International
Natur

Bilanz nach dem Feuer auf Madeira: 3 Tote

epa05469099 Forest fire in Funchal, Madeira Island, Portugal, 09 August 2016. The fire has led to the evacuation of 400 people. Portugal remains on high alert as a wave of wildfires has swept the coun ...
Der Waldbrand hatte am Dienstag die Stadt Funchal erreicht.Bild: EPA/LUSA

3 Tote und 150 abgebrannte Häuser: Mehrere Tage lang wüteten Feuer auf der portugiesischen Insel Madeira

11.08.2016, 12:0211.08.2016, 13:59

Bei den Bränden auf Madeira sind in der Hauptstadt Funchal 150 Häuser niedergebrannt. Wie die Regionalregierung in der Nacht zum Donnerstag mitteilte, wüteten auf der zu Portugal gehörenden Atlantik-Insel drei Feuer.

Neben den 150 Häusern wurden auch Fabriken, ein Einkaufszentrum und ein Hotel stark beschädigt.

Eines der Feuer tobte in unmittelbarer Nähe der historischen Altstadt von Funchal. Drei Anwohner eines Aussenbezirks von Funchal waren bereits in den Flammen ums Leben gekommen.

Mehr als 400 von den Evakuierungsaktionen in Funchal betroffene Anwohner mussten den amtlichen Angaben zufolge eine zweite Nacht in einer Militärkaserne verbringen. Mehr als 300 Touristen, die im Fussballstadion untergebracht worden waren, waren schon am Mittwoch in Hotels umquartiert worden.

Lage weitgehend unter Kontrolle

Nach einer dramatischen Nacht, in der die lodernden Waldbrände plötzlich die Hauptstadt Funchal erreichten und drei Menschen in den Flammen starben, war die Lage am Mittwochmittag wieder weitgehend unter Kontrolle.

Rund tausend Menschen waren zuvor vor den Bränden in Sicherheit gebracht worden, darunter auch viele Touristen. Auf dem Festland wüteten unterdessen immer noch über hundert Brände, dort kam ein Mann ums Leben.

Die Brände waren am Montagabend auf den Hügeln nahe Funchal ausgebrochen. Angefacht von starken Winden, breiteten sie sich am Dienstagabend plötzlich rasend schnell weiter aus. (leo/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Wir werden nicht verzeihen»: In Gaza werden Stimmen gegen die Hamas lauter
Die Wut auf die Islamisten ist grösser, als viele ausserhalb des Küstenstreifens wahrnehmen. Eine Journalistin liefert nun besondere Einblicke.
Am 6. Oktober 2023, ein Tag vor dem Angriff der Hamas auf Israel, lernte Mayar ein kurzes englisches Theaterstück über Olivenbäume auswendig. Ihre Mutter, die Dichterin Ni’ma Hassan, wollte ihr für den Bühnenauftritt ein traditionelles palästinensisches Kleid mit farbigen Kreuzstichstickereien kaufen. Drei Jahre später erinnert sich Hassan auf Facebook: «Am Morgen des 7. Oktober verbrannten sie die Schule, die Olivenbäume, das Studio … und wir liessen das Kleid und die Stadt zurück.»
Zur Story