International
Klima

Waldbrand: Mehr als tausend Menschen im Norden Kanadas evakuiert

650 Brände: Mehr als tausend Menschen im Norden Kanadas evakuiert

Im Norden Kanadas werden derzeit mehr als tausend Menschen wegen eines seit Wochen anhaltenden riesigen Waldbrands evakuiert.
03.09.2025, 03:3903.09.2025, 03:39

Zum Ende der Waldbrandsaison gebe es eine erneute Zunahme der Feuer, sagte ein Vertreter der Feuerwehr am Dienstag zur Nachrichtenagentur AFP.

Die Saison dauere seit 2022 länger als üblich, sagte der Sprecher der Feuerwehr weiter.

A helicopter flies by the Wesley Ridge wildfire near Cameron Lake where an out-of-control fire continues to burn near Coombs, British Columbia, Sunday, Aug. 3, 2025. (Chad Hipolito/The Canadian Press  ...
Ein Helikopter bei Löscharbeiten.Bild: keystone

Das Feuer, das seit Sonntag die Orte Fort Providence und Whati in den Nordwest-Territorien direkt bedroht, hat bereits mehr als 102'000 Hektar Land zerstört. In den vergangenen Tagen breitete es sich rasch aus und machte die ersten Evakuierungen des Jahres im Norden Kanadas nötig.

In Kanada wüten derzeit mehr als 650 Brände, wie am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten. Mehr als hundert davon waren demnach zunächst nicht unter Kontrolle.

Das Land erlebt diesen Sommer die zweitschlimmste Waldbrandsaison in der jüngeren Geschichte des Landes. Seit dem Frühjahr hat es landesweit tausende Brände gegeben. Eine Fläche von der Grösse Österreichs ist in diesem Jahr bereits abgebrannt.

Kanada hat sich in den vergangenen Jahren mindestens doppelt so schnell erwärmt wie der Rest der Welt und ist immer häufiger von extremen Wetterereignissen betroffen. Experten zufolge sorgen die durch den Klimawandel steigenden Temperaturen für weniger Schnee, kürzere und mildere Winter und sommerliche Bedingungen früher im Jahr, was Waldbrände begünstigt. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Nach gescheiterter Hinrichtung: Christa Pike weiter bewusstlos
Eine Hinrichtung scheitert, die zum Tode verurteilte landet auf der Intensivstation. Tage später tritt Tennessees Gefängnischef zurück. Viele Fragen sind weiterhin offen, aber die Kritik wächst.
Tage nach ihrer gescheiterten Hinrichtung ist die zum Tode verurteilte US-Amerikanerin Christa Pike mutmasslich weiter in kritischem Zustand. Nach dem letzten öffentlich bekannten Stand ihrer Anwälte vom Freitag war die 50-Jährige bewusstlos, intubiert und wurde in einem Krankenhaus im Raum Nashville künstlich beatmet. Das Krankenhauspersonal arbeitet daran, ihr Leben zu retten und das verabreichte Pentobarbital aus ihrem Körper zu entfernen.
Zur Story