International
Drogen

EU-Staaten wollen Kampf gegen Drogenschmuggel verstärken

EU-Staaten wollen Kampf gegen Drogenschmuggel verstärken

04.03.2024, 20:1004.03.2024, 20:10
ARCHIV - 24.02.2022, Hamburg: Ein Pressesprecher des Zolls Hamburg pr
Im Hamburger Hafen beschlagnahmtes Kokain (Archivbild).Bild: keystone

Die EU-Länder wollen stärker gegen organisiertes Verbrechen und Drogenhandel über Häfen vorgehen. 70 Prozent des Kokains kommen über diesen Weg, wie EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Montag nach einem Treffen der EU-Innenminister in Brüssel sagte. «Ich bin überzeugt, dass wir den Trend umkehren können.»

Ein Fokus müsse sein, eng mit Erzeugerländern wie Ecuador, Bolivien und Kolumbien zusammenzuarbeiten, betonte Johansson. «Denn diese organisierten kriminellen Gruppen, die mit Drogen handeln, die aber auch die Leute hier auf unseren Strassen umbringen und Beamte bestechen, die agieren grenzübergreifend, und zwar nicht nur in der EU, sondern auch ausserhalb, zum Beispiel über den Atlantik hinweg.»

Im Januar hatte sich eine europäische Hafenallianz gegen Drogenschmuggel gegründet. Unter anderem sollen die Zollbehörden gezieltere Kontrollen in den Häfen vornehmen können. Kriminelle Banden könnten künftig mit Unterstützung von Europol und der Europäischen Staatsanwaltschaft stärker verfolgt werden.

Kriminelle nutzen Häfen, um illegale Ware mit Containern in die EU zu bekommen. Vor allem für den Drogenhandel spielen die grossen europäischen Häfen wie Antwerpen, Rotterdam, Hamburg oder Bremerhaven eine wichtige Rolle. Allein in Belgien beschlagnahmten die Behörden 2023 im Antwerpener Hafen laut EU-Kommission eine Rekordmenge von 121 Tonnen Kokain - ein Anstieg um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Drogen-Funde aus aller Welt
1 / 16
Drogen-Funde aus aller Welt
Bei einem Einsatz im Nordwesten Kolumbiens haben Sicherheitskräfte über acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Rauschgift sei in einem unterirdischen Versteck auf einer Bananenplantage im Departement Antioquia entdeckt worden.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Über 30 Tonnen Kokain: Europol zerschlägt Drogenkartell
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Brutale Szenen in Frankreich: Gewaltspirale dreht sich immer schneller
Die Lage an den Gymnasien im ganzen Land artet aus. Verantwortlich ist auch das Machtvakuum im Elysée. Präsident Macron hat die Lage nicht mehr im Griff.
Die Stimme auf dem kurzen Video klingt verzweifelt: «Nein, nicht das Klavier!», ruft eine Angestellte des Gymnasiums von Moissy-Cramayel südöstlich von Paris den vermummten Jugendlichen zu, die auf ihrem Saubannerzug auch ein Klavier in der Eingangshalle umstürzen und darauf herumspringen. «Nicht das Klavier!», ruft die Frau immer wieder. «Nein, nein, nein!»
Zur Story