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Ukraine meldet: Russland-Verluste hoch und Eroberungstempo halbiert

Kiew meldet: Russische Verluste hoch und Eroberungstempo halbiert

Das russische Militär hat nach Angaben aus Kiew im ersten Halbjahr 2026 trotz extrem hoher Verluste weniger als halb so viel ukrainisches Territorium erobert wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
10.07.2026, 15:1310.07.2026, 15:13

Russland habe eine grossangelegte Offensive geplant, aber praktisch keins seiner gesteckten Ziele erreicht, schrieb der Oberbefehlshaber der ukrainischen Truppen, Olexander Syrskyj, bei Telegram.

In this photo provided by Ukraine's 65th Mechanized Brigade press service, a soldier practices military skills at a training ground near the frontline in the Zaporizhzhia region, Ukraine, Sunday, ...
Ein ukrainischer Soldat bei einer Übung.Bild: keystone

Die Ukraine verteidige sich weiter und habe an einzelnen Frontabschnitten die Initiative übernommen. «Dank der aktiven Handlungen der Verteidiger ist im ersten Halbjahr 2026 das Tempo des Vorrückens russischer Truppen um mehr als die Hälfte gesunken», schrieb er.

Das schleppende Vorankommen der russischen Truppen bestätigen auch unabhängige Militäranalysten. Laut Syrskyj ist es den Ukrainern zuletzt sogar gelungen, annähernd so viel Territorium zurückzuerobern, wie sie an anderer Stelle verloren haben.

Syrskyj: Russische Verluste liegen bei 32'000 pro Monat

Die Verluste der russischen Seite bezifferte er dabei auf monatlich knapp 32'000 Tote oder Schwerverwundete. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Kiews Ziel besteht darin, den russischen Einheiten höhere Verluste zuzufügen, als Moskau Nachschub gewährleisten kann.

Nach Angaben von Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew haben sich 2026 im ersten Halbjahr 210'000 Russen für den Krieg in der Ukraine verpflichtet. Diese Zahlen werden von Analysten angezweifelt.

Die Zahl der Freiwilligen ist trotz Rekordprämien nach Angaben des unabhängigen Portals «Wjorstka» 2026 um ein Drittel eingebrochen, liegt demnach unter 30'000 pro Monat. Zuletzt hatten in sozialen Netzwerken Videos für Aufruhr gesorgt, die zeigten, wie Männer in der Provinzstadt Pensa gewaltsam für den Militärdienst rekrutiert wurden. Probleme mit der Rekrutierung waren zuvor eigentlich nur in der Ukraine bekannt. (dab/sda/dpa)

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