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Havanna-Syndrom nicht auf Russland zurückzuführen – sagt die CIA

Havanna-Syndrom nicht auf Russland zurückzuführen – sagt die CIA

20.01.2022, 09:1420.01.2022, 13:23

Die verschiedenen unter dem Namen Havanna-Syndrom bekannten Symptome beinhalten Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Betroffen sind praktisch nur US-Diplomaten und CIA-Angehörige, weshalb die US-Geheimdienste unter Hochdruck nach einer Erklärung für die erstmals 2016 in Havanna aufgetretenen Gebrechen sucht.

Nun hat die Central Intelligence Agency einen ersten Bericht dazu veröffentlicht, wie die «New York Times» schreibt. Der US-Geheimdienst schliesst darin explizit aus, dass das Havanna-Syndrom durch Einwirkung von aussen – also mit böser Absicht durch feindliche Agenten – ausgelöst wird.

Zuvor hatten mehrere Betroffene den Verdacht geäussert, die Symptome seien auf einen Kontakt mit russischen oder kubanischen Agenten zurückzuführen. Zeitweise stand sogar der Verdacht im Raum, diese hätten die Gebrechen der US-Mitarbeiter mittels eines Mikrowellen-Gewehrs ausgelöst. Mehrere Betroffene hatten vor Einsetzen der Symptome «komische Geräusche» vernommen.

FILE - This April 13, 2016, file photo shows the seal of the Central Intelligence Agency at CIA headquarters in Langley, Va. The CIA says it will create a top-level working group on China as part of a ...
Die CIA hat ihr erstes Verdikt zum Fall abgegeben: Sie glaubt nicht an ein Einwirken durch fremde Mächte.Bild: keystone

Opfer wehren sich gegen Bericht

Die CIA ist diesen Vorwürfen nun in einer Untersuchung nachgegangen und hat keine stichhaltigen Beweise dafür gefunden. Ein Grossteil der über 1000 gemeldeten Fälle könne auf natürliche Ursachen, Stress oder unentdeckte Krankheiten zurückgeführt werden. In etwa zwei Dutzend Fällen setzt der US-Geheimdienst die Untersuchung fort.

Die Betroffenen äusserten gleich nach Erscheinen des Berichts ihre Unzufriedenheit. In einem öffentlichen Statement schrieb eine Gruppe: «Das darf und kann nicht das letzte Wort in der Sache sein.» Sie fühlten sich von ihrer Regierung nicht ernst genommen und im Stich gelassen. (leo)

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