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Hunderttausende Argentinier protestieren gegen Mileis Bildungs-Sparkurs

April 23, 2024, Buenos Aires, Buenos Aires, Argentina: Nearly a million people marched across the country. University and high school students participated as well as teachers, non-teachers, and worke ...
Fast eine Million Menschen hat sich auf den Strassen von Buenos Aires zum Protest versammelt.Bild: www.imago-images.de

Hunderttausende Argentinier protestieren gegen Mileis Bildungs-Sparkurs

Hunderttausende Menschen sind in Argentinien gegen die Kürzungen im Hochschulsektor auf die Strasse gegangen.
24.04.2024, 06:0224.04.2024, 06:02

Allein in der Hauptstadt protestierten nach Angaben der Universität von Buenos Aires am Dienstag über 500'000 Demonstranten gegen den strikten Sparkurs der ultraliberalen Regierung von Präsident Javier Milei. «Wir verteidigen die öffentliche, freie und kostenlose Universität, die eine der grossen Errungenschaften unseres Volkes ist und die wir nicht aufgeben werden», sagte Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel bei der zentralen Kundgebung vor dem Regierungssitz Casa Rosada.

«Wir verteidigen unser Recht auf ein Leben in Würde.»

Das Bildungswesen in Argentinien gilt als eines der besten in ganz Lateinamerika. In den öffentlichen Universitäten ist das Studium kostenlos, auch viele junge Menschen aus anderen Ländern in der Region kommen zum Studium in das südamerikanische Land. Im Rahmen ihrer Sparpolitik hatte die argentinische Regierung das Budget der öffentlichen Universitäten zuletzt um 71 Prozent gekürzt. Sollten die Mittel nicht erhöht werden, könnte beispielsweise die Universität von Buenos Aires ab Jahresmitte die Gehälter der Mitarbeiter nicht mehr bezahlen, berichtete die Zeitung «La Nación».

Argentinien steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Der ultraliberale Präsident Milei hat dem Land einen harten Sparkurs verordnet, Tausende Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen, Subventionen gekürzt und Sozialprogramme abgewickelt. Am Montag verkündete er den ersten Haushaltsüberschuss in einem Quartal seit über 15 Jahren. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Regierung damit zahlreiche Menschen in die Armut stürzt und beispielsweise mit den Kürzungen im Bildungssektor die Zukunft des Landes auf das Spiel setzt. (sda/dpa)

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