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Trump schmiss Geheimdienstdirektor wegen Russland-Gespräch raus

Trump schmiss Geheimdienst-Chef wegen Russland-Gespräch raus

21.02.2020, 10:3321.02.2020, 13:28
epa07871608 Acting Director of National Intelligence Joseph Maguire testifies before the House Intelligence Committee on the whistleblower complaint against President Trump in the Rayburn House Office ...
Gefeuert: Joseph MaguireBild: EPA

US-Präsident Donald Trump hat den Geheimdienstdirektor des Landes laut Medienberichten aus Wut darüber ausgetauscht, dass die Abgeordneten des Kongresses über eine erneute Einmischung Russlands in den Präsidentschaftswahlkampf informiert wurden.

Trump sei nach der Unterrichtung vom 13. Februar äusserst wütend auf den bisherigen geschäftsführenden Koordinator der US-Geheimdienste, Joseph Maguire, gewesen, berichteten verschiedene US-Medien am Donnerstag.

Demnach soll Maguires Beraterin Shelby Pierson den Abgeordneten in der Sitzung gesagt haben, dass Russland sich erneut zugunsten Trumps in den diesjährigen Wahlkampf einmische. Laut «New York Times» soll Trump insbesondere erbost über die Anwesenheit von Adam Schiff gewesen sein - des demokratischen Abgeordneten, der die Ermittlungen zum Amtsenthebungsverfahren gegen Trump geleitet hatte.

President Donald Trump acts as if he is choking to describe the Democratic debate performance of Michael Bloomberg as Trump speaks at a campaign rally Thursday, Feb. 20, 2020, in Colorado Springs, Col ...
Wie man ihn kennt: Trump.Bild: AP

Die «Washington Post» berichtete, Maguire habe gute Karten gehabt, den Posten des Geheimdienstdirektors dauerhaft zu übernehmen. Trump habe sich aber gegen ihn gewendet, als er von der Unterrichtung der Abgeordneten erfahren habe.

Kreml bestreitet Einmischung
Russland hat Berichte über eine erneute Einmischung in den US-Wahlkampf als absurd zurückgewiesen. «Das sind die nächsten paranoiden Nachrichten, die leider immer im Vorfeld von Wahlen auftauchen», sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Freitag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. «Natürlich haben sie nichts mit der Wahrheit zu tun.»

Der Präsident habe Maguire dann vergangene Woche im Oval Office wegen der «Illoyalität» von dessen Mitarbeitern gescholten und seine Chance auf die dauerhafte Übernahme des Geheimdienstdirektor-Postens zunichte gemacht.

Der demokratische Abgeordnete Bennie Thompson erklärte, indem Trump Maguire wegen der Russland-Unterrichtung gefeuert habe, weigere sich der Präsident nicht nur, sich gegen eine ausländische Einmischung zu verteidigen, er rufe geradezu dazu auf.

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Richard GrenellBild: EPA

Trump hatte am Donnerstag den US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zum neuen amtierenden US-Geheimdienstdirektor ernannt. Grenell gilt als treuer Mitarbeiter des Präsidenten und hat in der Vergangenheit Zweifel am Ausmass der russischen Einmischung geäussert.

Nach den Erkenntnissen der US-Geheimdienste manipulierte Russland den Präsidentschaftswahlkampf 2016 und verschaffte Trump damals Vorteile gegenüber seinen demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton. Etwaige geheime Absprachen des Trump-Teams mit Russland konnten nicht nachgewiesen werden. (aeg/sda/afp)

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Trump am WEF 2020
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Trump am WEF 2020
Da ist er: US-Präsident Donald Trump ist am 21. Januar 2020 in Zürich gelandet.
quelle: ap / evan vucci
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