International
Schule - Bildung

Haft für Ex-Lehrer in England wegen Missbrauchs an Jungen

Früher Orden, jetzt ins Gefängnis: Haft für Ex-Lehrer in England wegen Missbrauchs

11.11.2024, 18:2011.11.2024, 18:20

Vor einigen Jahren erhielt er wegen seiner pädagogischen Leistungen noch einen Orden, jetzt muss er ins Gefängnis: Ein ehemaliger Lehrer und Chorleiter ist in England wegen des dutzendfachen Missbrauchs von Jungen zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der 66-Jährige war verhältnismässig bekannt: Er wurde in der Vergangenheit für seine Verdienste um das Bildungswesen mit einem royalen Orden ausgezeichnet und wirkte als Musiker an mehreren Filmprojekten mit.

Zwischen 1980 und 2021 missbrauchte der Mann insgesamt 19 Kinder in Ostlondon, wo er als Chorleiter wirkte, und in dem Ort Brentwood nordöstlich der britischen Hauptstadt, wo er als Lehrer arbeitete. Vor Gericht räumte der Angeklagte mehrere Sexualstraftaten ein. Der ehemalige Lehrer hatte den Jungen bei sich zu Hause auch grosse Mengen Alkohol zu trinken gegeben. Dort wurde eine Videokamera gefunden, mit der er heimlich Aufnahmen gemacht hatte.

Täter hielt sich für «unantastbar»

«Wenn Sie nicht festgenommen worden wären, hätten Sie weitergemacht», sagte die Richterin, die den Täter einen «manipulativen Pädophilen» nannte. Nach Angaben der Ermittler hielt sich der Mann wegen seiner Prominenz für «unantastbar». (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Nach Vorfall bei US-Basis in Grossbritannien: Bomber zurückbeordert
Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Grossbritannien hat das Pentagon all seine Langstreckenbomber zurückbeordert. «Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind», teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums auf Anfrage mit.
Zur Story