Themenkategorien» identifiziert worden. Facebook setze «Top-Manager auf das Thema an», twitterte der US-Journalist Ryan Mac. Darunter seien Roy Austin, der beim Social-Media-Konzern im Januar zum Leiter der Abteilung für Bürgerrechte ernannt wurde, sowie Jerome Pesenti, Vizepräsident für KI.

Quellen

(dsc)

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