International
EU

Nordkorea teilt heftig gegen die USA und einige EU-Staaten aus

Nordkorea teilt heftig gegen die USA und einige EU-Staaten aus

08.12.2019, 06:3008.12.2019, 06:30

Die nordkoreanische Uno-Vertretung hat Gesprächen mit den USA über eine Denuklearisierung eine Absage erteilt. Zugleich holte sie zu einem verbalen Rundumschlag gegen mehrere EU-Staaten aus.

epa08040325 A photo released by the official North Korean Central News Agency (KCNA) shows North Korea's leader Kim Jong Un (C) during a ribbon-cutting ceremony to open a Township of Samjiyon Cou ...
Kim Jong Un ist nicht an einer Denuklearisierung interessiert.Bild: EPA

In einer Stellungnahme der Nordkoreaner, die am Samstag in New York veröffentlicht wurde, heisst es, «längliche Gespräche» mit den USA seien derzeit nicht nötig und eine Denuklearisierung sei vom Tisch. Der von den USA geforderte nachhaltige und substanzielle Dialog sei nur ein Trick, um Zeit zu gewinnen, damit das Thema in die innenpolitische US-Agenda passe, erklärte zudem Nordkoreas Uno-Botschafter Kim Song am Samstag. Mit Denuklearisierung ist in den Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang die atomare Abrüstung Nordkoreas gemeint.

USA reagieren gelassen

US-Präsident Donald Trump selbst wollte sich am Samstag nicht detailliert dazu äussern. «Wir werden sehen», sagte er lediglich vor Reportern. Das Verhältnis zu Nordkorea sei sehr gut, aber es gebe ohne Frage auch Anfeindungen.

Zugleich teilte die nordkoreanische Vertretung heftig in Richtung Europa aus. Sechs EU-Staaten hätten Nordkorea vor wenigen Tagen einem gemeinsamen Statement auf bösartige Weise verurteilt, hiess es in der Stellungnahme. Dass sie vollkommen legitime Schritte Nordkoreas derart kritisierten, sei eine «ernsthafte Provokation», «dumm» und Ausdruck ihrer «Paranoia». Diese EU-Staaten spielten den «Schosshund» für die USA. Ihre Anbiederung an die USA sei «jämmerlich».

Besorgnis geäussert

Belgien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Polen und Estland hatten am Mittwoch nach einer Sitzung des Uno-Sicherheitsrates in New York zusammen ihre Besorgnis über «provokante Handlungen» Nordkoreas erneut bekräftigt. Zuvor hatte das mächtigste Uno-Gremium hinter verschlossenen Türen über die jüngsten Raketentests Pjöngjangs beraten.

Auch der Ton zwischen Washington und Pjöngjang hatte sich zuletzt wieder verschärft. Die Verhandlungen der USA mit Nordkorea sind seit ihrem gescheiterten Gipfel im Februar in Vietnam nicht mehr vorangekommen.

Pjöngjang hatte einseitig eine Frist bis zum Jahresende gesetzt. Bis dahin solle Washington neue Vorschläge vorlegen. Es gibt in Südkorea die Befürchtung, Nordkorea könnte sein Moratorium für Atomversuche und Tests von Langstreckenraketen aufheben.

Angesichts fehlender Fortschritte bei den Gesprächen über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas hatte sich Trump am Freitag auch telefonisch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In beraten, wie das Weisse Haus am Samstag mitteilte. (sda/dpa/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Kim Jong Un reitet auf dem heiligen Paektu
1 / 8
Kim Jong Un reitet auf dem heiligen Paektu
Kim Jong Un reitet auf dem höchsten Berg Paektu auf einem weissen Pferd. (Alle Bilder: KCNA)
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Ein Herzensprojekt von Machthaber Kim Jong Un
Video: srf
«Ohne Warnung»: Elon Musks Partnerin gibt plötzliches Beziehungsaus bekannt
Die Beziehung von Elon Musk und Shivon Zilis, die für eine seiner Firmen als Managerin arbeitete, soll zu Ende sein. Zilis hat sich in einer Nachricht auf X ausführlich geäussert.
Zwischen dem reichsten Mann der Welt und seiner Partnerin Shivon Zilis, die bei seiner Firma Neuralink als Managerin beschäftigt ist, zeichnet sich die Trennung ab. Zilis hat sich in einem längeren X-Post zu den Schwierigkeiten in der Beziehung geäussert. Laut ihrer Nachricht kam die Trennung zumindest für sie ziemlich plötzlich. Unter anderem schreibt Zilis:
Zur Story