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Erdbeben-Gemeinde Amatrice geht gegen «Charlie Hebdo» vor – wegen dieses Bilds

Erdbeben-Gemeinde Amatrice geht gegen «Charlie Hebdo» vor – wegen dieses Bilds

12.09.2016, 12:2112.09.2016, 12:27

Die mittelitalienische Berggemeinde Amatrice, Ort eines schweren Erdbebens am 24. August mit 295 Todesopfern, hat am Montag eine Beschwerde gegen die französische Satire-Zeitschrift «Charlie Hebdo» eingereicht. Der Vorwurf, den ein Rechtsanwalt im Namen der Gemeinde bei einem Gericht der Stadt Rieti vorbrachte, lautet auf schwere Diffamierung.

Karikaturen des Satire-Magazins über die Katastrophe hatten in ganz Italien Empörung und Wut ausgelöst. Auf einer Zeichnung mit der Überschrift «Erdbeben auf italienische Art» waren Erdbebenopfer als Lasagne-Schichten dargestellt. Amatrice ist bekannt für seine «Spaghetti all'Amatriciana».

Später veröffentlichte «Charlie Hebdo» auf Facebook noch eine weitere Zeichnung zum Erdbeben. Darauf sagt eine verschüttete Frau: «Nicht ‹Charlie Hebdo› baut eure Häuser, sondern die Mafia.»

Die französische Botschaft distanzierte sich von den Karikaturen. Der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi, zeigte sich entsetzt. «Wie ist es möglich, eine Karikatur über Tote zu veröffentlichen?», fragte er gegenüber lokalen Medien. Er sei sicher, dass die Zeichnungen nicht die Gefühle der Franzosen repräsentieren.

Italien

Die französische Satire-Zeitschrift «Charlie Hebdo» war im Januar 2015 Ziel eines Terroranschlags geworden: Zwei Islamisten stürmten das Redaktionsbüro und töteten zwölf Redaktionsmitglieder.

Mittelitalien war am 24. August von einem Erdbeben der Stärke 6.0 bis 6.2 erschüttert worden. Der Grossteil der 295 Todesopfer stammte aus dem weitgehend zerstörten Ferienort Amatrice. (sda/apa)

Erdbeben in Italien

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Erdbeben in Italien
Die Aufräumarbeiten im vom Erdbeben am stärksten getroffenen Dorf Amatrice dauerten die ganze Nacht an.
quelle: x03151 / ciro de luca
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