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Mehr als 4.000 Ebola-Tote im Kongo

KEYPIX - epa13075400 Staff carry a coffin for a victim of Ebola at the hospital in Mongbwalu, Ituri, Democratic Republic of Congo, 26 June 2026 (issued 30 June 2026). Mongbwalu in Ituri, a town situat ...
Mitarbeiter tragen einen Sarg für ein Ebola-Opfer im Krankenhaus von Mongbwalu, Ituri, Demokratische Republik Kongo.Bild: keystone

Mehr als 4.000 Ebola-Tote im Kongo

02.10.2026, 16:5002.10.2026, 16:50

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Behörden bereits mehr als 4'000 Menschen an Ebola gestorben.

Die Gesundheitsbehörden des zentralafrikanischen Landes teilten mit, seit Mitte Mai seien 8'300 Ebola-Fälle im Labor bestätigt worden und 4'018 Menschen an der hochansteckenden Krankheit gestorben. Derzeit befinden sich demnach 842 Menschen in Behandlung oder Isolation, 2'162 gelten als genesen. Die Sterblichkeitsrate beträgt 48,4 Prozent.

«Das ist der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch, den wir je gesehen haben», betonte Wessam Mankoula, Direktor für Notfälle bei der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC. In der nunmehr 20. Woche seit Bekanntgabe des Ausbruchs ist die Zahl der Fälle 4,6 Mal höher als in der vergleichbaren Woche des bisher grössten Ebola-Ausbruchs in den Jahren 2014 bis 2016 in Westafrika.

KEYPIX - A health worker dries boots that were washed to prevent the spread of the Ebola virus at the treatment centre in Bunia General Hospital in Ituri, eastern Congo, Tuesday, Aug. 11, 2026. (AP Ph ...
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens trocknet Stiefel, die gewaschen wurden, um die Ausbreitung des Ebola-Virus im Behandlungszentrum zu verhindern.Bild: keystone

Die Zahl der Toten ist gut viermal höher als in der 20. Woche des Ausbruchs in Westafrika. Es wird vermutet, dass der Ausbruch im Kongo womöglich schon seit Februar unerkannt zugange war.

Für aktuellen Ebola-Erreger bislang kein Impfstoff und keine Therapie

Das Ebola-Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.

Der aktuelle Ausbruch ist auch deshalb besonders schwer einzudämmen, weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zudem ist in der Anfangsphase einer Ansteckung mit dem Bundibugyo-Erreger leicht eine Verwechslung etwa mit einer Malaria-Erkrankung möglich – das kann zu einer verspäteten Isolation und Behandlung der Patienten beitragen.

KEYPIX - epa12997409 Health workers in protective gowns and masks check locals' temperature as a preventive measure against Ebola in Kanyaruchinya, near Goma, North Kivu, Democratic Republic of C ...
Gesundheitspersonal in Schutzkitteln und Masken misst in Kanyaruchinya in der Nähe von Goma, Nord-Kivu, Demokratische Republik Kongo, am 27. Mai 2026 die Körpertemperatur der Einheimischen.Bild: keystone

Seit Juli laufen allerdings klinische Versuche zur Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. In zwei weiteren Versuchsreihen wird untersucht, ob der Ebola-Impfstoff Ervebo auch vor dem Bundibugyo-Typ schützt. Ervebo ist für den Einsatz bei Ausbrüchen des Typs Ebola-Viruskrankheit – früher Zaire-Ebolavirus genannt – zugelassen und empfohlen.

Kinder besonders gefährdet

Besonders gefährdet sind bei einer Ebola-Infizierung Kinder: Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums haben sich seit der offiziellen Ausrufung des Ebola-Ausbruchs mindestens 2'071 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit Ebola infiziert. An der Krankheit starben 961 von ihnen – fast jedes zweite infizierte Kind. 623 der verstorbenen Kinder waren jünger als fünf Jahre.

Bei Kindern im Alter von null bis vier Jahren liegt die Fallsterblichkeitsrate bei 61 Prozent – gegenüber 48 Prozent bei allen bestätigten Ebola-Fällen des aktuellen Ausbruchs.

«Dass fast jedes zweite infizierte Kind stirbt, zeigt, wie dringend Kinder geschützt werden müssen», sagte Katharina von Schroeder von der Organisation Save the Children in der DR Kongo. «Wir brauchen mehr Unterstützung für die Gesundheitsversorgung und für die betroffenen Familien in den Gemeinden.» (val/sda/dpa)

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