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Pakistaner nach 18 Jahren Haft aus Guantánamo entlassen

Pakistaner nach 18 Jahren Haft aus Guantánamo entlassen

29.10.2022, 15:1729.10.2022, 15:17

Nach 18 Jahren Haft im umstrittenen US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba ist ein pakistanischer Staatsbürger entlassen worden und in seine Heimat zurückgekehrt. Der 75-Jährige sei nun wieder bei seiner Familie, teilte Pakistans Aussenministerium am Samstag in Islamabad mit.

Nach pakistanischen Medienberichten war der Mann der älteste Gefangene in dem Lager, das die USA unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichtet hatten.

Reicher Geschäftsmann

Der Pakistaner – ein wohlhabender Geschäftsmann mit Wohnsitz in den USA – war 2003 in Thailand festgenommen und im Jahr darauf nach Guantánamo gebracht worden. Ihm wurde zur Last gelegt, den Attentätern vom 11. September über eine Finanztransaktion geholfen zu haben. Er hat die Vorwürfe stets bestritten.

Sein Sohn wurde ebenfalls unter dem Vorwurf inhaftiert, die Terroristen unterstützt zu haben. Er sass in den USA im Gefängnis. Sein Urteil wurde jedoch aufgehoben, so dass er vergangenes Jahr nach Pakistan ausreisen durfte.

Das US-Gefangenenlager auf Kuba war errichtet worden, um mutmassliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. Zeitweise waren fast 800 Menschen in dem Camp inhaftiert, das im US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay liegt.

(dsc/sda/dpa)

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