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Trumps Ex-Berater Bannon hält europäische Integration für «tot»

Trumps Ex-Berater Bannon hält europäische Integration für «tot»

28.05.2019, 10:2928.05.2019, 10:29
Former White House strategist Steve Bannon speaks during a press conference at the Foreign Press Club in Rome, Tuesday, March 26, 2019. (AP Photo/Domenico Stinellis)
Steve Bannon.Bild: AP/AP

Der Ex-Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hält eine weitere europäische Integration nach der Europawahl für aussichtslos. «Die Integrationsbewegung, um die es in der EU immer ging, ist tot», sagte Bannon der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview.

Das Interview gab er in seiner 5400 Euro pro Nacht teuren Suite in einem Pariser Hotel. Die rechtspopulistischen Parteien, die bei der Wahl Zugewinne erzielten, forderte er auf, eine «Supergruppe» im EU-Parlament zu bilden.

Former White House strategist Steve Bannon speaks during an interview with AP, in Paris, Monday, May 27, 2019. Steve Bannon says European integration is "dead in its tracks" after European e ...
Bild: AP/AP

«Man wird nicht erleben, wie (EU-Kommissionspräsident Jean-Claude) Juncker oder irgendwer aus diesem Haufen auf mehr Integration drängt», sagte Bannon. Das sei «das Historische» an der Wahl, sagte der frühere Strategiechef Trumps.

Bannon, der seit Monaten daran arbeitet, Rechtspopulisten in der EU zu fördern, lobte deren Zugewinne bei der Europawahl. Der US-Rechtsaussen-Ideologe forderte die europäischen Rechtspopulisten auf, ihre Differenzen zu überwinden und sich zusammenzutun. «Ich denke, die Supergruppe ist absolut notwendig, weil diese kritische Masse in der EU eine Aussage trifft.»

epa07591067 European Commission President Jean-Claude Juncker attends the weekly College Meeting of the European Commission in Brussels, Belgium, 22 May 2019. EPA/STEPHANIE LECOCQ
Jean-Claude JunckerBild: EPA/EPA

Populistische, europaskeptische und rechtsgerichtete Parteien hatten bei der Europawahl 150 Sitze hinzugewonnen. Unter anderem in Frankreich, Italien und Grossbritannien wurden rechtsgerichtete Parteien stärkste Kraft. In wichtigen Fragen, etwa beim Verhältnis zu Russland, sind sie jedoch uneins.

Während seines Aufenthalts in Paris rund um die Europawahl hatte Bannon Werbung für die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN, die frühere Front National) von Marine Le Pen gemacht.

Ein ranghoher Berater des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hatte dazu gesagt, er wolle sich angesichts von Bannons Aufenthalt in Paris «übergeben»; der Parlamentspräsident und seine fünf Vorgänger verurteilten in einem gemeinsamen Schreiben Bannons «unpassende Einmischung» in die französische Politik.

«Ich trage das als Ehrenorden», sagte Bannon zu der Kritik. Zugleich lobte er, dass Le Pens Partei bei der Europawahl knapp vor Macrons LREM landete. Er könne sich vorstellen, dass das für Macron nun «etwas schmerzlich» sei. (aeg/sda/afp)

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