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Armee

Grossbritannien kündigt höchste Militärausgaben seit 30 Jahren an

Grossbritannien kündigt höchste Militärausgaben seit dem Kalten Krieg an

19.11.2020, 01:3119.11.2020, 01:31
The British Royal Navy aircraft carrier HMS Queen Elizabeth leaves Portsmouth Naval Base as it sets sail for flight trials, Wednesday Sept. 9, 2020. The departure comes following two days of delays ca ...
Der Flugzeugträger «HMS Queen Elizabeth» der britischen Royal Navy. Bild: keystone

Grossbritannien will künftig wieder so viel Geld für Rüstung ausgeben wie zuletzt zum Ende des Kalten Krieges. «Die internationale Situation ist gefährlicher und kompetitiver als zu jeder anderen Zeit seit dem Kalten Krieg und Grossbritannien muss zu seiner Geschichte und zu seinen Verbündeten stehen», sagte der britische Premier Boris Johnson einer Mitteilung von Mittwochabend zufolge. «Um das zu erreichen, müssen wir unsere Ressourcen hochrüsten.»

Daher sollen zusätzlich zum angestrebten Militärbudget innerhalb der kommenden vier Jahre weitere 16,5 Milliarden Britische Pfund (knapp 20 Milliarden Franken) in die britische Armee fliessen.

Zuvor hatte sich die Regierung bereits darauf verständigt, die Militärausgaben jährlich – abhängig von der jeweiligen Inflation – zu erhöhen. Auf aktuellen Prognosen basierend wäre das über den Zeitraum von vier Jahren hinweg bereits ein Anstieg um mehr als 24 Milliarden Pfund im Vergleich zum Budget des vergangenen Jahres. Auf einem solchen Niveau seien die Investitionen zuletzt vor 30 Jahren gewesen, hiess es.

Mit dem Geld sollen unter anderem eine neue Cyber-Abwehreinheit und auch Weltraumprojekte finanziert werden. Dabei sollen 10'000 neue Jobs entstehen. Grossbritannien werde seine Position als Nato-Mitglied mit den grössten Militärausgaben in Europa zementieren, hiess es in der Mitteilung.

Am Donnerstag wollte der Premier, der sich zurzeit in vorsorglicher Corona-Quarantäne befindet, dem Parlament seine Pläne genauer vorstellen. Am Mittwoch hatte er sich bereits per Videoschalte den Fragen der Abgeordneten gestellt. (sda/dpa)

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