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Nach Messerattacke in Paris mit vier Toten: Staatsanwalt ermittelt

Nach Messerattacke in Paris mit vier Toten: Anti-Terror-Staatsanwalt ermittelt

04.10.2019, 19:1804.10.2019, 19:18

Nach dem tödlichen Messerangriff im Pariser Polizeipräsidium hat am Freitag die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen – wegen Mordes und versuchten Mordes an Amtspersonen im Zusammenhang mit einer kriminellen, terroristischen Vereinigung.

Das wurde aus Justizkreisen bekannt. Bei dem Messerangriff am Donnerstag hatte ein 45-jähriger Mitarbeiter des Polizeipräsidiums vier Kollegen erstochen, bevor er von einem Polizisten erschossen wurde.

Über das Motiv des Täters war in Frankreich gerätselt worden. Medien berichteten, dass der Angreifer 2017 zum Islam konvertiert sei.

Der in dieser Form beispiellose Fall löste im ganzen Land Entsetzen und Trauer aus. Staatspräsident Emmanuel Macron und Regierungsmitglieder begaben sich an den Tatort, um mit Mitarbeitern zu sprechen.

Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert, die Angst vor Attentaten ist deshalb hoch. So wurde unterdessen der Wohnsitz des mutmasslichen Täters durchsucht, wie Chefermittler Rémy Heitz sagte. Wie Justizkreise ergänzten, wurde die Frau des Täters in Polizeigewahrsam genommen.

epa07891581 French police and security forces establish a security perimeter near the police headquarters in Paris, France, 03 October 2019. According to reports, a man was killed after attacking offi ...
Grosser Aufruhr in Paris.Bild: EPA

Laut Medien war der 45-Jährige in der als sensibel geltenden Abteilung «Direction de renseignement» der Polizeibehörde eingesetzt – in dieser Abteilung geht es unter anderem um den Kampf gegen Terrorbedrohungen.

Die Tat ereignete sich laut Innenminister Christophe Castaner am Donnerstag zwischen 12.30 und 13.00 Uhr. Er sprach von einem «mörderischen Lauf». Der mutmassliche Täter habe ein Keramikmesser benutzt, berichtete der Sender BFMTV. (sda/afp/dpa)

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