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Sudanesische Armee soll Präsidentenpalast zurückerobert haben

Sudanesische Armee soll Präsidentenpalast zurückerobert haben

21.03.2025, 08:4421.03.2025, 08:44

Die sudanesische Armee hat nach Regierungsangaben den Präsidentenpalast in Khartum von der Miliz RSF zurückerobert. «Die Fahne ist gehisst, der Palast ist zurückgekehrt», schrieb der sudanesische Informationsminister Khaled al-Esir auf der Plattform Telegram. Ein Armeesprecher sprach am Freitagmorgen von einer «Krönung unserer Erfolge». Auch mehrere Ministeriumsgebäude seien wieder unter Kontrolle der Armee. Die RSF-Miliz äusserte sich zunächst nicht dazu.

Vorangegangen waren schwere Kämpfe in den vergangenen Tagen. Ein RSF-Sprecher sprach am Donnerstag von mehr als 600 Toten bei der Miliz.

Das sudanesische Militär hatte bereits vor Wochen eine grosse Offensive gestartet, um die RSF aus der Hauptstadt Khartum zurückzudrängen. Die Eroberung des Präsidentenpalastes ist ein Signal für Erfolge der Armee. Der Palast gilt als Symbol der Unabhängigkeit des Landes.

A Sudanese man gestures waving a Sudan flag following the reports that Sudan's army had entered the central city of Wad Madani and pushed out its paramilitary rivals the Rapid Support Forces (RSF ...
Ein Mann feiert die militärischen Erfolge der sudanesischen Armee.Bild: keystone

Millionen Menschen vertrieben

Im Sudan tobt seit bald zwei Jahren ein Machtkampf zwischen De-facto-Staatschef Abdel Fattah al-Burhan und dessen früherem Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, dem Kommandeur der RSF (Rapid Support Forces). Nach UN-Angaben sind durch den Konflikt mittlerweile 12,9 Millionen Menschen vertrieben worden. Damit hat der Bürgerkrieg in dem nordostafrikanischen Land die weltweit grösste Flüchtlingskrise ausgelöst.

Die RSF kontrolliert vor allem Gebiete im Westen des Landes, unter anderem die Region Darfur. Derzeit bemüht sich die RSF zusammen mit weiteren politischen und militärischen Gruppen um den Aufbau einer Gegenregierung in den von ihr eroberten Gebieten. (rbu/sda/dpa)

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