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Frau von Trump-Berater Miller provoziert mit Grönland-Karte

Nach Venezuela-Coup: Frau von Trump-Berater Miller provoziert mit Grönland-Karte

Ein Social-Media-Beitrag hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen den USA und Dänemark geführt.
05.01.2026, 03:3716.01.2026, 09:21

In dem Post auf X von Ex-Regierungsberaterin und Influencerin Katie Miller war eine Karte der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland in den Farben der US-Flagge zu sehen. Dazu schrieb sie in Grossbuchstaben ein einziges Wort: «BALD». Katie Miller hat über ihren Mann, Vize-Stabschef Stephen Miller, noch immer enge Beziehungen ins Weisse Haus.

epa12044822 Stephen Miller and Katie Miller attend the 2025 Easter Egg Roll on the South Lawn of the White House in Washington, DC, USA, 21 April 2025. EPA/SAMUEL CORUM / POOL
Haben viel Einfluss auf Donald Trump: Stephen und Katie Miller.Bild: keystone

Nur einen Tag nach dem US-Angriff auf Venezuela schürte der Beitrag neue Ängste vor US-Begehrlichkeiten auf das autonom verwaltete Gebiet in der Arktis. US-Präsident Donald Trump liess sich auch nicht lange bitten und sagte dem Magazin «Atlantic» kurze Zeit später: «Wir brauchen Grönland absolut.» Die Insel sei «umzingelt von russischen und chinesischen Schiffen». Trump hatte schon öfter damit gedroht, Grönland den USA einzuverleiben. Auch militärische Mittel schloss er nicht aus.

Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen reagierte prompt, wie die Nachrichtenagentur Ritzau meldete. In einer Mitteilung rief sie die USA dazu auf, «mit den Drohungen gegen einen historisch engen Verbündeten aufzuhören und gegen ein anderes Land und ein anderes Volk, das deutlich gesagt hat, dass es nicht zum Verkauf steht.»

Botschafter und grönländischer Regierungschef fordern Respekt

Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hatte sich zuvor bemüht, die Wogen zu glätten. «Lassen Sie mich zunächst ganz ruhig und ganz klar sagen, dass es weder Grund zur Panik noch zur Beunruhigung gibt», schrieb er auf Facebook. Der Post Millers ändere «rein gar nichts», so Nielsen und fügte hinzu:

«Unser Land steht nicht zum Verkauf, und unsere Zukunft wird nicht durch Beiträge in sozialen Medien entschieden.»

Das Bild sei aber respektlos, kritisierte er. Grönland sei eine demokratische Gesellschaft mit Selbstverwaltung, freien Wahlen und starken Institutionen. «Unsere Position ist fest im Völkerrecht und in international anerkannten Abkommen verankert», so Nielsen weiter.

Auch Dänemarks Botschafter in Washington hatte verstimmt reagiert. Er repostete die Karte auf X und schrieb dazu: «Nur eine freundliche Erinnerung hinsichtlich der USA und Dänemark: Wir sind enge Verbündete und sollten auch als solche weiter zusammenarbeiten.» Die Sicherheit der USA sei auch diejenige Grönlands und Dänemarks. Man arbeite zusammen, um die Sicherheit in der Arktis zu gewährleisten. Er erinnerte zudem an Erhöhungen im dänischen Verteidigungshaushalt. Zum Schluss fügte er an: «Und ja, wir erwarten vollen Respekt für die territoriale Integrität des Königreichs Dänemark.» (sda/dpa/con)

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