International
Social Media

TikToker erscheint auf eigener Beerdigung in Helikopter

TikToker erscheint auf eigener Beerdigung in Helikopter

Auferstanden von den Toten? Ein Mann in Belgien hat seinen eigenen Tod inszeniert. Dann tauchte er bei der eigenen – vermeintlichen – Beerdigung auf.
14.06.2023, 15:5314.06.2023, 15:53
Ein Artikel von
t-online

In Belgien hat ein Mann seinen Tod vorgetäuscht – und auf der für ihn organisierten Trauerfeier die Teilnehmenden überrascht. Es war ein grosser Auftritt: David Baerten landete mit einem Helikopter, samt Filmcrew. Das berichtete unter anderem die britische «Daily Mail».

Hier steigt David Baerten aus dem Helikopter.
Hier steigt David Baerten aus dem Helikopter.bild: screenshot twitter

Der Hintergrund: Der 45-Jährige wollte seiner Familie «eine Lektion darüber erteilen», richtig in Kontakt zu bleiben. Zuvor hatte der TikToker nur seine Frau und die gemeinsamen Kinder eingeweiht. Seine Tochter half ihm sogar, den Plan möglichst glaubhaft umzusetzen.

Um auch seine 162'000 Follower zu täuschen, postete sie Aussagen wie «Ruhe in Frieden, Daddy. Ich werde nie aufhören, an dich zu denken» oder auch «Warum ist das Leben so unfair? Warum du?». Viele der Beerdigungsgäste nahmen Baerten jubelnd in Empfang. Insbesondere in den sozialen Medien hagelte es nach der Aktion jedoch heftige Kritik, sodass sich der 45-Jährige gezwungen sah, seine Beweggründe zu erläutern.

Nach eigener Aussage kam ihm die Idee, weil er die Reaktion seiner entfremdeten Familie sehen wollte. Er habe ihnen so eine Lektion darüber erteilen wollen, wie wichtig es sei, einen guten Kontakt zu pflegen, bevor es dafür zu spät ist. «Was ich in meiner Familie sehe, tut mir oft weh», sagte er. «Ich werde nie zu irgendetwas eingeladen. Niemand sieht mich. Wir sind alle distanziert. Ich fühlte mich nicht wertgeschätzt», so Baerten.

Es sei zwar nur die Hälfte seiner Familie zur Beerdigung erschienen, der andere Teil habe sich aber inzwischen gemeldet. So habe sich gezeigt, «wem er wirklich am Herzen liegt» und es habe sich dadurch in gewisser Weise wie ein Triumph für ihn angefühlt, erzählte der 45-Jährige. Einige seiner Fans stimmten ihm zu, dass dies «eine wertvolle Lektion fürs Leben» für seine Familie sei. Die negativen Reaktionen solle er ignorieren.

Verwendete Quellen:

  • dailymail.co.uk: "Man fakes his own death so he can film himself arriving at his funeral by helicopter 'to teach his family a lesson about staying in touch'" (englisch)

Weitere interessante Artikel:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
In diesen Ländern gibt es bereits ein TikTok-Verbot
1 / 16
In diesen Ländern gibt es bereits ein TikTok-Verbot
Am 4. April 2023 verbannte Australien die TikTok-App von Regierungsgeräten – mit sofortiger Wirkung. Australien reihte sich damit in die wachsende Liste von Nationen ein, die Sicherheitsbedenken äusserten wegen der in chinesischem Besitz befindlichen Social-Media-Plattform.
quelle: shutterstock / peter galleghan
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wenn Hausfriedensbruch zum TikTok-Trend wird …
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Landesweit Demos gegen Wohnungsnot in Spanien
In Spanien sind wegen der Wohnungsnot im Land Zehntausende Menschen auf die Strassen gegangen. Wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete, gab es Demonstrationen in mehreren Städten wie Madrid und Valencia für das Recht auf menschenwürdigen Wohnraum sowie einen besseren Schutz für Mieter. Insgesamt waren nach Angaben von RTVE für den heutigen Samstag Proteste in mehr als 50 Städten angekündigt worden. Eine geplante Kundgebung in Barcelona wurde wegen einer Unwetterwarnung verschoben.
Zur Story